Das Comeback

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Ron Howard

Drehbuch

  • Akiva Goldsman

Kamera

  • Salvatore Totino

Schnitt

  • Mike Hill

Produzent

  • Penny Marshall

Musik

  • Thomas Newman

Erscheinungsjahr

2005

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Cinderella Man

Länge

145 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Das Comeback ist ein Spielfilm des Regisseurs Ron Howard und basiert auf der wahren Geschichte des Boxers Jim Braddock, der als Boxer den Spitznamen Cinderella Man trug.

Handlung

Während der Weltwirtschaftskrise der späten 1920er muss der Boxer Jim Braddock (Russell Crowe) das Boxen wegen wiederholter Niederlagen aufgeben. Dadurch landet er in einer finanziellen Misere, die ihn dazu zwingt, aussichtslose Arbeiten jedweder Art zu übernehmen, um seine Frau Mae (Renée Zellweger) und seine Kinder über Wasser zu halten.

Durch einen glücklichen Zufall bekommt Braddock eines Tages wieder die Chance, in den Ring zu steigen. Zu aller Überraschung gewinnt er den Kampf.

Obwohl seine Hände verwundet sind, gewinnt Jim auch weitere Kämpfe und steigt so zum Held und Hoffnungsträger der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Arbeiterschaft auf. Schließlich gelingt es ihm sogar, den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht, Max Baer, zu besiegen.

Kritik

  • 18/2005: Der Film ist mehr ein sentimentales Familiendrama als die realistische Hinterfragung einer individuellen und gesellschaftlichen Krisensituation. Moralisch vorprogrammiert und dramaturgisch überraschungslos, fesselt er hauptsächlich durch seine hervorragenden Hauptdarsteller.


Darstellung von Max Baer

Der Film wurde insbesondere in den USA für seine geschichtsverzerrende Darstellung des früheren Schwergewichts-Weltmeisters Max Baer stark kritisiert. So wird Baer für das Drehbuch auf Kosten der historischen Authentizität zu einem blutrünstigen Überboxer, der vom Helden der Massen und krassen Außenseiter Jim Braddock bezwungen wird.

Tatsächlich aber kämpfte auch Baer sich während der großen Weltwirtschaftskrise nach zahlreichen Niederlagen mühsam nach oben und war auch nicht der alles überragende Kämpfer, wie er im Film dargestellt wird. Eine derart dominierende Figur sollte erst Box-Legende Joe Louis werden, welcher Max Baer 3 Monate nach dessen Kampf gegen Braddock in der 4. Runde KO schlug und Jim Braddock 1937 den Schwergewichtstitel - durch KO in der 8.- abnahm.

Auch die Darstellung von Baers Charakter ist an einigen Stellen mehr als bedenklich. Wenngleich exzentrisch, war er weder grob unsportlich noch ein emotionsloser Killer. Unterschlagen wird beispielsweise, dass Baer unter dem unglücklichen Totschlag eines seiner Gegner (Frankie Campbell) im Ring sehr stark litt. Der Vorfall war ein großer Bruch in Baers Karriere, von dem er sich sportlich und psychisch nur langsam erholte und durch großzügige Spenden die Kinder des Verstorbenen mit durch das College brachte.

Zudem verwischt der Film den religiös-politischen Hintergrund auf merkwürdige Art und Weise. Baer kämpfte gegen Braddock mit einem deutlich sichtbaren, auf die Hose aufgestickten Davidstern, den er erstmals in einem früheren Kampf gegen Max Schmeling getragen hatte, um seiner Solidarität mit dem jüdischen Volk und Glauben (sein Vater war Jude, er selbst nicht) und zugleich seinem Kampf gegen das nationalistische Regime Hitlers Ausdruck zu verleihen. Der Davidstern wird im Film nur kurz auf der Hose sichtbar.

Auch in Bezug auf Braddocks Manager Joe Gould, der pikanterweise Jude war, wird das Thema Religion ausgeklammert, obwohl gleichzeitig vom impliziten Bildnis des christlichen Arbeiters gegen den jüdischen Lebemann gerne Gebrauch gemacht wird.

Darstellung anderer Boxer

Corn Griffin wird als aufkommender Schwergewichtler "auf dem Weg nach ganz oben" dargestellt, für den Braddock lediglich ein Aufbaugegner sei. Corn Griffin hatte zu diesem Zeitpunkt eine Bilanz von 10 Siegen (6 KO), 4 Niederlagen (2 KO) und 1 Unentschieden. Der Kampf direkt vor Braddock gegen Gordon Fortenberry, einem Boxer mit geradeso ausgeglichener Bilanz endete unentschieden und Griffin war in den letzten 5 Kämpfen 2 mal KO gegangen. (Gegen Buck Everett in der 6. und gegen Bob Godwin in der 4.) Griffin beendete seine Karriere 1936 mit einer Bilanz von 11 Siegen (6 KO), 14 Niederlagen (9 KO) und 1 Unentschieden.

Jimmy Braddock hatte zu diesem Zeitpunkt, anders als im Film behauptet, genau 80 Profikämpfe und hatte einmal (gegen Lou Scozza am 9. November 1932) durch TKO verloren.

Hintergrund

  • Russell Crowe lernte die Grundlagen des Boxens bei einem Experten für den Boxstil der 20er bis 50er Jahre, der sich vom heutigen Boxsport stark unterscheidet. Ebenso analysierte er die Originalaufnahmen der Kämpfe Braddocks und anderer zeitgenössischer Boxer. Ron Howard sagte dazu, dass Crowe akribisch das Boxen studiert habe, so dass er auch nach den Dreharbeiten Sparringskämpfe und Sandsack-Übungen absolvierte. Selbstkritisch und eingedenk seiner früheren Eskapaden pflichtete Crowe selbst bei, dass es schön gewesen sei zu lernen, dass man seine Fäuste auch ohne Aggressionen benutzen kann.


Auszeichnungen

Bei der Verleihung des Golden Globe, die am 16. Januar 2006 stattfand, waren Russell Crowe und Paul Giamatti als beste Darsteller nominiert. Bei der 78. Oscar-Verleihung, die am 5. März 2006 stattfand, war der Film in drei Kategorien nominiert, ging aber, wie schon zuvor bei den Golden Globes, leer aus.

Golden Globe 2006

Nominiert in den Kategorien

  • Bester Hauptdarsteller - Drama (Russell Crowe)
  • Bester Nebendarsteller (Paul Giamatti)


Oscar 2006

Nominiert in den Kategorien

  • Bester Nebendarsteller (Paul Giamatti)
  • Bester Schnitt
  • Bestes MakeUp


Weblinks








Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Das Comeback" (Stand: Fri, May 9th 2008, 14:54) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.