7 Zwerge – Männer allein im Wald

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Sven Unterwaldt

Drehbuch

  • Otto Waalkes

Kamera

  • Jo Heim

Schnitt

  • Julia von Frihling

Produzent

  • Douglas Welbat

Musik

  • Joja Wendt

Erscheinungsjahr

2004

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

deutsch

Länge

91 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

6 Jahre
7 Zwerge – Männer allein im Wald ist eine von Otto Waalkes, die sich sehr frei an das Märchen Schneewittchen und die sieben Zwerge der Brüder Grimm anlehnt.

Der u.a. durch die Filmstiftung NRW geförderte Film wurde mit fast 7 Millionen Zuschauern der zweiterfolgreichste Film im Jahr 2004 in den deutschen Kinos. Zudem gilt er als der vierterfolgreichste deutsche Film überhaupt seit Einführung der Zuschauerzahlenerfassung.

Handlung

Tief im finsteren Unterwaldt leben die Zwerge Brummboss (Heinz Hoenig), Sunny (Ralf Schmitz), Cloudy (Boris Aljinovic), Tschakko (Mirco Nontschew), Cooky (Markus Majowski), Bubi (Otto Waalkes) und Speedy (Martin Schneider). Sie entschieden sich für ein Leben ohne lästige Wesen namens Frauen, da sie im Umgang mit ihnen alle ziemlich auf die Nase gefallen sind. Die Brüder Sunny und Cloudy wurden von ihrer fiesen Lehrerin Frau Dr. Billerböck aus der Theatergruppe geworfen, weil Cloudy keine lustigen Schweinchen und Sunny keinen bösen Wolf spielen konnte. Speedy war unsterblich in Rapunzel verliebt, kam aber nicht schnell genug in den Turm und wurde zugunsten eines Märchenprinzen von ihr verstoßen. Bubi wurde von seiner Mutter bei der Flucht von einem Bankraub aus dem Heißluftballon in den Wald geworfen und dort von Brummboss aufgelesen. Tschakko, der Kampfzwerg, kann keine Frauen schlagen, und Cooky kommt mit seinem vegetarischen Essen nicht einmal bei seiner Mutter gut an. Nur Brummboss erzählt immer nur von „JENER Nacht-(er Blitz)“, aber nie, was dahinter steckt (am Ende löst sich das Rätsel jedoch). Dann ist da noch Ralfie (Norbert Heisterkamp), der in die WG der Zwerge aufgenommen werden will, aber aus namensrechtlichen Gründen (es gibt schließlich nur sieben Zwerge) nicht mitmachen darf.

Eines Tages wird das Leben der Zwerge durcheinandergeworfen, da sich Rotkäppchen in ihren Wald traut und im letzten Moment von Tschakko verscheucht werden kann. Die Zwerge beschließen, die Brücke zum Wald einzureißen. Tschakko schlägt vor, dieses mit seiner Nitroglycerinmischung zu bewerkstelligen, die auch bei dem großen Fischzug eine durchschlagende Wirkung zeigte. Die anderen Zwerge jedoch, die sich an das Ergebnis nur allzugut erinnern können, lehnen entschieden ab und als Plan B wird ein Schild aufgestellt, das Frauen den Zutritt zum Zwergenwald verbietet.

Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) muss währenddessen vor der bösen Königin (Nina Hagen) und dem finsteren Handlanger Spliss (Hans Werner Olm) fliehen, weil diese das hübsche Mädchen aus dem Weg schaffen wollen. Trotz des Schildes rennt sie in den Wald und versteckt sich im zu dieser Zeit leeren Zwergenhaus. Sie wird von einem Jäger (Christian Tramitz) und seinem Bluthund Brutus (der West-Highland-Terrier Gustl) verfolgt. Die zwei werden von Ralfie aufgehalten, der sie jedoch durchlässt, als er auf sein größtes Manko als Zwerg hingewiesen wird (er ist zu groß). Später treffen sie auf den Zwerg Bubi, der für Brutus ein Hundelied singt. Als jedoch Bubi zu der Stelle „Macht der kleine Schreier schnapp, schneiden wir ihm die...“ kommt, ergreift Brutus mit dem Jäger im Schlepptau die Flucht, obwohl die Strophe mit dem Fellabziehen noch nicht drankam. Der Jäger erscheint vor der Königin und erwidert auf die Frage, warum er Schneewittchen nicht lebend gebracht habe, Brutus habe es gefressen.

Als die Zwerge im Haus ankommen, entdecken sie, dass jemand ins Haus eingedrungen ist. Als Brummboss die Panik seiner Jungs beruhigen will, taucht Schneewittchen auf und verdreht den Hausbesitzern ganz schnell den Kopf.Sie beschließen, dass Schneewittchen bei ihnen bleiben kann, und teilen für sie sogar ihr Haus.Die Königin erfährt inzwischen von ihrem Spiegel (Rüdiger Hoffmann), dass Schneewittchen alles andere als tot ist.

Die Zwerge streiten sich gerade, wer in ihrem sechsstöckigen Bett ganz oben schlafen darf, als Bubi mitbekommt, dass Schneewittchen am nächsten Tag 18 wird. Die Zwerge wollen natürlich feiern. Aber war morgen nicht auch der 18. Jahrestag von „JENER Nacht“? ... „Zufälle gibt’s?!“

Am nächsten Morgen bereiten die Zwerge gerade eine Überraschungsparty vor, als die Königin und Spliss mit einer übergroßen Tupperwarenbox Schneewittchen .

Als die Zwerge nach Hause kommen, merken sie bald, dass Schneewittchen entführt wurde, und Brummboss weiß auch ganz genau von wem. Nach einem Kampfzwerg-Crashkurs von Tschakko wollen sie Schneewittchen befreien.

Fortsetzung

Am 26. Oktober 2006 erschien der zweite Teil mit dem Namen 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug im Kino. Das Team blieb das gleiche - außer Markus Majowski, der durch ein Theater-Engagement verhindert war und durch Gustav Peter Wöhler ersetzt wurde. Eine computeranimierte Version der 7 Zwerge ist in Planung. http://www.rtv.de/otto

Auszeichnungen

  • 2004 - Bogey Award in Platin
  • 2005 - Deutscher Comedypreis für die Beste Kino-Komödie
  • 2005 - Goldene Leinwand mit Stern


Kritiken

  • „Walt Disney hatte in seiner Schneewittchen-Adaption das Unterhaltungspotenzial der Zwerge entdeckt und ihnen einige der besten Auftritte seines Films verschafft. An die rührende Komik der Zeichentrickfiguren kommen ihre Realfilmerben allerdings bei weiten nicht heran. Zwar ist die Zipfelmütze ein steter Quell anzüglicher Witze, doch damit allein ist noch keine Komödie zu machen. Zum Glück stehlen das Schneewittchen, ihr Prinz Wunderbar, die böse Königin und eine lange Reihe von Nebenfiguren den Zwergen erfolgreich die Schau.“ - Michael Kohler, 23/2004


  • „Die Dramaturgie, sofern man den Begriff hier anwenden darf, folgt dem Prinzip der Nummern, eine Parodie auf den Vorspann von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ inklusive. Doch Vorsicht: im Kino ist der Zuschauer konzentrierter als vor dem Fernseher. Gags werden hier nicht beliebig zwischen Werbeunterbrechungen serviert, sondern treiben gefälligst die Handlung voran.“ - Frank Noack, Der Tagesspiegel vom 28. Oktober 2004


  • „Otto ist nicht nur der kleinste der Zwerge. Er hat auch kaum etwas zu melden. Weise hält sich der Initiator des Unternehmens zurück, um aus „7 Zwerge“ so etwas wie eine Leistungsschau der hiesigen Comedy-Szene zu machen. Bis in die kleinsten Nebenrollen treten fast alle auf, die Deutschland in der Post-Otto-Ära lustig fand. Und sie dürfen das machen, wofür man sie liebt.“ - Josef Engels, Die Welt vom 28. Oktober 2004


Einzelnachweise



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "7 Zwerge – Männer allein im Wald" (Stand: Sat, Jul 19th 2008, 06:31) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.