Dead Man Walking – Sein letzter Gang

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Tim Robbins

Drehbuch

  • Helen Prejean

Kamera

  • Roger Deakins

Schnitt

  • Lisa Zeno Churgin

Produzent

  • Working Title Films

Musik

  • Patti Smith

Erscheinungsjahr

1995

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Dead Man Walking

Länge

122 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Dead Man Walking – Sein letzter Gang ist ein US-amerikanischer Spielfilm (1995), der sich mit dem Thema Todesstrafe auseinandersetzt. Das mit einem Budget von 11 Millionen Dollar unter Regie von Tim Robbins entstandene Drama kam am 11. April 1996 in deutsche Kinos.

Der Film basiert auf authentischen Begebenheiten, die die Ordensschwester Helen Prejean in ihrem Buch Dead Man Walking – Sein letzter Gang schildert. Der Film kombiniert zwei wirkliche Straffälle, um einen tiefgreifenderen Handlungsablauf zu erreichen.

Das Buch war auch die Vorlage für die gleichnamige Opernfassung von Jake Heggie und Terrence McNally, die 2000 in San Francisco uraufgeführt wurde. Die europäische Premiere fand am 7. Mai 2006 in der Dresdner Semperoper statt.

Hintergrund

Dead Man Walking ist der US-amerikanische Ausdruck, wenn ein zum Tode Verurteilter aus seiner Zelle zum Hinrichtungsraum geführt wird. In der deutschen Fassung wurde dieser Ausdruck an der Stelle, wo er im Film vorkommt (aber nicht der Filmtitel selbst) übersetzt mit „Toter Mann kommt“. In den USA wurde das Motiv des Begriffs „Dead Man Walking/Toter Mann kommt“ bereits bei vielen Bands in Songs verwendet, z. B. bei 1994 bei Body Count / Ice-T mit dem Song „Dead Man Walking“ (Born Dead LP).

Handlung

Sechs Jahre sitzt Matthew Poncelet schon aufgrund eines mit einem Komplizen begangenen Mordes an einem Paar in der Todeszelle, als er sich angesichts des heranrückenden Hinrichtungstermins an die Nonne Helen Prejean wendet, damit diese eine erneute gerichtliche Untersuchung erwirkt.Helen nimmt zu ihm Kontakt auf und besucht ihn. Dabei findet sie zu ihrer Überraschung einen arroganten, sexistischen, rassistischen und von jeglicher Reue weit entfernten Menschen vor, der weiterhin seine Unschuld beteuert.Zwischen den beiden entwickelt sich eine immer intensiver werdende Beziehung und Helen versucht zu erreichen, dass die Strafe in lebenslange Haft umgeändert wird.Bei ihren Bemühungen lernt sie sowohl die Angehörigen der Opfer als auch die des Täters näher kennen. Dabei werden Menschen gezeigt, die nach Gerechtigkeit verlangen und die Bemühungen der Nonne mit Unverständnis und Ablehnung betrachten, aber auch das Leben der mit dem Täter verbundenen Menschen wird beleuchtet.Poncelet begibt sich auf einen langen, äußerst schmerzhaften Weg der eigenen Wahrheitsfindung, an dessen Ende das Eingeständnis der eigenen Tat steht und quasi im Augenblick des Todes durch die Giftspritze die Bitte um Vergebung an die Angehörigen der Opfer ergeht.Der Film wurde vielfach als Appell gegen die Todesstrafe verstanden – die äußerste Auseinandersetzung Poncelets mit seiner Tat wird jedoch letztlich erst in der unausweichlichen Konsequenz seiner Hinrichtung erreicht. So entlässt der Film den Zuschauer ohne eine einfache Antwort.

Kritiken

{{zitat|Keine Polemik für oder gegen die Todesstrafe, sondern eine mit äußerster künstlerischer Konzentration und sparsamen filmischen Mitteln erzielte Bewußtmachung der geistigen und geistlichen Hilfsbedürftigkeit auf beiden Seiten, der des Täters und der seiner Opfer. Der Versuch, der ‚Komplexität der Dinge‘ näherzukommen, führt unmerklich in eine spirituelle Dimension, die den Film von dem meisten unterscheidet, was heute aus Hollywood in unsere Kinos kommt.
||Lexikon des internationalen Films/Kinotipp der katholischen Filmkritik {{internetquelle|autor=Filmdienst|hrsg=SevenOne Intermedia GmbH|url=http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlexikon/ergebnisse/index.php?filmnr=67558|titel=Dead Man Walking - Sein letzter Gang|werk= Filmlexikon|zugriff-tag=27|zugriff-monat=März|zugriff-jahr=2008}}}}
{{Zitat|Das überzeugende Plädoyer gegen die Todesstrafe lässt auch deren Befürworter zu Wort kommen. [1] Fazit: Klug, differenziert und ungemein intensiv||Cinema {{internetquelle
|autor=Cinema|url=http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=354284|titel=Dead Man Walking|werk=www.cinema.de|zugriff-tag=27|zugriff-monat=März|zugriff-jahr=2008}}}}
{{Zitat|Durch Technik soll garantiert werden, daß man dem Menschen, den man umbringt, dabei doch bestimmt kein bißchen weh tut. [2] Wer sich den Film ansieht, weiß ein für allemal, wie das geht [3]||Der Spiegel {{internetquelle
|autor=|hrsg=|url=http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=8907400&top=SPIEGEL|format=|sprache=|titel=Du sollst nicht töten|kommentar=|werk=Der Spiegel 14/1996, S. 218 f|datum=|datum-tag=1|datum-monat=April|datum-jahr=1996|zugriff=|zugriff-tag=27|zugriff-monat=März|zugriff-jahr=2008|zitat=}}}}
{{Zitat|‚Dieser Film veredelt das Filmemachen.‘ [4] Die schauspielerischen Darbietungen in diesem Film sind über jeden Vergleich erhaben, [5]|Roger Ebert {{internetquelle
|autor=Roger Ebert|url=http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/19960112/REVIEWS/601120301/1023|sprache=englisch|titel=Dead Man Walking|werk=rogerebert.com|datum=|datum-tag=12|datum-monat=Januar 1996|datum-jahr=|zugriff=|zugriff-tag=27|zugriff-monat=März|zugriff-jahr=2008|zitat=‚This film ennobles filmmaking.‘ [6] The performances in this film are beyond comparison, [7]}}}}

Auszeichnungen

Oscarverleihung 1996
  • Beste Hauptdarstellerin: Susan Sarandon
  • Nominierung bester Hauptdarsteller: Sean Penn
  • Nominierung beste Regie: Tim Robbins
  • Nominierung bester Titelsong: Bruce Springsteen


Berlinale 1996

Der Film nahm am Wettbewerb der Berlinale 1996 teil. Sean Penn erhielt einen Silbernen Bären für seine darstellerische Leistung. Tim Robbins erhielt den Preis der Ökumenischen Jury (Wettbewerb).

David di Donatello Awards 1996
  • Beste ausländische Schauspielerin: Susan Sarandon


Independent Spirit Awards 1996
  • Bester Hauptdarsteller: Sean Penn


Screen Actors Guild Awards 1996
  • Beste Hauptdarstellerin: Susan Sarandon


Humanitas-Preis 1996
  • Kategorie Spielfilm: Tim Robbins


Political Film Society 1997
  • PFS Award für Exposé


Chlotrudis Awards 1996
  • Bester Film
  • Bester Hauptdarsteller: Sean Penn
  • Beste Hauptdarstellerin: Susan Sarandon


Literatur

  • {{Literatur
|Autor=Helen Prejean|Titel=Dead man walking : sein letzter Gang|Verlag=Goldmann|Ort=München|Jahr=2002|ISBN=3-442-55265-6|Kommentar=Aus dem Amerikan. von Susanne Walter}}

Weblinks

Einzelnachweise





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Dead Man Walking – Sein letzter Gang" (Stand: Tue, May 6th 2008, 06:29) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.