Das süße Jenseits
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Simon Baker als Bear
- Arsinée Khanjian als Wanda Otto
- Maury Chaykin
als Wendell
- Am Highpoint flippt die Meute aus
- Being Julia
- Der mit dem Wolf tanzt
- Der stählerne Adler II
- Die Piratenbraut
- Die Zeit der bunten Vögel
- Ein ganz normaler Held
- Exotica
- Harry & Sohn
- Hostage
- Jagd auf den BTK-Killer
- Jeanne d’Arc – Die Frau des Jahrtausends
- Lebe lieber ungewöhnlich
- Mäusejagd
- Mein Vetter Winnie
- Mr. Destiny
- Owning Mahowny
- Plan B
- Teufel in Blau
- The Art of War
- Varian’s War – Ein vergessener Held
- Verlockende Falle
- What’s Cooking?
- Alberta Watson als Risa Walker
- Tom McCamus als Sam Burnell
- Gabrielle Rose als Dolores Driscoll
- Bruce Greenwood
als Billy Ansel
- Antarctica – Gefangen im Eis
- Ararat
- Being Julia
- Das Vermächtnis des geheimen Buches
- Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit
- Dich kriegen wir auch noch!
- Ein Vater zuviel
- Exotica
- FBI: Schonungslos
- Here on Earth
- Hide and Seek (2000)
- Hollywood Cops
- I, Robot
- I’m Not There
- Im Rennstall ist das Zebra los
- Killing Dreams
- Mit Herz und Hand
- Passagier 57
- Rules – Sekunden der Entscheidung
- Stürmische Liebe – Swept Away
- The Core – Der innere Kern
- The Lost Son
- Thirteen Days
- Wilde Orchidee
- Sarah Polley
als Nicole Burnell
- Beowulf & Grendel
- Chicago Blues
- Das geheime Leben der Worte
- Das Gewicht des Wassers
- Das Mädchen und der Fotograf
- Das Reich und die Herrlichkeit
- Dawn of the Dead (2004)
- Die Abenteuer des Baron Münchhausen
- Don’t Come Knocking
- EXistenZ
- Exotica
- Go (1999)
- John Adams (Miniserie)
- Mein Leben ohne mich
- Mr. Nobody
- The I Inside – Im Auge des Todes
- Ian Holm
als Mitchell Stephens
- 18 Stunden bis zur Ewigkeit
- Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
- Beautiful Joe
- Big Night
- Brazil
- Brüll den Teufel an
- Chromophobia
- D-Day – Entscheidung in der Normandie
- Dance with a Stranger
- Das fünfte Element
- Der Herr der Ringe: Die Gefährten
- Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
- Die Prophezeiung
- Die Stunde des Siegers
- Eine andere Frau
- EXistenZ
- From Hell
- From Hell
- Garden State
- Hamlet (1990)
- Henry V.
- Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß
- Jesus von Nazareth
- Kafka
- King George – Ein Königreich für mehr Verstand
- Lebe lieber ungewöhnlich
- Lord of War – Händler des Todes
- Maria Stuart, Königin von Schottland
- Marschier oder stirb
- Mary Shelleys Frankenstein
- Nacht über Manhattan
- Naked Lunch
- Nikolaus und Alexandra
- Robin und Marian
- S.O.S. Titanic
- The Day After Tomorrow
- The Treatment
- The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
- Time Bandits
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Regie
- Atom Egoyan
Drehbuch
- Atom Egoyan
Kamera
- Paul Sarossy
Schnitt
- Susan Shipton
Produzent
- Camelia Frieberg
Musik
- Jane Siberry
Erscheinungsjahr
1997Produktionsland
KanadaOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
The Sweet HereafterLänge
ca. 107 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
Das Drama variiert das Grundmotiv der Sage des Rattenfängers von Hameln. Die Kinder eines Ortes sterben im Gefolge einer Leitfigur, in diesem Falle einer Busfahrerin. Der Schulbus kommt eines Tages plötzlich von der Straße ab, fährt auf einen zugefrorenen See, bricht ein und versinkt. Nur die Fahrerin Dolores und die älteste Schülerin Nicole Burnell überleben. Mit einem Schlag hat die kanadische Gemeinde Sam Dent fast alle ihre Kinder verloren. Der Familienvater Billy Ansel, der es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, täglich eine Weile hinter dem Bus herzufahren und dabei seinen eigenen Kindern auf der Rückbank des Busses zu zuwinken, wird ein hilfloser Zeuge dieser Trägodie.Die trauernden Hinterbliebenen erhalten Besuch von einem energisch wie vordergründig einfühlsam auftretenden Anwalt. Mitchell Stephens hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihrem Schmerz und „Zorn eine Richtung zu geben“. Er möchte sie vertreten und schützen „vor einer Batterie von Anwälten“ auf der Gegenseite, die nur darauf aus seien, die Schmerzensgeldzahlungen an die Eltern herabzumindern. Zögerlich gehen nur einige der verbitterten Eltern auf die beharrlichen Überzeugungsversuche des Anwalts ein. Schnell wird durch Telefongespräche des Anwalts mit seiner Tochter klar, dass er selbst schon lange seine drogensüchtige Tochter verloren hat und damit eigene Gefühle verarbeitet. Er erzählt während einer Flugreise einer Bekannten von seinem zermürbenden Kampf, seine Tochter zurückzugewinnen, doch am Ende weiß der Zuschauer, alle Mühe war umsonst.
Am Ende scheitern auch seine Bemühungen beim Busunglück am Widerstand der Gemeinde und nur scheinbar wegen Nicoles Aussage. Man möchte unter sich bleiben, sich lieber gegenseitig helfen wie bisher und nicht noch einmal sinnlos vor Gericht ihren Kummer vertiefen.
Der Film besticht durch wunderbare Landschaftsaufnahmen (z. T. mit Helikopter) schneebedeckter Berge, lange ruhige Einstellungen und eine behutsame, poetisch-musikalische Untermalung. Wie ein roter Faden durchzieht die Erzählerstimme von Nicole mit der Sage vom Rattenfänger von Hameln den Fortgang des Films. Die Kamera nimmt dabei close ups von den schönen Illustrationen s in einem alten Bilderbuch, während Nicole dieses den Kindern von Billy Ansel als Gutenachtgeschichte vorliest. Eine weitere Bedeutungsebene des Films behandelt die unausgesprochene Frage, wie ein funktionierendes und harmonisches Zusammenleben möglich ist und wie rasch es zusammenbrechen kann. U. a. wird dies deutlich am Kontrast durch die örtlichen „Hippie“-Eltern, den Ottos, die sich besonders liebevoll um ihren Sohn kümmerten. Hier nehmen Hippies einmal keine Außenseiterrolle in einem Gemeinwesen ein, sondern sie werden geachtet von ihren Nachbarn, und stellen eine Vorzeige-Familie dar. Der Filmtitel spielt auf das an, was die Kinder von Hameln an Wunderbarem im Berg sehen durften.
Kritiken
- Die Zeitschrift Cinema bezeichnete den Film als schmerzhaftes Drama, bitter wie heilsam und als Meisterwerk. Zeitschrift Cinema
- Dirk Jasper FilmLexikon: „'Das süße Jenseits' ist ein bewegender Film über Verlust und Trauer und die Verantwortung, die wir alle für das Schicksal unserer Kinder tragen.“ Dirk Jasper FilmLexikon
- Lexikon des internationalen Films: „Ein intensiver, eindringlicher Film über Verlust und Leid, der als Lehrbuch in Sachen überlebenswichtiger Trauerarbeit verstanden werden kann. Trotz des bewegenden Themas hält die sehr artifizielle Machart den Zuschauer zugleich auf eine gewisse Distanz und ermöglicht ihm so eine weitgehend emotionsfreie Auseinandersetzung mit existentiellen Sinnfragen. (Kinotipp der katholischen Filmkritik)“ Lexikon des internationalen Films
- James Berardinelli: „Film kann kraftvoller nicht sein: Ein Drama, das die Seele erschüttert, und doch ganz frei von jeder Spur der Manipulation, Sentimentalität oder Süßlichkeit.“ James Berardinelli
2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm diesen Film in ihre Liste mit auf.
Auszeichnungen
Das süße Jenseits erhielt unter anderem folgende Auszeichnungen:- Bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1997 ausgezeichnet mit: Großer Preis der Jury, FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik, Preis der Ökumenischen Jury. Nominiert für die Goldene Palme.
- Der Film erhielt 1998 zwei Nominierungen für den Oscar: Beste Regie und Bestes Adaptiertes Drehbuch.
- 7 Genie Awards und 9 Nominierungen 1997.
- Independent Spirit Awards 1998: Bester ausländischer Film.
- BSFC-Award 1997: Beste Nebendarstellerin.
- Toronto International Film Festival 1997 für Atom Egoyan.
- Goldene Ähre der Semana Internacional de Cine de Valladolid 1997.
- National Board of Review 1997: Beste schauspielerische Leistung eines Ensembles.
- Der Film wurde im Jahr 2004 beim Toronto International Film Festival an die dritte Stelle der Liste der zehn besten kanadischen Filme aller Zeiten gewählt.
Literatur
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Weblinks
Einzelnachweise
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Das süße Jenseits" (Stand:
Tue, May 6th 2008, 06:16)
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