Abgerechnet wird zum Schluss

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Sam Peckinpah

Drehbuch

  • Edmund Penney

Kamera

  • Lucien Ballard

Schnitt

  • Lou Lombardo

Produzent

  • William Faralla

Musik

  • Jerry Goldsmith

Erscheinungsjahr

1970

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Ballad of Cable Hogue

Länge

121 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Abgerechnet wird zum Schluss ist ein Western von Sam Peckinpah aus dem Jahr 1970.

Inhalt

Der Goldsucher Cable Hogue wird von seinen beiden Gefährten ausgeraubt und ohne Wasser und Pferd in der Wüste zurückgelassen. Nach Tagen qualvollem Umherirrens stößt er auf eine Wasserquelle. Er eröffnet daraufhin die Kutschenstation „Cable Springs“ und kommt so zu Wohlstand. Doch eigentlich wartet er nur auf das Vorbeikommen seiner ehemaligen Gefährten, um sich an ihnen zu rächen. Er befreundet sich mit dem dubiosen Reverand Joshua Duncan Sloane und geht eine Beziehung mit der Prostituierten Hildy ein. Er ist aber zunächst nicht bereit, für sie die Wüste aufzugeben und in die Stadt zu ziehen. Als seine beiden ehemaligen Freunde tatsächlich auftauchen und ihn erneut berauben wollen, erschießt er den einen in Notwehr. Erschrocken über diese Tat verzeiht er dem anderen. Als Hildy - inzwischen nach San Francisco gezogen und dort als Witwe zu Reichtum gekommen - zurückkommt, um Cable Hogue mit in die Stadt zu nehmen, wird er von ihrem Automobil überrollt und stirbt.

Rezeption

Ruhig und besinnlich, wie eine Ballade, wird Cable Hogue's Geschichte erzählt. Mag die Inszenierung praktisch ohne Gewaltszenen für Peckinpah untypisch sein, die Aussage gleicht der in anderen seiner Western. Er schildert den Untergang des Wilden Westens. Wie in The Wild Bunch wird das Automobil zum Symbol für den Untergang des „Westen“.In The Wild Bunch wird es als Foltermittel des armen Angel eingesetzt, hier findet Cable Hogue seinen Tod unter den Rädern. Der deutsche Titel rückt jedoch die Rächergeschichte in den Mittelpunkt und wird der feinen, fast schon zärtlichen Inszenierung nicht gerecht. Das humoristische Element des Filmes wird betont durch die gelegentlich eingesetzten Szenen in Zeitraffer - auch das ein Gegensatz zu der Peckinpah'schen Zeitlupen von Gewaltszenen in seinen anderen Filmen.

Cable Hogues Tod kann man auch als Kritik am verstehen: Er hat seinen Beitrag zur Wirtschaft des nahen Ortes beigetragen, sich einen exzessiven Lebensstil erarbeitet. Doch in der neuen, industrialisierten, vom Automobil (Kapitalismus) beherrschten Welt, in der sich Cable Hogue schwer zurecht finden würde, ist für ihn plötzlich kein Platz mehr.

Auf ihn kann getrost verzichtet werden.

Kritik

Lexikon des Internationalen Films: „In ruhigem Rhythmus und epischer Breite inszenierte tiefgründiger Western. Mit ironischen Einsprengseln als Abgesang auf den Wilden Westen angelegt.“

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Abgerechnet wird zum Schluss" (Stand: Thu, Jul 17th 2008, 18:52) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.