Aktion Mutante

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Álex de la Iglesia

Drehbuch

  • Álex de la Iglesia

Kamera

  • Carles Gusip

Schnitt

  • Pablo Blanco

Produzent

  • August & Pedro Almodovar

Erscheinungsjahr

1993

Produktionsland

Spanien

Originalsprache

Spanisch

Originaltitel

Accion Mutante

Länge

91 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

18 Jahre
Aktion Mutante ist ein Film von 1993. Er ist nach "Mirindas asesinas" der zweite von Álex de la Iglesia produzierte Film. Die 2,5 Millionen US-Dollar teure Science-Fiction-Horror-Komödie gewann neben einigen weiteren Auszeichnungen drei Goyas und brachte De la Iglesia zudem eine Nominierung als "Bester Nachwuchsregisseur" ein.

Handlung

Im Jahre 2012 wird die Welt der Reichen und Schönen durch die Terrororganisation "Aktion Mutante" erschüttert. Angeführt vom Entstellten Ramón Yarritu verübt diese ausschließlich aus Mutanten und Behinderten bestehende Gruppe Anschläge auf Prominente und Vertreter der "gehobenen Klasse".

Der Film beginnt mit einem missglückten Entführungsversuch des Präsidenten der Vereinigung für Gesundheit und Körperkultur, Mathias Pont. Dieser erstickt an einem Knebel, der von den Aktivisten der "Aktion Mutante" nicht richtig angesetzt wurde. Daraufhin verschwinden die besagten Angreifer und treffen sich mit ihrem Boss Ramón auf der "Virgen del Carmen", dem Raumschiff der Ortganisation. Dieser muss vorerst über die fehlgeschlagene Aktion hinwegsehen, da der große Coup der Gruppe kurz bevorsteht: Die Entführung von Patricia Orujo, der Tochter des Firmengründers eines riesigen Backwerkes, auf deren Hochzeit in Madrid. Einer der Kidnapper versteckt sich im hohlen Innern einer Torte, in die Patricia (laut Plan) in einem unbeobachteten Moment hineingesteckt, betäubt und ungesehen herausgebracht werden soll. Als das nichtsahnende Opfer jedoch eben diese Torte anschneidet, fügt sie dem Entführer darin eine schwere Verletzung zu. Daraufhin eskaliert die Situation und die Mitglieder der Aktion Mutante, welche sich als Tortenlieferanten versteckt unter die Gäste mischen konnten, eröffnen das Feuer auf die restlichen Anwesenden.thumb|right|Michael Roth, Sänger der Band |Eisregen, mit einem T-Shirt des Filmes auf dem Wacken Open Air Festival 2005] In dieser Schießerei sterben neben vielen Unbeteiligten auch einige Mitglieder der Terrororganisation, woraufhin die Übriggebliebenen Patricia Orujo überwältigen und schließlich flüchten können. Kurz darauf erreichen die restlichen Terroristen mit der Geisel den Ausgangspunkt der Entführung, die "Virgen del Carmen". In einer Videobotschaft übermittelt Ramón Patricias Vater eine Lösegeldforderung in Höhe von 100.000.000 Ecu und den Ort der Geldübergabe, die "Lost Mine Bar" auf dem Wüstenplanet Axturias. Während des Fluges dorhin versucht Ramón, die verbleibenden Aktion Mutante - Mitglieder zu eliminieren, sodass er das Lösegeld für sich alleine behalten kann. Als der "Boss" jedoch Juan Abadie, einen der beiden an der Schulter zusammengewachsenen Siamesischen Zwillingen, tötet, kommt es zum Kampf mit dem anderen Zwilling, Alex. Dabei wird jedoch das Navigationssystem des Schiffes außer Acht gelassen, sodass dieses schließlich auf dem Wüstenplaneten abstürzt.. Derweil hat sicher Fernando Orujo, Vater der Entführten, mit einem bewaffneten Trupp auf den Weg nach Axturias gemacht und landet schließlich, nachdem er die Zerstörung des Schiffes mit angesehen hatte. Nach dem Absturz stellt sich heraus, dass neben Ramón und Patricia auch noch Alex Abadie überlebt hat. Während sich Letzterer ziellos mit seinem toten Bruder in die dem Absturzort angrenzenden Berge begibt, fesselt Ramón die Geisel und macht sich auf die Suche nach der Lost Mine Bar. Auf dem Weg dorthin erklärt Patricia ihrem Entführer mehrmals ihre Liebe, er hingegen enttarnt dieses Gefühl als Resultat des Stockholm-Syndroms. Wenig später werden die beiden von 4 Männern in deren Haus überwältig, Ramón mit einer Rasierklinge, Salz und Essig gefoltert und Patricia sexuell Missbraucht. Alex hingegen macht Bekanntschaft mit einem der Einwohner des Planeten, der sich um ihn kümmert. Nach seiner Aussage gibt es seit Jahrzehnten keine einzige Frau mehr auf Axturias. Als Alex daraufhin erzählt, dass eine Frau in der Lost Mine Bar aufkreuzen würde, erklärt sich der Axturianer sofort bereit, ihm den Weg dorthin zu zeigen. Ramón und Patricia konnten sich mittlerweile befreien und sind in der Bar angekommen. Kurze Zeit später erscheint auch Fernando Orujo, allerdings in Begleitung eines Fernsehteams, erklärt die Entführung für beendet und verlangt nach seiner Tochter. Diese jedoch schlägt sich auf die Seite Ramóns und stiehlt den Koffer, in dem Fernando nach eigenen Angaben das Lösegeld deponiert hat. Als jedoch herauskommt, dass der Koffer als Inhalt anstatt Geld Pornohefte besitzt, eskaliert auch diese Situation: Ramón greift blind vor Wut seine Waffe und will Fernando erschießen. Dieser jedoch zückt eine Bombe und droht, die gesamte Bar in die Luft zu sprengen. Gerade noch rechtzeitig erscheint plötzlich Alex in Begleitung der 4 Vergewaltiger und tötet Fernando. Daraufhin entsteht erneut eine Schießerei zwischen Ramón und dem mit ihm befreundeten Barkeeper einerseits, und Alex mit seinen Kumpanen andererseits. Nach einer Weile geht Ramón schließlich die Munition aus, woraufhin sich Patricia zwischen die Fronten wirft und den Kampf so beendet. Ungewollt wird jedoch der Zeitzünder der Bombe betätigt. Ramón nimmt diese an sich und stürmt mit ihr nach draussen, um die dort mittlerweile positionierte Polizeibeamten zu töten. Nach der Explosion wird die teilweise unter der Erde gelegene Bar halb verschüttet. Alex muss sich von seinem toten Bruder trennen, indem er seinen Körper von der Schulter an zertrennt. Auf dem Weg nach draussen findet er die von einem herabgefallenen Metallteil verstümmelte Patricia und beide steigen gemeinsam die Stufen zum Ausgang empor.

Hintergrund

Produktion

  • Antonio Resines, der Darsteller des Aktion Mutante - Anführeres Ramón Yarritu und Regisseur Álex de la Iglesia kannten sich bereits von früheren Produktionen wie "Todo por la pasta" (1991). Obwohl Resines in Spanien eher als Schauspieler in Gesellschaftsfilmen bekannt ist, sagte er aufgrund seiner Freundschaft zu de la Iglesia zu.
  • Die für einen Science-Fiction-Film dringend benötigten Special Effects-Techniker waren in Spanien nur sehr schwierig aufzutreiben, da es in dem Land zu der Zeit praktisch keine FIlmindustrie gab, die solche Fachmänner benötigte.


Verschiedenes

  • Da de la Iglesia aus dem Baskenland stammt, wurden bereits im Vorfeld des Filmes Stimmen laut, die eine Politisierung von "Aktion Mutante" befürchteten, weil die dort vorkommende Terrororganisation Parallelen mit der real existierenden ETA ausweisen würde. Dies wurde vom Regisseur vehemend abgestritten.
  • Das Team, welches die "Virgen del Carmen" schuf, baute auch die Raumschiffe für den Film Der Wüstenplanet.
  • Zu Beginn des Filmes wird eine Fluchtaktion der Terroristen mit einem Lied untermalt, welches 3 Jahre später als Titelmusik für den Film Mission Impossible weltberühmt wird.
  • Eigentlich sollte der Film mit den Worten "Auf Wiedersehen" enden, dieser Teil wurde jedoch wieder herausgeschnitten.


Auszeichnungen

Aktion Mutante gewann 1993 insgesamt 3 Goyas für "Bester Produzent", "Beste Maske" und "Beste Spezialeffekte".

Versionen

In Deutschland erschien der Film neben der VHS-Variante auch zweimal auf DVD. Zuletzt 2008 in einer Uncut-Version und mit einer zweiten DVD, die zusätzliches Bonusmaterial wie Bildergallerien, das Making-Of und das Musikvideo des Titelliedes enthält.

Weblinks



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Aktion Mutante" (Stand: Sat, Aug 9th 2008, 18:52) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.