Das Herz ist ein dunkler Wald

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Nicolette Krebitz

Drehbuch

  • Nicolette Krebitz

Kamera

  • Bella Halben

Schnitt

  • Sara Schilde

Produzent

  • Doris J. Heinze

Musik

  • The Whitest Boy Alive

Erscheinungsjahr

2007

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Deutsch

Länge

86 Minuten
Das Herz ist ein dunkler Wald ist ein Film-Drama von Nicolette Krebitz, das in Zusammenarbeit mit dem NDR entstanden ist. Kinostart in Deutschland war der 27. Dezember 2007. Die erste öffentliche Aufführung fand am 27. Oktober 2007 auf den Filmtagen in Hof statt, die Premieren am 18. Dezember 2007 in den Zeise-Kinos in Hamburg und am 19. Dezember im Berliner . Nicolette Krebitz führte Regie, schrieb das Drehbuch, arbeitete mit Sara Schilde am Schnitt und wählte auch die Musik aus.

Handlung

Der Film erzählt aus der Sicht von Marie, einer verheirateten Frau mit zwei Kindern, die eines Tages durch Zufall entdeckt, dass ihr Mann Thomas, ein Musiker, ganz in der Nähe noch eine zweite Familie mit Anna, einer ihrer früheren Freundinnen, hat. Die Handlung verfolgt, wie Marie versucht, mit dieser Entdeckung fertig zu werden, wie sie sich mit Hilfe alter Cassetten und Videos an die positiven Seiten ihrer Beziehung erinnert, wie sie gedemütigt wird und ihr immer mehr der Boden unter den Füßen entgleitet, sie ihren Mann auf ein Konzert verfolgt und sich nicht mehr in der Realität zurecht findet. In Rückblenden ihrer Beziehung, die durch kurze Auftritte auf einer Theaterbühne dargestellt sind, werden Anhaltspunkte für das Entstehen der Situation angeboten, in teils surrealen Szenen gezeigt, wie Marie sich immer stärker ihren Mitmenschen, sogar Gegenständen gegenüber entfremdet. Der radikale Schluss ist nur hörbar, aber eindeutig. Er zeigt Maries Lösung, die auf das klassische Thema der Medea-Geschichte verweist.

Kritik

Der Film wurde von der Kritik überwiegend positiv aufgenommen. Vor allem die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, die eigenständige Bildsprache, die subjektive, sensible Erzählweise der Handlung und das kompromisslose Ende fanden Anerkennung. Teilweise wurde die Darstellung als zu künstlich, die Besetzung der Nebenrollen als zu „starlastig“ kritisiert.











Am 11. Februar 2008 bekamen Nicolette Krebitz (für die Regie) und Bella Halben (für die Kamera) den Spezialpreis der deutschen Filmkritik 2007 für Das Herz ist ein dunkler Wald vom Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) verliehen.Begründung (Auszug): "Unglaublich originell, virtuos und dabei souverän in ihren Mitteln öffnen Krebitz und Halben die Türen in ein anderes Kinoreich, und beweisen filmischen Möglichkeitssinn. Zwischen Surrealität, dunkler Romantik und hell-kühlem Realismus besticht diese Arbeit durch ihre stilistische Spannbreite und den souveränen Umgang mit filmgeschichtlichen Referenzen."

Weblinks



Einzelnachweise





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Das Herz ist ein dunkler Wald" (Stand: Wed, Apr 30th 2008, 03:55) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.