Der Elefantenmensch
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Freddie Jones
als Bytes
- 18 Stunden bis zur Ewigkeit
- Anwältinnen küsst man nicht
- Das Geheimnis des verborgenen Tempels
- Der Wüstenplanet
- Dracula braucht frisches Blut
- Ein Mann jagt sich selbst
- Ein Pechvogel namens Otley
- Fellinis Schiff der Träume
- Firefox
- Frankenstein muß sterben!
- Krull
- The Libertine
- Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula
- Wendy Hiller als Mothershead
- John Gielgud
als Carr Gomm
- Arthur 2 – On the Rocks
- Arthur – Kein Kind von Traurigkeit
- Becket
- Caligula
- Der 1. Ritter
- Der Angriff der leichten Brigade
- Der Dirigent
- Die Stunde des Siegers
- Gandhi
- Gandhi
- Geheimagent
- Gold
- Gullivers Reisen (Fernsehfilm)
- Haunted – Haus der Geister
- Im Glanz der Sonne
- Im Wendekreis des Kreuzes
- In 80 Tagen um die Welt (1956)
- In den Schuhen des Fischers
- Julius Caesar (1953)
- Marco Polo (1982)
- Merlin
- Mord im Orient-Expreß
- Portrait of a Lady
- Prosperos Bücher
- Rendezvous mit einer Leiche
- Schlacht in den Wolken
- Wie ein Licht in dunkler Nacht
- John Hurt
als John Merrick
- 12 Uhr nachts – Midnight Express
- 1984 (1984)
- Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
- Contact (1997)
- Corellis Mandoline
- Das Osterman Weekend
- Dave – Zuhaus in allen Betten
- Dead Man
- Der Herr der Ringe (1978)
- Der verbotene Schlüssel
- Die Profikiller
- Dogville
- Ein Mann zu jeder Jahreszeit
- Even Cowgirls Get the Blues
- Harry Potter und der Stein der Weisen
- Heaven’s Gate
- Hellboy
- Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
- Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
- King Ralph
- Lost Souls – Verlorene Seelen
- Lost Souls – Verlorene Seelen
- Manderlay
- Miranda (2002)
- Mit dem Wind nach Westen
- Owning Mahowny
- Rob Roy
- Shooting Dogs
- Taran und der Zauberkessel
- Unten am Fluß
- V wie Vendetta
- Wild Bill
- You Are Dead
- Anne Bancroft
als Mrs. Kendal
- Agnes – Engel im Feuer
- Antz
- Codename: Nina
- Die Akte Jane
- Die Hindenburg
- Die Reifeprüfung
- Dracula – Tot aber glücklich
- Ein amerikanischer Quilt
- Familienfest und andere Schwierigkeiten
- Glauben ist Alles!
- Große Erwartungen
- Große Erwartungen
- Heartbreakers
- Honeymoon in Vegas – Aber nicht mit meiner Braut
- Jesus von Nazareth
- Love Potion No. 9 – Der Duft der Liebe
- Malice – Eine Intrige
- Marco Polo (1982)
- Sieben Frauen
- Sterben und erben
- The Sunchaser
- Versuchung auf 809
- Anthony Hopkins
als Frederick Treves
- 18 Stunden bis zur Ewigkeit
- 24 Stunden in seiner Gewalt
- Alexander
- Amistad
- Audrey Rose – das Mädchen aus dem Jenseits
- Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund
- Bad Company – Die Welt ist in guten Händen
- Bobby (2006)
- Bram Stoker’s Dracula
- Chaplin
- Das perfekte Verbrechen
- Das perfekte Verbrechen
- Das Schweigen der Lämmer
- Das Spiel der Macht
- Der Beweis – Liebe zwischen Genie und Wahnsinn
- Der Bunker (1981)
- Der Löwe im Winter
- Der menschliche Makel
- Die Bounty
- Die Brücke von Arnheim
- Die Legende von Beowulf
- Die Maske des Zorro
- Freejack – Geisel der Zukunft
- Hannibal (2001)
- Hearts in Atlantis
- Instinkt
- Legenden der Leidenschaft
- Magic – Eine unheimliche Liebesgeschichte
- Mein Mann Picasso
- Mission: Impossible II
- Mit Herz und Hand
- Nixon
- Rendezvous mit Joe Black
- Roter Drache
- Slipstream (2007)
- Titus
- Was vom Tage übrig blieb
- Wiedersehen in Howards End
- Willkommen in Wellville
Regie
- David Lynch
Drehbuch
- David Lynch
Kamera
- Freddie Francis
Schnitt
- Anne V. Coates
Produzent
- Mel Brooks
Musik
- John Morris
Erscheinungsjahr
1980Produktionsland
GroßbritannienOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
The Elephant ManLänge
123 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreDer Film basiert auf der realen Geschichte von Joseph Merrick, der wegen seiner körperlichen Missbildung als Attraktion auf Jahrmärkten gezeigt wird. Frederick Treves befreit ihn aus dieser Lage, erkennt die Sensibilität dieses Mannes und führt ihn in die gesellschaftliche Oberschicht ein.
Der Elefantenmensch kostete 5 Millionen US-Dollar und spielte 26 Millionen US-Dollar ein. Bei der Oscarverleihung 1981 war der Film in insgesamt acht Kategorien nominiert, ging allerdings leer aus.
Handlung
London 1881: Auf einem Jahrmarkt trifft der Chirurg Frederick Treves John Merrick, einen Mann der aufgrund seiner schrecklichen Deformationen durch das Proteus-Syndrom als der Elefantenmensch bezeichnet wird und als Monster ausgestellt wird. Treves interessiert sich für Merrick, befreit ihn aus den Fängen des trinkenden Schaustellers und bringt ihn in ein Hospital. Die Reaktionen auf den Elefantenmensch John Merrik reichen von Entsetzen und Furcht bis Neugier und Mitleid, so auch, als Treves ihn einer akademischen Gesellschaft vorführt. Der Chirurg ringt weiterhin darum ihn im Hospital zu behalten, da sich der Direktor zunächst dagegen ausspricht. Doch als man feststellt, dass Merrick kein Monster, sondern ein freundlicher, intelligenter und sensibler Mann ist, wird das Einverständnis für seinen Verbleib gegeben.Merrick fängt nun an sein geistiges Potenzial zu entfalten: er ist in der Lage zu lesen, er kann, was zuvor nicht klar gewesen ist, sprechen und stellt sein handwerkliches Geschick unter Beweis, als er einen Dom nachbaut, dessen Turmspitze er aus seinem Krankenzimmer sehen kann.
Im Laufe seiner langsamen Genesung im Hospital, er bleibt äußerlich allerdings missgestaltet, wird die Geschichte über den Elefantenmensch nun auch in der Londoner Gesellschaft bekannt: eine berühmte Theaterschauspielerin besucht Merrick und spricht mit ihm eine Stelle aus Romeo&Julia. Sogar Königin Victoria interessiert sich für Treves' Patienten und lässt ihn grüßen, worauf er im Hospital eine lebenslange Bleibe erhält.
Doch die Neugier an Merricks Schicksal erfasst nun nicht nur die gehobene Gesellschaft; ein Nachtarbeiter des Krankenhauses nutzt die Gelegenheit aus und lässt Menschen aus den Gassen Londons gegen Geld einen Blick auf Merrick werfen. Als die Belustigung und Zur-Schau-Stellung eines Nachts eskaliert, und die Gesellschaft gar in sein Zimmer stürmt, es verwüstet und Merrick verhöhnt, befindet sich unter den Schaulustigen auch sein ehemaliger Herr, der ihn wieder entführt und nach Paris auf einen Jahrmarkt verschleppt. Doch gelingt John Merrick mit Hilfe der anderen Artisten und Clowns die Flucht und er kehrt mit dem Schiff wieder ins Hospital nach London zurück.
John Merrick sieht in dem Chirurgen Frederik Treves seinen Freund, doch kann dieser ihn von seinem Leiden nicht befreien. Als er und Treves gemeinsam in ein Theater gehen, wird er von den Besuchern mit einem Applaus bejubelt, da die Schauspielerin ihm nach dem letzten Akt ihren Dank ausspricht.
Nach dem Theaterbesuch begibt sich John in sein Bett zum Schlafen, doch anstatt sich wie sonst zu setzen, legt er sich flach auf den Rücken, was seinen Tod durch Ersticken bedeutet. In der letzten Sequenz erscheint ihm das Gesicht seiner Mutter im weiten All.
Entstehungsgeschichte
Vorproduktion und Skript
thumb|Frederick Treves – Bei der Recherche für den Film orientierten sich die Drehbuchautoren vor allem an seinen Aufzeichnungen.Lynch arbeitete zusammen mit den Drehbuchautoren Christopher De Vore und Eric Bergren und dem Produzenten Jonathan Sanger das Drehbuch zu Der Elefantenmensch aus. Die Grundlagen bildeten zum einen The Elephant Man: A Study in Human Dignity von Ashley Montagu und zum anderen The Elephant Man and other Reminiscenes, die Aufzeichnungen Sir Frederick Treves’. Lynch wollte mit diesem Film einerseits seinen Einstand im Mainstream-Kino feiern, aber andererseits auch die Kunst in den Mainstream transportieren.Henry Bromell, Visionary from Fringeland, Rolling Stone, 13. November 1980Allerdings lehnten sämtliche Studios, denen sie das fertige Skript vorlegten, ab. Schließlich fiel dem Produzenten Mel Brooks das Drehbuch in die Hände, der es verwirklichen wollte. Zuvor wollte er jedoch frühere Arbeiten Lynchs sehen und schaute sich deswegen dessen Kultfilm Eraserhead an, der durch Mitternachtsvorstellungen große Berühmtheit erlangt hatte. Entgegen Lynchs Annahme war Brooks von Eraserhead begeistert und engagierte Lynch mit den Worten „Du Wahnsinniger! Ich liebe dich!“ Hermann Weigel: David Lynch, tip Filmbuch Nr. 1, 1985
Daraufhin konnte der Stoff verwirklicht werden. Mel Brooks, der zu dieser Zeit vor allem für Parodien bekannter Filme verantwortlich war, gründete für die Dreharbeiten das Unternehmen Brooksfilm. Da er fürchtete, die Zuschauer würden den Film für eine seiner albernen Komödien halten, ließ er seinen Name nicht auf die Filmplakate drucken und sich aus den Credits streichen.
Für die Rolle des Elefantenmenschen John Merrick konnte John Hurt gewonnen werden, der 1979 für seine Verkörperung des Max in 12 Uhr nachts – Midnight Express eine Oscarnominierung als Bester Nebendarsteller bekommen hatte. Den Chirurg Frederick Treves spielte der aufstrebende Anthony Hopkins. Anne Bancroft, die 1962 für ihre Darstellung in Licht im Dunkel mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde, wurde als Mrs. Kendal besetzt. Der britische Schauspieler John Gielgud mimte Chefarzt Carr Gomm. Den noch relativ unerfahrenen Regisseur Lynch schüchterte die hochkarätige Besetzung zunächst ein: „Du wachst morgens auf und sagst Dir ‚Heute ist der Tag, an dem ich Sir John Gielgud Anweisungen geben werde.‘ Es ist umwerfend.“
Dreharbeiten
Da der Film im viktorianischen London spielen sollte, entschied man, die Dreharbeiten in Großbritannien zu bestreiten. Neben verschiedenen Orten in London wurde auch in den Lee International Studios in Wembley und den Shepperton Studios in Shepperton gedreht. Der Atmosphäre wegen drehte Lynch den Film in schwarz-weiß. Seiner Ansicht nach transportiere das schwarz-weiße Bild den Zuschauer aus der realen Welt und verstärke die Stimmung sich zur Zeit der Industriellen Revolution zu befinden.Viel Aufwand erforderte die Maske John Hurts. Man wollte das Aussehen des realen John Merrick möglichst originalgetreu nachempfinden. Nach Merricks Tod waren Abgüsse seines Kopfes, seiner Arme und seiner Beine gemacht worden, die man nun zu Hilfe nahm. In Glasgefäßen hatte man auch seine Organe aufbewahrt, allerdings waren diese während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden. Trivia auf imdb.com Hurt musste vor Drehbeginn zwölf Stunden in der Maske zubringen, bis sein Make-up aufgetragen war. Zunächst hatte sogar Regisseur Lynch selbst versucht, Hurts Maske aufzulegen, gab dies jedoch bald auf und übergab diese Aufgabe dem Make-up-Spezialisten Christopher Tucker. Hurt war zu Beginn der Dreharbeiten sehr frustriert, weil er unter all dem Make-up kaum ausdrucksfähig war. In einem Interview im Jahr 2000 sagte er: „Ich dachte, sie hätten einen Weg gefunden, mich das Filmen nicht mehr genießen zu lassen.“ Geoff Andrew: John Hurt interviewed by Geoff Andrew, Guardian Unlimited, 27. April 2000
David Lynch wollte schon in einer der ersten Szenen den entstellten John Merrick zeigen, doch Darsteller John Hurt widersprach. In seinen Augen könne man den dramatischen Effekt erhöhen, wenn man den Zuschauer zunächst über das Aussehen des Mannes im Unklaren ließe. „Ich wusste gewiss auch nicht mehr Lynch über Bildgestaltung auf der Leinwand, denn ich glaube niemand weiß das. Er ist in dieser Hinsicht der größte Regisseur der Welt, wenn er sein Bestes gibt. Aber in Sachen Drama verliert er das manchmal und ich spürte, dass er es dort tat.“ Tatsächlich wurde auf Hurts Einwand eingegangen. Merrick ist anfangs nur maskiert oder im Schatten stehend zu sehen und offenbart sein Aussehen erst nach einer halben Stunde Laufzeit.
Rezeption und Nachwirkung
Der Elefantenmensch feierte am 3. Oktober 1980 in New York City seine Weltpremiere. Ab dem 10. Oktober 1980 war er in den Vereinigten Staaten für die Öffentlichkeit zugänglich. In Europa startete der Film erst im folgenden Jahr. Im Januar 1981 war er auf dem französischen Avoriaz Film Festival zu sehen. Am 13. Februar 1981 lief er in den westdeutschen Kinos an, wo den 5 Millionen US-Dollar teuren Film allerdings nur rund 185.000 Menschen sehen wollten. Trotzdem war der Film ein finanzieller Erfolg. In den USA konnte man mit 26 Millionen US-Dollar mehr als das fünffache der Produktionskosten wieder einspielen, in Großbritannien waren es 3,75 Millionen Pfund.Der Film wurde von Publikum und Kritik gleichermaßen positiv aufgenommen. Von vielen Kritikern wurde die detailreiche Rekonstruktion des Viktorianischen Zeitalters gewürdigt. Michael Schwarze: Das Opfer als Kinoheld, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Februar 1981 Lynch selbst hatte zu Beginn der Dreharbeiten wenig Wissen über diese Epoche: „Ich wusste nichts über die viktorianische Ära, bevor ich den Dreharbeiten begann, was mir wirklich Sorgen bereitete. Ich meine, hier war ich, aus Montana, und machte dieses viktorianische Drama. Aber ich denke, dass man sich auf einen Ort oder eine Zeit einstellen kann. Wir haben viel recherchiert.”
Ein strittiges Thema war die Sentimentalität im Film. Im Spiegel war darüber zu lesen, Lynch habe ein Gespür für anrührende Effekte und märchenhaft ausgemalte Kino-Klischees, aber er vermeide Sentimentalitäten. Zwar erschaffe er mit dem Einzug Merricks in die ein Traumbild, lasse dies aber nicht über die Misere draußen triumphieren. Arnd Schirmer: Fleischwulst mit Seele, Der Spiegel, 7/1981
In der Wochenzeitung Die Zeit war in einer Besprechung von Hans C. Blumenberg zu lesen, Der Elefantenmensch enthalte sehr wohl Sentimentalität, jedoch nutze sie dem Film. „Dieses Ende ist so provozierend wie der ganze Film. Es ist das Ende einer Passionsgeschichte. Aber gerade deren rücksichtslose Sentimentalität trifft den Zuschauer härter und grausamer als eine dokumentarische Rekonstruktion des Falles.“ Hans C. Blumenberg: Zum Beispiel John Merrick, Die Zeit, 20. Februar 1981
Der amerikanische Filmkritiker Roger Ebert hingegen kritisierte vor allem die Sentimentalität des Films. Entgegen der historischen Vorlage könne der missgestaltete John Merrick plötzlich reden, zitiere Psalme und lese Romeo und Julia, was er als reine Sentimentalität bezeichnete. In seinen Augen sei die Philosophie des Films „oberflächlich“ und die einzigen Aussagen, die sich dem Film entnehmen ließen seien zum einen „Wow, der Elefantenmensch sieht wirklich scheußlich aus“ und zum anderen „Donnerwetter. Ist es nicht erstaunlich, wie er dies trotz allem durchhält?“.Roger Ebert: The Elephant Man, 1. Januar 1980
Der BBC-Kritiker Almar Haflidason erachtet den Film als „herzergreifend“ und lobt vor allem das Spiel John Hurts als John Merrick: „Begraben unter einer unglaublichen Masse Make-up, schafft es John Hurt dennoch sein Portrait John Merricks mit Würde und Tapferkeit auszufüllen.“ Almar Haflidasson: The Elephant Man, auf bbc.co.uk Auch Roger Ebert, der dem Film als solchen nicht viel Gutes abgewinnen konnte, fand John Hurt in Der Elefantenmensch „sehr gut“. Die Regiearbeit Lynchs bezeichnete er zwar als kompetent, wies allerdings auf die seiner Meinung nach nicht gelungene Eröffnungs- und Schlussszene hin, die er als „unentschuldbar“ und „idiotisch“ bezeichnete.
Es gab auch positive Stimmen zu Lynchs Regieleistung. So steigere das Schwarz-Weiße des Films die „Alptraum-Atmosphäre“.
Mit diesem Erfolg hatte Lynch erreicht, was er wollte: Er hatte sich als Regisseur in Hollywood etabliert. Allerdings wurde der in Montana geborene Regisseur wegen des Drehorts in London anfangs von vielen für einen Einwohner des Vereinten Königreichs gehalten. So sprach beispielsweise Christian Bauer in einer Besprechung des Films in der Süddeutschen Zeitung vom 18. Februar 1981 von dem „britische[1] Regisseur“ Lynch.Christian Bauer: Mitleid mit einem Monster, Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 1981 In der Folge erhielt Lynch verschiedene Filmangebote. Unter anderem bot ihm George Lucas an, ihm bei Die Rückkehr der Jedi-Ritter die Regie zu überlassen. Er entschied sich allerdings für die Produktion Der Wüstenplanet von Dino De Laurentiis, da er dort mehr Freiheiten haben würde als in Lucas’ Film.
Auszeichnungen
Der Elefantenmensch gehörte im Vorfeld der Oscarverleihung 1981 zu den Favoriten auf zahlreiche Auszeichnungen. Der Film war in insgesamt acht Kategorien für den Oscar nominiert, konnte sich jedoch in keiner dieser Rubriken gegen die Konkurrenz behaupten. Hauptdarsteller John Hurt unterlag Robert De Niro, der für seine Darstellung des Boxers Jake LaMotta in Wie ein wilder Stier ausgezeichnet wurde. Die Drehbuchautoren De Vore und Bergren mussten sich in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch Alvin Sargent geschlagen geben, der das Skript zu Eine ganz normale Familie geliefert hatte. Die Auszeichnung Robert Redfords als Bester Regisseur in eben diesem Film bedeutete, dass auch David Lynch keinen Oscar mit nach Hause nehmen konnte, da man Redfords Film auch in der Kategorie Bester Film unterlag. Die weiteren Nominierungen waren für Kostüme, Kamera, Musik und den besten Schnitt.Bei der Verleihung 1981 gab es keine reguläre Kategorie für das beste Make-up, was unter Filmschaffenden nach der Verleihung für eine regelrechte Protestwelle sorgte, die Christopher Tuckers Leistung in Der Elefantenmensch gewürdigt sehen wollten. Im Folgejahr wurde der Oscar für das beste Make-up als Kategorie eingeführt und wurde – bis auf 1984 – seitdem jedes Jahr vergeben.
Auch bei den Golden Globes, bei denen Der Elefantenmensch für vier Preise (Regie, Film, Drehbuch und John Hurt als Hauptdarsteller) nominiert war, ging man leer aus.
Bei den britischen BAFTA Awards war man in sieben Kategorien nominiert. John Hurt gewann den Preis als bester Hauptdarsteller, Stuart Craig gewann in der Kategorie Production Design und Produzent Jonathan Sanger nahm den Preis für den besten Film entgegen.
Außerdem wurde Der Elefantenmensch für zehn weitere Filmpreise nominiert, von denen er fünf gewinnen konnte.
Einzelnachweise
Weblinks
- Filmkritik auf Filmbesprechungen.de (deutsch)
- Kritik von A.Thomas bei Filmzentrale.com
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Der Elefantenmensch" (Stand:
Sun, Apr 27th 2008, 16:31)
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