Der Krieger und die Kaiserin

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Tom Tykwer

Drehbuch

  • Tom Tykwer

Kamera

  • Frank Griebe

Schnitt

  • Mathilde Bonnefoy

Produzent

  • Maria Köpf

Musik

  • Tom Tykwer

Erscheinungsjahr

2000

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Deutsch

Originaltitel

Der Krieger und die Kaiserin

Länge

135 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Der Krieger und die Kaiserin ist ein deutscher Film von Tom Tykwer aus dem Jahre 2000.

Handlung

Der Veteran Bodo (Benno Fürmann) rettet der Krankenschwester Sissi (Franka Potente) bei einem Unfall, den er selbst indirekt verursachte, das Leben - verschwindet aber wieder, nachdem sie ins Krankenhaus gebracht worden ist. Da Sissi, die in der Psychiatrie arbeitet und wohnt, ihren Retter nicht mehr vergessen kann, macht sie sich auf die Suche nach ihm und findet Bodo schließlich, der mit seinem Bruder zusammenlebt und sie abweist.

Erst nach einem gescheiterten Bankraub, bei dem Bodo seinen Bruder und Komplizen verliert, treffen sie wieder aufeinander, um ihrem bisherigen Leben zu entfliehen und in eine gemeinsame Zukunft zu starten.

Hintergrund

Dieser Film war der offizielle Wettbewerbsbeitrag bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig 2000 und bekam den Deutschen Filmpreis 2001 in Silber für den besten Film. Der Film ist eine Produktion der X-Filme Creative Pool. Tom Tykwer bezeichnet den Film gerne als „Heimatfilm“, da er ihn überwiegend in seiner Heimatstadt Wuppertal gedreht hat. So tauchen markante Stellen wie die Schwebebahn oder das Wuppertaler Sparkassenhochhaus als Filmkulisse auf.

Tykwer selbst beschreibt in der Marketingphase zum Filmstart Wuppertal als deutsches Äquivalent zu San Francisco und den Film als Hommage an diesen Umstand. Besonderer Gag für Wuppertalkenner ist vor diesem Hintergrund eine Filmszene, die vom Mensagelände der Universität aus gedreht worden ist und im Panoramablick die Skyline des Wuppertals erfasst. Als im Panoramaschwenk eigentlich der 70er-Jahre Betonplattenbau der Universität auftauchen müsste, erscheint eine Gebirgslandschaft, auf der ein bergisches Schieferhaus steht.

Während des gesamten Films werden typische Wuppertaler Szenerien montiert. Allerdings stimmt die Logik der Bilder oft nicht, so wird auch mal während einer Verfolgungsjagd vom westlichsten Stadtteil Vohwinkel nach Barmen, einem östlichen Stadtteil, gesprungen, ohne dass das dazwischen liegende Elberfeld durchquert worden wäre.

Wuppertaler Studenten finden ihre Uni übrigens noch häufiger im Film "Das Experiment" zitiert, weil zahlreiche Innenaufnahmen dort stattgefunden haben.

Die im Film dargestellte psychiatrische Klinik Stiftung Birkenhof besitzt ihr reales Vorbild in der regional bekannten Stiftung Tannenhof im benachbarten Remscheider Stadtteil Lüttringhausen.

Kritiken

  • Blickpunkt Film: Sehenswertes Liebesdrama mit märchenhaften Zügen.
  • Bild: So leidenschaftlich hat schon lange kein Film mehr von der bedingungslosen Liebe erzählt.
  • 10/2000: Der Film ist - typisch für Tykwer - einerseits Kinomärchen, andererseits Psychodrama, aber beide Seiten passen diesmal nicht recht zusammen, und die Hauptfiguren bleiben merkwürdig blass.
  • 21/2000: Märchenhaftes Drama, in dessen betörendem Bilderfluss Raum und Zeit mehrfach aufgehoben werden. Spiel, Illusion und magische Momente erweisen sich dabei als autonome Größen im Koordinationssystem von Zufall und Schicksal. Eine faszinierende filmische Entdeckung der Langsamkeit, die in der urbanen Architektur Wuppertals ein reizvolles Sinnbild entdeckt. Kritik von film-dienst / Lexikon des internationalen Films


Auszeichnungen

  • Die Kameraarbeit von Frank Griebe wurde für den Europäischen Filmpreis nominiert.
  • 1 Deutscher Filmpreis, 4 weitere Nominierungen


Weblinks



Quellen



Princezna a bojovník



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Der Krieger und die Kaiserin" (Stand: Wed, Apr 30th 2008, 03:55) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.