Der Aal
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Filminfo
Darsteller
- Etsuko Ichihara als Fumie Hattori
- Tomorowo Taguchi als Eiji Dojima
- Mitsuko Baisho als Misako Nakajima
- Sho Aikawa als Yuji Nozawa
- Akira Emoto als Tamotsu Takasaki
- Fujio Tsuneta als Jiro Nakajima
- Kōji Yakusho als Takuro Yamashita
- Misa Shimizu als Keiko Hattori
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Regie
- Shōhei Imamura
Drehbuch
- Motofumi Tomikawa
Kamera
- Shigeru Komatsubara
Schnitt
- Hajime Okayasu
Produzent
- Hiso Ino
Musik
- Shinichirō Ikebe
Erscheinungsjahr
1997Produktionsland
JapanOriginalsprache
JapanischOriginaltitel
UnagiLänge
110 MinutenAltersfreigabe (FSK)
16 JahreHandlung
Der Tokioter Büroangestellte Takuro Yamashita erhält anonyme Briefe, in denen seine Frau des Ehebruchs bezichtigt wird. Im Sommer 1988 geht er zum Angeln, kehrt jedoch früher als erwartet zurück, um nachzuprüfen, ob seine Frau wirklich mit anderen Männern schläft. Als sich der Inhalt der Briefe als wahr herausstellt, ersticht er seine Frau und stellt sich der Polizei.Acht Jahre später wird er auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Im Gefängnisteich hatte er einen Aal gehalten, der zu einem Gesprächspartner und Freund geworden ist. Yamashita renoviert einen verlassenen Friseursladen in einer ländlichen Gegend und arbeitet fortan als Friseur. Als er für seinen Aal, den er aus dem Gefängnis mitgenommen hat und nun in einem Aquarium hält, im Sumpf nach Futter sucht, sieht er eine Frau bewusstlos am Ufer liegen. Die Frau, die ihn an seine Frau erinnert, wollte sich umbringen. Yamashita stellt Keiko, so der Name der Frau, in seinem Friseurssalon an. Durch sie wird der Laden erfolgreicher. Keiko verliebt sich in Yamashita und will sich ihm nähern. Dieser lehnt sie jedoch ab.
Ein bekannter Gefängnisinsasse Yamshitas hat in der Gegend, in der Yamashita lebt und seinen Salon betreibt, einen Job als Müllmann. Er ist neidisch auf Yamashitas scheinbares Glück mit Keiko und seinem Friseursalon und versucht, Yamshita damit zu erpressen, Keiko und anderen zu erzählen, dass er seine Ehefrau ermordet und deswegen eine Haftstrafe verbüßt hat. Er erzählt Keiko von Yamashitas Vergangenheit und versucht vergeblich, sie zu vergewaltigen.
Keiko ist von ihrem Ex-Freund schwanger, der es vor allem auf das Geld ihrer geistig verwirrten Mutter abgesehen hat. Die 34-Jährige will abtreiben. Yamashita erzählt Keiko selbst von seiner Vergangenheit.
Keiko geht auf die Bank, bei der ihr Ex-Freund tätig ist und bei der das Geld ihrer Mutter angelegt ist. Sie holt das Geld. Der Ex-Freund geht wütend zu Yamashita und will wissen, wo Keiko und das Geld sind. Eine Schlägerei bricht aus und die Polizei wird gerufen. Auch Keiko stößt hinzu und offenbart, dass sie von Yamashita schwanger sei.
Yamashita muss für ein weiteres Jahr ins Gefängnis. Vorher rät er Keiko noch, dass sie nicht abtreiben solle, da er sich gemeinsam mit ihr um das Kind kümmern werde. Ihm ist inzwischen klar geworden, dass es die Briefe, die ihm von der Untreue seiner Frau berichtet haben, nicht gegeben hat. Er setzt den Aal ins Meer aus.
Rezeption
Der Film war am 12. Mai 1997 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes zu sehen. Im Wettbewerb desselbigen, einem der bedeutendsten weltweit, um die Goldene Palme als bester Film ging Der Aal gemeinsam mit Abbas Kiarostamis Der Geschmack der Kirsche als Sieger hervor. Shōhei Imamura hatte bereits 1983 für Die Ballade von Narayama einmal die Goldene Palme gewonnen.In die japanischen Kinos kam der Film am 24. Mai 1997. Zwar wurde er kein großer kommerzieller Erfolg, doch stand er in der Gunst der Kritiker. Bei der Verleihung der Japanese Academy Awards 1998 war der Film vierzehnmal nominiert, darunter als Bester Film, und siegreich in drei Kategorien. Kōji Yakusho erhielt für seine Darstellung den , den Hochi Film Award, den Blue Ribbon Award und den Japanese Academy Award. Shōhei Imamura wurde mit dem Regiepreis beim Mainichi-Filmwettbewerb und mit einem Japanese Academy Award für die Beste Regie ausgezeichnet. Trotz ihrer eher unbedeutenden Rolle als Frau des Bewährungshelfers Yamashitas erhielt auch Mitsuko Baisho zahlreiche andere Preise für Der Aal.
Die Goldene Palme brachte dem Film internationale Aufmerksamkeit. Er startete bis 1999 in den Kinos mehrerer Länder. In Frankreich, wo der Film am 1. Oktober 1997 unter dem Titel L'Anguille anlief, wurde er über 175.000 mal gesehen. Lumiere In den Vereinigten Staaten, wo er für den Independent Spirit Award als Bester ausländischer Film nominiert war, spielte er über 400.000 US-Dollar ein.
In der New York Times bezeichnete man ihn als „fesselnd“ und „reißend“. „Yakusho and Frau Shimizu liefern treffsichere Darstellungen in einem fantastischen Film, der Hoffnung von einer trostlosen Landschaft schöpft.“ The Eel: Passions That Seethe Under the Surface, The New York Times, 21. August 1998 Der schrieb in der Ausgabe 03/1998: „Eine eindrucksvolle Studie über Einsamkeit und Isolation, die unter der Oberfläche der Erzählung psychischen und gesellschaftlichen Verdrängungen nachspürt und sich durch ihre kunstsinnige Bildersprache als aufschlußreicher Zeitkommentar versteht.“ Dirk Japser FilmLexikon
Weblinks
Einzelnachweise
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Der Aal" (Stand:
Thu, Jul 17th 2008, 19:01)
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