Blutmond

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Michael Mann

Drehbuch

  • Thomas Harris

Kamera

  • Dante Spinotti

Schnitt

  • Dov Hoenig

Produzent

  • Richard A. Roth

Musik

  • Michel Rubini

Erscheinungsjahr

1986

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Manhunter

Länge

117Amazon.de: [http://www.amazon.de/Manhunter-Drache-William-L-Petersen/dp/B00005LJBO/sr Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Blutmond ist ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs Michael Mann aus dem Jahr 1986, der auf dem Roman Red Dragon von Thomas Harris basiert und als Vorgänger des Films Das Schweigen der Lämmer gilt. Dabei handelt es sich um eine Co-Produktion von De Laurentiis Entertainment Group (DEG), Red Dragon Productions S.A. und Studio Canal; sie kam am 5. August 1986 in die US-amerikanischen und am 29. Januar 1987 in die deutschen Kinos.

Der Begriff Blutmond: Bei einer Mondfinsternis kommt es zu einer optischen roten Färbung des Himmelskörpers, was als "Blutmond" bezeichnet wird. Dies galt für viele Menschen einst als böses Vorzeichen, es existierten viele Legenden über das Phänomen.

Handlung

Der ehemalige Chef von Profiler Will Graham beim FBI, Jack Crawford, sucht ihn auf, weil Will sein Freund und seine letzte Hoffnung ist, einen wahnsinnigen Serienkiller, der bei jedem Vollmond eine ganze Familie tötet, zu finden und aufzuhalten. Der Täter, den die Presse „Zahnfee“ getauft hat, zerschlägt die Spiegel und benutzt die Scherben, um sie den Opfern in die Augen einzusetzen, damit er sich in ihnen sehen kann. Als Graham die Fotos der grauenhaft ermordeten Familien sieht, entschließt er sich, noch ein letztes Mal für das FBI als Berater tätig zu werden.

Er sagt Crawford seine Hilfe zu und hat die Idee, den n Hannibal Lecter, der ihn einst töten wollte, um Rat zu bitten, damit er ein Profil des kranken Geistes des neuen Serienkillers erstellen kann. Der wiederum nutzt diese Gelegenheit, um sich an Graham zu rächen und hetzt Francis Dollarhyde, der sich hinter der „Zahnfee“ verbirgt, durch einen geschickten Trick auf ihn, um Grahams Familie auszulöschen. Doch Graham und das FBI kommen ihm zuvor und können das schlimmste verhindern. Schon hat Dollarhyde ein neues Opfer gefunden, welches Graham retten muss; schließlich kann er ihn in seinem Haus stellen und erschießen.

Kritik

Lexikon des Internationalen Films: Psychologischer Thriller, der eine suggestive und spannende Kriminalgeschichte erzählt; seinen Reiz bezieht er vornehmlich aus der Konfrontation eines auf höchstem technischem Niveau recherchierenden Polizeiapparates mit einer mit beklemmender Intensität eingefangenen Traumwelt, in der das alltägliche Idyll trügerisch wird. Handwerklich perfekt, schwelgt der Film freilich allzu sehr in glattem, "postmodernem" Design.

Hintergründe

  • Brian Cox spielt den Hannibal Lecktor (dessen Namensänderung gegenüber dem ursprünglichen Hannibal Lecter bis heute unerklärt geblieben ist, genau so wenig wie die falsche Schreibweise Dollarhyde gegenüber Dolarhyde in Harris' Buch) weniger dominant und wird in Manns Verfilmung auch nicht so herausgestellt wie im Remake Roter Drache.


  • Das Haus der Grahams im Film ist in Wirklichkeit das des Künstlers Robert Rauschenberg.


  • Ursprünglich war David Lynch als Regisseur vorgesehen.


  • Die Dreharbeiten mit einem Budget von 15 Millionen US-Dollar begannen am 9. September 1985 unter anderem in Atlanta Georgia, Florida, Chicago Illinois, Santa Cruz , St. Louis Missouri, Washington, D. C. und Wilmington North Carolina in den USA.


Das Bild des Roten Drachen

  • William Blake malte eine ganze Reihe von Bildern, auf denen er den „Roten Drachen“ (seine Vorstellung des Satans) darstellte; zwei davon tragen den Titel „Der Große Rote Drache und die Frau, mit der Sonne bekleidet“. Das erste Bild, das Harris auch im Roman beschreibt, stellt den Drachen über der Frau stehend dar und wird von Francis Dollarhyde bei der Ermordung seiner Opfer nachgeahmt.


  • Im Film zu sehen ist fälschlicherweise das zweite Bild, „Der Große Rote Drache und die Frau, mit der Sonne bekleidet: Der Teufel ist herabgestiegen“, das den Drachen über der Frau kreisend zeigt.


Rezeption

  • Manns Vision des Stoffes kam sowohl bei Kritikern als auch Publikum nicht an, der Film spielte nur rund 10 Millionen Dollar ein und war ein finanzielles Desaster für Produzent De Laurentiis. Kritiker mahnten besonders Manns geändertes Ende gegenüber der Romanvorlage an, wodurch der Film weitgehend ignoriert wurde.


  • Unter vielen Fans gilt Blutmond heute dagegen als Kultfilm und besser als sein Remake.


Quellen



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Blutmond" (Stand: Tue, May 6th 2008, 22:23) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.