Blut für Dracula

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Terence Fisher

Drehbuch

  • Jimmy Sangster

Kamera

  • Michael Reed

Schnitt

  • Chris Barnes

Produzent

  • Anthony Nelson Keys

Musik

  • James Bernard

Erscheinungsjahr

1965

Produktionsland

Großbritannien

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Dracula – Prince of Darkness

Länge

ca. 90 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Blut für Dracula ist ein englischer Horrorfilm der englischen Film-Produktionsfirma Hammer aus dem Jahr 1965. Er basiert auf der Titelfigur des Romans Dracula von Bram Stoker.

Handlung

Von der Hammer-Produktion wurde Blut für Dracula als Fortsetzung von Dracula gedreht. Folglich beginnt der Film auch mit der Sterbeszene aus Dracula (1958). Van Helsing überwältigt Dracula in dessen Schloss mit einem und öffnet die Vorhänge, woraufhin der Graf in den Strahlen der Sonne zu Asche zerfällt.

Zehn Jahre später machen die englischen Brüder Charles und Alan Kent zusammen mit ihren Ehefrauen Diana und Helen Urlaub in den . Sie begegnen dort dem Abt Shandor, der sie vor der Weiterreise nach dem Ort Karlsbad und vor allem vor dem dort gelegenen Schloss warnt. Dennoch reisen die beiden Paare am nächsten Tag in die erwähnte Richtung. Kurz vor Ankunft, in der Nähe des Schlosses, verlässt sie ihr Kutscher, weil dieser sich vor der einbrechenden Dunkelheit fürchtet. Sie finden jedoch auf dem Schloss, dass Graf Dracula gehört, Zuflucht, wo Gabor (im engl. Original Klove), der Diener des Grafen, sie freundlich empfängt. In der Nacht lockt der Diener Alan in die Gruft des Schlosses und ermordet ihn. Sein Blut, auf Draculas verwahrter Asche ergossen, dient dazu, Dracula auferstehen zu lassen. Sofort macht Dracula dann Helen zu seinem Opfer und zu einer Vampirin. Als Charles und Diana nach den beiden Vermissten suchen, werden sie von Dracula und Helen in die Enge getrieben, es gelingt ihnen aber trotzdem die Flucht.

Abt Shandor gewährt den Fliehenden in seinem Kloster Unterkunft. Der Graf verfolgt sie dorthin, da er es besonders auf Diana abgesehen hat. Helen wird von den Mönchen gefangen und von Shandor mit einem Holzpflock erlöst. Als der Versuch des Grafen, Diana zu einem seiner Opfer zu machen, fehlschlägt, nimmt er sie, mit Hilfe von Gabor, in seiner Kutsche mit zu seinem Schloss. Charles und Shandor folgen ihm. An der Brücke vor Schloss Dracula stürzt der Sarg des Grafen aus der Kutsche auf den gefrorenen Schlossgraben. Charles läuft zum Sarg, um Dracula zu pfählen, doch die Sonne geht unter, und Dracula erwacht. Mit gezielten Schüssen auf die Eisdecke gelingt es Shandor und der geretteten Diana, den Graf im eisigen Wasser des Burggrabens ertrinken zu lassen.

Werbesprüche

Einige Werbesprüche, mit denen man 1966 versucht hat das Publikum ins zu locken:

  • Story? Was noch keiner sah!
    Thema? Blut für Dracula
    Mit Horror! Schock mit Sex hoch drei!
    Sorry, erst ab 16 frei!


  • Wenn Kinokasse ausverkauft,
    Wenn später Gast sich Haare rauft,
    Und schreit „Wär ich bloß früher da!“
    Dann gibt es Blut für Dracula.


  • Jeder der gern Horror sah,
    Lechzt nach Blut für Dracula
    Mr. Horror, schöne Frauen,
    Heiße Küsse, kaltes Grauen.


  • Menschenfresser - Blut bleibt Fusel,
    Wenn man diesen Reißer sah.
    Wodka - hart beim Super-Grusel
    Schmeckt das Blut für Dracula!


Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: "Horrorfilm aus der genrebewährten britischen Hammer-Küche." (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997


  • Cinema: "Christopher Lee spricht in seinem zweiten „Dracula“-Auftritt nicht ein Wort – angeblich waren ihm die vorgesehenen Drehbuch-Sätze zu dumm – was aber seinen Auftritt andererseits noch dämonischer macht."


  • "(...) einer der schwächeren Filme des Untergenres." (Wertung: 1½ Sterne = mäßig) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 98


Fortsetzungen

  • Draculas Rückkehr (1968)
  • Das Blut von Dracula (1969)
  • Dracula - Nächte des Entsetzens (1970)
  • Dracula jagt Minimädchen (1972)
  • Dracula braucht frisches Blut (1973)
  • Die 7 goldenen Vampire (1974)


Im letzten Film der Dracula-Reihe, war Christopher Lee nicht mehr bereit die Rolle des Grafen zu übernehmen, also verpflichtete Hammer den Schauspieler John Forbes-Robertson für den Part.

Sonstiges

  • Bei seiner Premiere wurde Blut für Dracula von den Kritikern gnadenlos verrissen, was dem Erfolg an den Kinokassen jedoch nicht schadete. Deshalb wurden in den folgenden Jahren auch zahlreiche Fortsetzungen der Dracula-Reihe bei Hammer gedreht.
  • Interessant ist, dass Christopher Lee in dem ganzen Film nicht ein einziges Wort sagt - er gibt lediglich Fauch- und Zischlaute von sich. Angeblich weil Lee den Grafen noch böser darstellen wollte. Eine andere Theorie ist die, dass Lee den Text einfach als zu lächerlich empfand.
  • Gedreht wurde in den gleichen Kulissen von der 1958er-Verfilmung, außerdem sind sie auch in den Hammer-Filmen The Plague of the Zombies, Rasputin and the Mad Monk und The Reptile (alle von 1966) zu sehen.
  • Blut für Dracula ist im Ausland unter den Titeln Revenge of Dracula, The Bloody Scream of Dracula und Dracula 3 bekannt.
  • Francis Matthews wurde später Hauptdarsteller in der Fernsehserie Paul Temple (Durbridge-Filme), Charles Tingwell war Inspector Craddock in den „Miss Marple“-Filmen mit Margaret Rutherford.
  • Komponist James Bernard war praktisch der Hauskomponist der Hammer-Produktion und vertonte fast alle Horror- und Science-Fiction-Filme der Firma.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Blut für Dracula" (Stand: Tue, Apr 1st 2008, 23:19) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.