Alice Paul – Der Weg ins Licht

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Katja von Garnier

Drehbuch

  • Jennifer Friedes

Schnitt

  • Hans Funck

Produzent

  • HBO Films

Musik

  • Reinhold Heil

Erscheinungsjahr

2004

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Iron Jawed Angels

Länge

125 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Alice Paul – Der Weg ins Licht ist ein dokumentarischer Spielfilm der deutschen Regisseurin aus dem Jahr 2004. Er behandelt die Geschichte der US-amerikanischen Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht und zwei ihrer Aktivistinnen, Alice Paul und Lucy Burns, in den Jahren 1912 bis 1920.

Der Film basiert allerdings nicht unmittelbar auf dem gleichnamigen Buch von Linda Ford aus dem Jahr 1991, in dem eine ähnliche Geschichte erzählt wird. Der Titel des Filmes und des Buches beziehen sich auf den Namen, den die US-Presse den Suffragetten verlieh, als bekannt wurde, welche Tapferkeit sie während ihrer Inhaftierung gezeigt hatten.

Alice Paul – Der Weg ins Licht war eine Fernsehproduktion des Kabelsenders HBO im Widecreen-Format und wurde auf verschiedenen Veranstaltungen auch in amerikanischen Kinos gezeigt. In Deutschland wurde Iron Jawed Angels (Originaltitel) u.a. auf der Berlinale 2005 als Original mit Untertiteln vorgeführt. Im März 2006 wurde er auf Premiere in deutscher Synchronisation unter dem Titel „Alice Paul – Der Weg ins Licht“ ausgestrahlt.

Handlung

Alice Paul und Lucy Burns sind gerade in die USA zurückgekehrt. Sie hatten einige Zeit in England verbracht, wo sie den Kampf der englischen Suffragetten unterstützt haben. Nun engagieren sie sich der National American Woman Suffrage Association (NAWSA) (dt.: Nationale amerikanische Frauenwahlrechts-Vereinigung). Sie bemerken jedoch schnell, dass ihre Ideen den etablierten Aktivististinnen dort, allen voran Carrie Chapman Catt, zu radikal sind. So verlassen sie die NAWSA und gründen die National Woman’s Party (NWP) (dt.: Nationale Frauenpartei), die sich wesentlich radikaler für den Kampf um Frauenrechte einsetzt.

Mit der Zeit wachsen die Spannungen zwischen der NWP und der NAWSA, da deren Vorsitzende das Vorgehen der NWP wie direkter Protest gegen Präsident Woodrow Wilson und Mahnwachen vor dem Weißen Haus scharf kritisieren. Auch das Verhältnis zwischen der US-Regierung und der NWP verschärft sich dramatisch, als viele der Frauenrechtlerinnen wegen ihrer Aktivitäten unter fadenscheinigem Vorwand verhaftet, verurteilt und unter extremen Bedingungen inhaftiert werden.

Alice Paul und einige andere Frauen treten im Gefängnis in einen Hungerstreik, auf den die Gefängnisleitung mit brutaler Zwangsernährung der Frauen reagiert. Es gelingt den Frauen jedoch, mit Hilfe des Senators Thomas Leighton, der mit der ebenfalls inhaftierten Emily Leighton verheiratet ist und anfänglich ein scharfer Gegner der Suffragetten war, einen aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Durch diesen wird die Presse auf die extremen Haftbedingungen der Frauen aufmerksam und berichtet kritisch. Selbst die bisher zurückhaltende NAWSA mit Carrie Chapman Catt an der Spitze stellt sich nun offen gegen Wilson und seine Politik.

Unter dem politischen Druck gibt Wilson nach, der beschließt den 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der den Frauen das Wahlrecht garantiert. Der Präsident begründet das in seiner öffentlichen Ansprache mit der gesellschaftlichen Leistung, die die amerikanischen Frauen im Großen Krieg für den Staat gezeigt hätten.

Die inhaftierten Frauenrechtlerinnen werden freigelassen, die Urteile gegen sie werden später vom Obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt.

Kritiken

Alice Paul – Der Weg ins Licht wurde in der amerikanischen Presse fast durchweg positiv bis begeistert aufgenommen. Insbesondere die spannungsvoll aufgebaute Handlung und die moderne Schnitttechnik, die teilweise den Eindruck eines Videoclips vermittelt, kam bei den Kritikern gut an. Der Film spricht nach einhelliger Meinung insbesondere auch junge Leute an, die an einem rein dokumentarischen Film wenig Gefallen finden würden.

Bilder

Diese historischen Bilder aus den USA wurden in Filmszenen umgesetzt:Image:Head of suffrage parade, Washington.jpg|Suffragettenparade in Washington D.C., 1913Image:Inez Boissevain at the suffrage parade.jpg|Inez Millholland Boissevain, Suffragettenparade in Washington D.C., 1913Image:Suffragists picketing the White House.jpg|Mahnwache vor dem Weißen HausImage:Women suffragists picketing in front of the White house.jpg|Mahnwache vor dem Weißen HausImage:Suffragette banner carried in picket of the White House.jpg|Protestplakat gegen WilsonImage:The 19th amendment..jpg|Der 19. Verfassungszusatz

Literatur

  • Linda G. Ford: Iron-Jawed Angels. The Suffrage Militancy of the National Woman’s Party 1912–1920. Lanham, New York, London 1991: University Press of America.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Alice Paul – Der Weg ins Licht" (Stand: Thu, Aug 21st 2008, 00:44) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.