Chiko
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Jelica Batarilo als Schwester Jessica
- Toni Varvasoudis als Ari
- Reyhan Şahin als Meryem
- Volkan Özcan als Tibet
- Philipp Baltus als Scholle
- Fahri Ogün Yardim als Curly
- Moritz Bleibtreu
als Brownie
- Agnes und seine Brüder
- Basta – Rotwein oder Totsein
- C(r)ook
- Das Haus der Lerchen
- Deadly Shadows
- Der Fakir
- Der kalte Finger
- Elementarteilchen
- Free Rainer – Dein Fernseher lügt
- Germanikus
- Im Juli
- Knockin’ on Heaven’s Door
- Lammbock – Alles in Handarbeit
- Lola rennt
- Luna Papa
- München
- Mit meinen heißen Tränen
- Solino
- Speed Racer
- Stadtgespräch
- Taking Sides – Der Fall Furtwängler
- Vom Suchen und Finden der Liebe
- Denis Moschitto als Chiko
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Regie
- Özgür Yıldırım
Drehbuch
- Özgür Yıldırım
Produzent
- NDR
Erscheinungsjahr
2008Produktionsland
DeutschlandOriginalsprache
DeutschAltersfreigabe (FSK)
16 JahreInhalt
Der Film handelt von Drogenkriminalität in Hamburg. Im Zentrum der Erzählung stehen Chiko, der Sohn einer türkischen Einwandererfamilie (dargestellt von Denis Moschitto, selbst Kind einer türkisch-italienischen Einwandererfamilie), und dessen bester Freund Tibet. Sie träumen davon, eine große Karriere im Drogenmilieu zu machen und so Ehre und Reichtum zu erlangen. Brownie (Moritz Bleibtreu), ein Musikproduzent, der nebenbei Drogenhandel und Prostitution betreibt, ist selbst schon eine große Nummer auf dem Kiez und führt den Titelhelden, der sich bei ihm Respekt verschafft hat, in die Drogenszene ein. Zunächst sollen Chiko und Tibet für ihn einige Kilo Marihuana verkaufen. Tibet zweigt sich jedoch vom Vorrat etwas ab und verkauft dieses auf eigene Rechnung, was Brownie allerdings erfährt und ihn zur Strafe misshandelt. Chiko will Brownie dafür töten, lässt aber die Gelegenheit dazu verstreichen und nimmt stattdessen Brownies Angebot an, in den weitaus einträglicheren Kokainhandel einzusteigen. Das ist der Beginn eines rasanten Aufstiegs. Chiko leistet sich eine große Wohnung, ein teures Auto, ein eigenes Restaurant. Außerdem entlässt Brownie auf Chikos Bitte sogar die Prostituierte Meryem, in die Chiko sich verliebt hat, aus seinen Diensten, um mit ihr zusammenzuziehen.Tibet hingegen, mit dem Chiko keinen Kontakt mehr hat, lebt immer noch bei seiner Mutter und ist in den Drogensumpf abgestürzt. Dennoch sinnt er auf Rache für das, was Brownie ihm angetan hat. Er lauert Brownie auf und will ihn erschießen, was ihm aber nicht gelingt. Daraufhin verlangt Brownie, der mit dem Schrecken davongekommen ist, von Chiko, Tibet zu töten. Chiko lässt sich zum Schein darauf ein und versteckt Tibet stattdessen bei einem Bekannten. Brownie, der erfährt, dass Tibet noch lebt, schickt seine Schläger zu Tibets Mutter, um von ihr zu erfahren, wo Tibet sich aufhält. Da sie von ihr nichts erfahren, prügeln die Schläger die Frau, die auch für Chiko wie eine Mutter war, zu Tode. Nachdem er Tibet die Nachricht vom Tod seiner Mutter mitgeteilt hat, fährt Chiko zu Brownie und erschießt ihn in Gegenwart von dessen Frau und Kind. Danach fährt er wieder zu Tibet. Bevor Chiko aber seinem Freund, der vor Trauer und Schmerz dem Wahnsinn nahe ist, die Nachricht von der vollzogenen Rache mitteilen kann, zückt Tibet ein Messer und tötet Chiko.
Produktionsdetails
Der Film wurde von Fatih Akıns und s Produktionsfirma Corazon International produziert. Das 1,5 Millionen Euro betragende Budget wurde mit Unterstützung der Hamburger Filmförderung und des NDR bereitgestellt. Für Reyhan Sahin ist es die erste Rolle in einem Spielfilm. Für Regisseur Yıldırım, der zuvor nur preisgekrönte Kurzfilme gedreht hat, ist es sein Langfilmdebüt. Gedreht wurde in Hamburg (u.a. Mümmelmannsberg, Harburg,[1] Billstedt), Hannover und Umgebung.Kritiken
- Mit viel Feingefühl zeichnet Özgür seine Charaktere, die hin- und hergerissen sind zwischen zwei Welten. Nicht zwischen der deutschen und der türkischen, nein. Die Grenze verläuft zwischen Gut und Böse. Zwischen Hasch verticken und die Mutter zur Dialyse fahren, zwischen Zuschlagen und Heulen, zwischen Statussymbolen und Kleinjungenträumen, zwischen Moschee und Plattenbau, zwischen einer Hure und dem ersten Kuss. (Eva Eusterhus in der Welt am Sonntag, 3. Februar 2007)
- Chiko (ist) ein eigenständiger, auf handwerklich hohem Niveau inszenierter Gangsterfilm mit herausragenden, authentischen Darstellern. Eine mit rigoroser Kompromisslosigkeit ausgestattete Milieustudie mit ausreichend Potential, um bei seiner Zielgruppe zum Kultfilm zu avancieren. Eine Stil-sichere Rise-and-Fall Story, perfektes Genre-Kino. (Filmbewertungsstelle Wiesbaden)
- Vielschichtige und atmospärisch dichte Millieustudie mit brillierender Besetzung. (Gordo Simenu, Zelluoid, 4. April 2008)
- Der Film ist ein intensives, kraftvolles und authentisches Drama, welches im Migrantenmilieu spielt. Chiko erinnere oft an Fatih Akins Geniestreich Kurz und schmerzlos aus dem Jahr 1998. Super sei, dass der Film Hamburgflair verströme ohne sattsam bekannte Reeperbahnbilder. (Oliver Noelle in TV-Digital Heft 8 vom 4. April 2008)
Premiere
Der Film wurde erstmals im Februar 2008 auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2008 öffentlich gezeigt, wo er erfolgreich im „Panorama“ lief. Auf dem 13. Filmfestival Türkei/Deutschland 2008 in Nürnberg erhalten Denis Moschitto den Preis als "Bester Darsteller" und Volkan Özcan den "Spezialpreis der Jury" als "Bester Newcomer".Weblink
- Chiko-derfilm.de - Seite zum Film
- Umfangreiche Informationen über „Chiko“ im Produktionsspiegel 2008 der nordmedia
- Zusammenstellung von Pressekritiken zu Chiko auf film-zeit.de (deutsch)
- http://www.welt.de/wams_print/article1627012/Leben_und_leiden_in_Dulsberg.html
- Interview zum Film mit Regisseur Özgür Yildirim auf www.umagazine.de
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Chiko" (Stand:
Tue, May 6th 2008, 20:21)
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