Dead Man
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Jared Harris als Benmont Tench
- Billy Bob Thornton
als Big George Drakoulious
- Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende
- Apostel!
- Armageddon – Das jüngste Gericht
- Astronaut Farmer
- Bad Santa
- Banditen!
- Behind the Badge – Mord im Kleinstadtidyll
- Blood in, Blood out – Verschworen auf Leben und Tod
- Daddy and them – Durchgeknallt in Arkansas
- Der Date Profi
- Die Bären sind los (2005)
- Ein (un)möglicher Härtefall
- Ein einfacher Plan
- Ein unmoralisches Angebot
- Fahr zur Hölle Hollywood
- Friday Night Lights – Touchdown am Freitag
- Harry & Kit – Trouble Bound
- Homegrown
- Levity
- Mit aller Macht
- Monster’s Ball
- Mr. Woodcock
- One False Move
- Tatsächlich … Liebe
- The Man Who Wasn’t There
- Turbulenzen – und andere Katastrophen
- U-Turn – Kein Weg zurück
- Waking Up in Reno
- Gabriel Byrne
als Charlie Dickinson
- Am Ende der Gewalt
- Betty und ihre Schwestern
- Buffalo Girls
- Codename: Nina
- Cool World
- Das Ende – Assault on Precinct 13
- Der Staatsfeind Nr. 1
- Die üblichen Verdächtigen
- Die unheimliche Macht
- Emotional Arithmetic
- End of Days – Nacht ohne Morgen
- Excalibur
- Fräulein Smillas Gespür für Schnee
- Gestrandet
- Ghost Ship
- Gothic
- Heißes Spiel in Las Vegas
- Jindabyne – Irgendwo in Australien
- Last of the High Kings
- Miller’s Crossing
- P.S. – Liebe auf Anfang
- Played – Abgezockt
- Shade
- Siesta
- Spider
- Stigmata
- The Bridge of San Luis Rey
- Vanity Fair (2004)
- Iggy Pop als Salvatore "Sally" Jenko
- Robert Mitchum
als John Dickinson
- Der endlose Horizont
- Der längste Tag
- Der letzte Tycoon
- Der Seemann und die Nonne
- Der Weg nach Westen
- Die Geister, die ich rief
- Die Nacht des Jägers
- Dreißig Sekunden über Tokio
- Ein Köder für die Bestie
- El Dorado
- Engelsgesicht
- Fahr zur Hölle, Liebling
- Fluß ohne Wiederkehr
- Goldenes Gift
- Immer mit einem anderen
- In den Klauen des Frauenmörders
- Kap der Angst
- Ryans Tochter
- Schlachtgewitter am Monte Cassino
- Verfolgt (1947)
- John Hurt
als John Scholfield
- 12 Uhr nachts – Midnight Express
- 1984 (1984)
- Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
- Contact (1997)
- Corellis Mandoline
- Das Osterman Weekend
- Dave – Zuhaus in allen Betten
- Der Elefantenmensch
- Der Herr der Ringe (1978)
- Der verbotene Schlüssel
- Die Profikiller
- Dogville
- Ein Mann zu jeder Jahreszeit
- Even Cowgirls Get the Blues
- Harry Potter und der Stein der Weisen
- Heaven’s Gate
- Hellboy
- Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
- Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
- King Ralph
- Lost Souls – Verlorene Seelen
- Lost Souls – Verlorene Seelen
- Manderlay
- Miranda (2002)
- Mit dem Wind nach Westen
- Owning Mahowny
- Rob Roy
- Shooting Dogs
- Taran und der Zauberkessel
- Unten am Fluß
- V wie Vendetta
- Wild Bill
- You Are Dead
- Michael Wincott
als Conway Twill
- 1492 – Die Eroberung des Paradieses
- Alien – Die Wiedergeburt
- Attentat auf Richard Nixon
- Basquiat
- Before Night Falls
- Before Night Falls
- Die drei Musketiere (1993)
- Im Netz der Spinne
- Metro – Verhandeln ist reine Nervensache
- Monte Cristo
- Robin Hood: König der Diebe
- Seraphim Falls
- Strange Days
- Talk Radio
- The Crow – Die Krähe
- The Doors
- What Just Happened?
- Lance Henriksen
als Cole Wilson
- Alien 3
- Alien vs. Predator
- Aliens – Die Rückkehr
- Color of Night
- Damien – Omen II
- Das Halloween Monster
- Das Messer
- Deathly Weapon
- Der Stoff, aus dem die Helden sind
- Drei Wege in den Tod
- Flucht aus Absolom
- Harte Ziele
- Hellraiser: Hellworld
- Jennifer 8
- Johnny Handsome – Der schöne Johnny
- Madhouse – Der Wahnsinn beginnt
- Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis
- Powder
- Prince of the City
- Pumpkinhead: Blutfehde
- Schneller als der Tod
- Scream 3
- Supernova – Wenn die Sonne explodiert
- Tarzan (1999)
- Terminator
- The Mangler 2
- Unheimliche Begegnung der dritten Art
- Crispin Glover
als Train Fireman
- 3 Engel für Charlie
- 3 Engel für Charlie – Volle Power
- Auf kurze Distanz
- Chasers – Zu sexy für den Knast
- Die Aufsässigen
- Die Legende von Beowulf
- Die Zeit der bunten Vögel
- Even Cowgirls Get the Blues
- Fantastic Movie
- Fast Sofa
- Freitag der 13. Teil IV – Das letzte Kapitel
- Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
- Larry Flynt – Die nackte Wahrheit
- Like Mike
- Nurse Betty
- Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula
- Zurück in die Zukunft
- Gary Farmer als Nobody
- Johnny Depp
als William Blake
- Arizona Dream
- Before Night Falls
- Before Night Falls
- Benny und Joon
- Blow
- Cannes Man
- Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)
- Chocolat – Ein kleiner Biss genügt
- Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche
- Cry-Baby
- Das geheime Fenster
- Die Frau des Astronauten
- Die neun Pforten
- Don Juan DeMarco
- Ed Wood
- Edward mit den Scherenhänden
- Fear and Loathing in Las Vegas
- Fear and Loathing in Las Vegas
- Fluch der Karibik
- Fluch der Karibik
- Fluch der Karibik 3
- From Hell
- From Hell
- Gegen die Zeit
- Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
- Happy End mit Hindernissen
- In stürmischen Zeiten
- Irgendwann in Mexico
- Joe Strummer: The Future Is Unwritten
- L.A. Without a Map
- Lost in La Mancha
- Marc Forster – Von Davos nach Hollywood
- Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
- Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
- Platoon
- Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen
- Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
- The Brave
- The Libertine
- Wenn Träume fliegen lernen
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Regie
- Jim Jarmusch
Drehbuch
- Jim Jarmusch
Kamera
- Robby Müller
Schnitt
- Jay Rabinowitz
Produzent
- Demetra J. MacBride
Musik
- Neil Young
Erscheinungsjahr
1995Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
Dead ManLänge
116 MinutenAltersfreigabe (FSK)
16 JahreHandlung
Der Film beschreibt die letzten Tage des jungen William Blake, der 1876 mit dem Zug von Cleveland in den Westen reist, um eine Stelle als Buchhalter anzutreten. Der Zielort heißt „Machine“, er ist die Endstation der langen Bahnstrecke. Am Ende der Straße des völlig heruntergekommenen Ortes liegt die riesige Fabrik, bei der Blake seine Stelle antreten will. Man jagt ihn jedoch davon, da der Posten inzwischen vergeben ist. Er trifft auf die ehemalige Prostituierte Thel und übernachtet bei ihr. Deren Ex-Verlobter erscheint und erschießt sie, weil sie gesteht, ihn nie geliebt zu haben. Der Schuss trifft auch Blake und verwundet ihn. Blake erschießt daraufhin – nach mehreren unbeholfenen Versuchen – den Mann und flieht. Der Mann, den Blake erschossen hat, ist der Sohn des Fabrikbesitzers, der jäger auf den Mörder ansetzt.Ein indianischer Einzelgänger namens „Nobody“ findet den bewusstlos zusammengebrochenen Blake und behandelt ihn. Er kann die Kugel, die in Blakes Brust steckt, jedoch nicht entfernen. Nobody erzählt Blake seine Lebensgeschichte: Weiße hätten Nobody im Kindesalter als Jahrmarktsattraktion nach Europa verschleppt. Nobody hat einen weiteren Namen, was in der Übersetzung aus dem Indianischen „der, der viel redet und nichts sagt“ bedeutet. Nobody hält Blake für eine Reinkarnation des englischen Malers und Dichters William Blake, den er verehrt. Die Verfolger werden immer zahlreicher, weil die ausgesetzte Belohnung stetig steigt. Nobody und er behaupten sich auf ihrer Flucht erfolgreich gegen Verfolger und Wegelagerer – Blake mit mehr Glück als Verstand, die Personen, die er auf seiner Flucht ermordet, erschießt er häufig unabsichtlich. Zudem hat Nobody ihm die Brille gestohlen. Dabei wird aus dem biederen, naiven Buchhalter ein mehrfacher und im Laufe der Zeit auch kaltblütiger Mörder. Kurz bevor die beiden sich von den Verfolgern absetzen und eine große Indianerfestung erreichen, verletzt abermals eine Gewehrkugel Blake. Die Indianer versorgen den Verwundeten nicht, denn Nobody sieht seine Aufgabe nun darin, den vermeintlichen Dichter ins Jenseits zurückzubringen. Zudem wird Blake durch die Verletzungen immer schwächer, er beginnt zu halluzinieren. Nobody bettet Blake in ein Kanu und schiebt ihn aufs offene Meer. Blake, kaum mehr bei Bewusstsein, ist zum Widerstand zu schwach und fügt sich in sein Schicksal. Der letzte überlebende Verfolger erreicht den Strand. Seine Schüsse verfehlen den davontreibenden Blake. Der Verfolger und Nobody erschießen einander gegenseitig.
Interpretationen
- Der Name „Nobody“ könnte auf William Blakes Gedicht To Nobodaddy anspielen, welches im Film ausschnittsweise rezitiert wird.
- Die filmischen Bilder zeigen eine große Nähe zur Gedankenwelt Franz Kafkas. Der Protagonist ist hier wie dort ein Getriebener. Ihm widerfährt ein Geschick, d. h. er lauscht auf sein Innenleben und versäumt dabei, sich wirksam gegen seine Verfolger und Widersacher durchzusetzen und einen erfolgsträchtigen Lebensweg zu finden. Er bleibt immer im Suchen und Träumen stecken, wie sehr viele Figuren Kafkas (Josef K., Der Kübelreiter, Der Schlag ans Hoftor ...). Besonders die Erzählung Der Jäger Gracchus, in der der Jäger, ohne Vampir oder dergleichen zu sein, auf unabsehbare Zeit in einem Kahn auf den Wassern dahintreibt wie Der fliegende Holländer, findet starke Entsprechung in den Endsequenzen dieses eigenartig schönen, mythologischen Filmkunstwerks.
- Von der Erzählhaltung und Stimmungslage her sind auch starke Anklänge an filmische Arbeiten des Finnen Aki Kaurismäki vorhanden. Namentlich der Film Der Mann ohne Vergangenheit (2002) hat Äquivalenzen, ebenso wie Schatten im Paradies (Varjoja paratiisissa, 1986) und Wolken ziehen vorüber (Kauas pilvet karkaavat, 1996). Gemeinsam ist dabei z.B., dass nur scheinbar Einzelschicksale erzählt werden, tatsächlich aber ein ganzes Tableau oder Sittenbild, wie man das früher nannte, der Epoche aufleuchtet, was gewollt ist. Dabei wird das Ganze kunstvoll in ein mythologisierendes Licht getaucht, wo zwischen wirklich und unwirklich nur noch vage zu unterscheiden ist. Manche Filme der neuen Berliner Schule, etwa Christian Petzolds Gespenster (2004) oder Christoph Hochhäuslers Milchwald (2003) haben eine ähnliche Themenwahl, die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt einzufangen und sichtbar werden zu lassen, sind dabei aber ungleich deutlicher an soziale und sozialpsychologische Sachverhalte einer bestimmten, gegenwärtigen europäischen Region (Berlin, Ostdeutschland, Polen-Grenze) gebunden.
- Inwiefern man Dead Man hinsichtlich seiner Bedeutung für das Western-Genre untersuchen und interpretieren sollte, ist umstritten. Die bisweilen geäußerte Vermutung, dass es sich bei dem Film um einen gezielten Antiwestern handelt, ist jedenfalls unzutreffend. Jim Jarmusch reizte das Western-Format nach eigener Aussage eher als geeignetes Grundgerüst für seinen Erzählstil: "The 'western' as a genre is very open to metaphor and has deep roots in classical narrative forms. [1] I have to admit [2] that Dead Man is not a traditional 'western' - the genre was really only used as a point of departure." (Der Western als Genre ist ein dankbarer Boden für Metaphern und hat tiefe Wurzeln in klassischen Erzählformen. [3] Ich muss zugeben, dass Dead Man kein herkömmlicher Western ist - das Genre wurde wirklich nur als ein Ausgangspunkt verwendet.)http://www.nytrash.com/deadman/deadjj.html#2
Auszeichnungen
Der Film erhielt unter anderen 1996 den Europäischen Filmpreis als bester nichteuropäischer Film des Jahres. Er nahm außerdem am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1995 teil.Filmkritiken
- Lexikon des internationalen Films: Ein stilistisch und dramaturgisch mehrfach gebrochener Film, der Elemente des Westerns zu einer Art metaphysischer Reise benutzt. In schönen Schwarzweiß-Bildern und mit einem ungewöhnlichen Soundtrack schafft der Film eine dichte Atmosphäre, setzt sie aber durch eine distanzierende Inszenierung mit "naiver" Komik wiederholt außer Kraft. Dead Man im Lexikon des Internationalen Films
- Jarmusch bleibt also trotz des ungewohnten Genres seinem wunderbar lakonischen Stil und der Idee der interkulturellen Konfrontation treu. Wie in allen seinen Filmen treffen auch in Dead Man Leute mit unterschiedlichen kulturellen Lebenserfahrungen aufeinander, woraus sich immer wieder eine äußerst menschliche Komik entwickelt. (Max Herrman im Filmmagazin artechock) Kritik im Filmmagazin artechock
- Stefan Strucken schreibt in Filmrezensionen.de, er beurteile Dead Man als stimmigen, perfekten und ungewöhnlichen Western. Unnötige Brutalität, überflüssige Slapstickeinlagen und zum Teil überflüssige Dialoge trübten allerdings das Gesamtbild. Kritik von Dead Man auf filmrezension.de
- Roger Ebert war enttäuscht von dem Film, er konnte keinen Sinn in ihm entdecken, schreibt er in seiner Rezension in der Chicago Sun-Times. Dead Man sei langsam, fremdartig und keinesfalls lohnend. Roger Ebert in der Chicago Sun-Times über Dead Man
Soundtrack
Der Soundtrack trägt wesentlich zu der magischen, oft tranceartigen und stark soghaften Wirkung des Films bei und entstand, als Neil Young im Studio den geschnittenen Film sah und dazu improvisierte. Er verwendete hauptsächlich elektrische und akustische Gitarre, Piano und Orgel. Der Soundtrack besteht aus 13 Tracks, von denen einige Dialoge aus dem Film enthalten, inklusive Johnny Depp, welcher Gedichte von William Blake zitiert.Sonstiges
Im Vorspann taucht ein Fehler auf: anstatt Billy Bob Thornton steht dort Billy Bob Thorton.Quellen
Weblinks
- Artikel über den Film auf William-Blake.de
- Englischsprachiger Essay über Dead Man
- Sechs Fragen zu Dead Man - Ein Interview mit Jim Jarmusch (engl.)
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Dead Man" (Stand:
Thu, May 8th 2008, 07:58)
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