Allein

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Thomas Durchschlag

Drehbuch

  • Thomas Durchschlag

Kamera

  • Michael Wiesweg

Schnitt

  • Ingo Ehrlich

Produzent

  • Joachim Ortmanns

Musik

  • Maciej Sledziecki

Erscheinungsjahr

2004

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Deutsch

Originaltitel

Allein

Länge

88 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Allein ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 2004 des deutschen Filmregisseurs Thomas Durchschlag.

Handlung

Die junge Frau Maria leidet unter dem Borderline-Syndrom. Sie arbeitet tagsüber in der Uni-Bibliothek des Campus Essen der Universität Duisburg-Essen. Die Nächte verbringt die einsame Frau in Discotheken und gabelt Liebhaber für One-Night-Stands auf. Anschließend wirft sie die Liebhaber wieder aus ihrem Bett oder flieht in noch tiefere psychische Löcher. Mit starken Alkoholika und Tabletten versucht sie Herr über sich zu werden, was jedoch dazu führt, dass sie ungehemmter in noch absurdere Abenteuer fällt. Die einzige Person, die von ihrer Krankheit weiß, ist ihre Freundin Sarah. Maria sehnt sich nach einer dauerhaften Beziehung, fühlt sich aber nicht dazu in der Lage. Die einzige dauerhafte Beziehung, die sie hat, ist die zu Wolfgang, der ihre Krankheit ausnutzt für seine Perversitäten. In der Bibliothek lernt Maria den jungen Tiermedizinstudenten Jan kennen, der ein Praktikum im Wuppertaler Zoo macht. Beide sind verliebt und Maria hofft, erstmals eine Beziehung aufzubauen, fürchtet sich aber gleichzeitig davor, erneut eine solche Beziehung durch ihre Stimmungswechsel zu zerstören. Doch erstmals spürt sie so etwas wie Geborgenheit. Jan wird dennoch mit den Stimmungswechseln konfrontiert und ist verwirrt. Er bemerkt, dass Maria Probleme hat und versucht sie aufzuspüren. Maria dagegen fürchtet sich, Jan die Wahrheit zu erklären, um ihn nicht zu verlieren. Ein Kurzurlaub am Meer wird für Maria zu einem ihrer wunderschönsten Erlebnisse. Als Jan für eine Woche zu einer Studienexpedition nach Holland fährt, verwindet Maria das erneute Alleinsein und die Einsamkeit nicht und stürzt erneut ab. Wieder nimmt sie Kontakt mit Wolfgang auf und verbringt die Nacht mit ihm. Nach durchzechter Nacht kommt sie wie so oft zu spät zur Arbeit und verliert ihren Job. Die Freundin Sarah nimmt sie auf. Jan versucht nach seiner Heimkehr erneut hinter die Probleme seiner Freundin zu kommen, doch sie flieht vor ihm. Nach einem Unfall mit einem gestohlenen Taxi irrt sie durch die Nacht. An ihrem Lieblingsort findet Jan seine verstörte Freundin am Morgen. Maria ist gerührt, da Jan nicht locker lässt und es anscheinend wirklich ernst mit ihr meint.

Kritiken

  • Prisma Online: Regiedebütant Thomas Durchschlag ging bei der Story recht radikal vor und präsentiert eine Lavinia Wilson in Bestform. Durch ihre starke Leistung verzeiht man auch den ein oder anderen inszenatorischen Wackler. Das Werk erhielt Preise bei den Hofer Filmtagen und in Saarbrücken.


  • filmkritiken.org: Zurück bei den Klischees: beim brav-naiven Freund, den Maria dann doch noch findet und bei der schweren Klaviermusik, die von der Tonspur trieft, während Maria vor dem Fenster steht und die Wodkaflasche wie Mineralwasser leert. So bleibt ein kaum überzeugendes Bildnis einer gestürzten Person, ein bemühtes Exemplar jener Gattung von ‘Problemfilmen’, die den anderorts so spannenden deutschen Film beim Publikum in Verruf gebracht haben.


  • Die Kinokritiker: Gemäß dem Motto "nichts ist so schlecht als das es nicht noch als schlechtes Beispiel dienen kann" liefert hier Thomas Durchschlag einen Beispielhaften Film ab. Von Anfang an möchte man sich bei diesen wenig stimmigen Dialogen ... die Ohren zuhalten. Das Wort Klischeehaft ist noch beschönigend bei all dem was den Zuschauer hier erwartet. Schon in den ersten Sekunden wird hier jegliche Glaubwürdigkeit verspielt und auch der Versuch später genauer und differenzierter auf die Figuren einzugehen misslingt gründlich. Die Hauptfigur Maria versinkt in einem Nebel von Kitsch, kranken Männerfantasien und Scheinwelten. Auf ihre Probleme wird dabei in der Tiefgründigkeit von TV-Werbung eingegangen. Das es in diesem Film wirklich um Einsamkeit gehen soll geht vollkommen in plakativer Oberflächlichkeit unter. Ursache für dieses unausgegorene filmische Irgendwas ist ein wohl noch weniger gelungenes Drehbuch. Die Schauspieler selbst mühen sich redlich, aber zu retten vermögen sie den Film nicht.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Allein (Film)" (Stand: Sat, Jul 19th 2008, 06:34) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.