Der Schakal (1997)

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Michael Caton-Jones

Drehbuch

  • Chuck Pfarrer

Kamera

  • Karl Walter Lindenlaub

Schnitt

  • Jim Clark

Produzent

  • Sean Daniel

Musik

  • Carter Burwell

Erscheinungsjahr

1997

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Jackal

Länge

124 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Der Schakal (1997) ist ein US-amerikanischer Actionthriller unter der Regie von Michael Caton-Jones über einen ehemaligen IRA-Kämpfer (Richard Gere), der zum letzten Mal gegen einen alten Feind, den Profikiller „Schakal“, (Bruce Willis) antreten muss.

Der Film ist ein loses Remake des gleichnamigen Films von Fred Zinnemann aus dem Jahr 1973, der auf dem Roman von Frederick Forsyth basiert (Für weiterführende Informationen siehe Der Schakal).

Handlung

Bei einer gemeinsamen Polizeiaktion der russischen FSB und des FBI wird der Mafioso Ghazzi Murad von Major Valentina Koslova erschossen. Sein Bruder Terek erklärt daraufhin den Amerikanern den Krieg und heuert einen Profikiller an, der sich nur „Der Schakal“ nennt. Eine hochgestellte Persönlichkeit der US-Politik soll als Rache für Ghazzis Tod sterben.

Major Koslova und FBI Deputy Director Carter Preston finden bald heraus, dass Tereks Männer Informationen über Donald Brown, den Direktor des FBI, sammeln und stellen auch eine Verbindung zum Schakal her. Da jedoch niemand dessen Gesicht kennt, müssen sie die ehemalige ETA-Terroristin Isabella Zanconia finden, die früher mit dem Killer zu tun hatte. Der einzige, der wiederum ihren Aufenthaltsort kennt, ist der Ex-IRA-Scharfschütze Declan Mulqueen. Der willigt nach anfänglicher Ablehnung ein, ihnen zu helfen: er selbst kennt das Gesicht des Schakals ebenfalls und verspricht, dem FBI zu helfen, solange Isabella aus allem herausgehalten wird.

Der Schakal beschafft sich derweil eine Reihe falscher Identitäten und bereitet seine Einreise in die Vereinigten Staaten vor; vom Tüftler Ian Lamont lässt er sich eine fernsteuerbare Drehplattform für eine schwere vollautomatische Maschinenkanone konstruieren und bauen und anschließend tötet er den Kleinkriminellen mit eben dieser Waffe.

Declan trifft sich unter der Überwachung des FBI mit Isabella, die mittlerweile eine Familie gegründet hat. Sie verabschieden sich endgültig, wobei sie ihm einen Schlüssel für ein Schließfach zusteckt, in dem ein „sauberer“ Pass und genug Geld für die Rückreise nach Irland warten. Sie fleht ihn an, sie zu benutzen, aber Declan ist fest entschlossen, den Schakal zur Strecke zu bringen; bei einem Feuergefecht verletzte dieser einst nicht nur ihn selbst, sondern auch Isabella so schwer, dass sie ihr gemeinsames Kind verlor.

Der Schakal reist inzwischen während einer Segelregatta mit einem Boot ein und versteckt sich im Haus eines schwulen Anwalts, mit dem er flüchtig bekannt ist. Nachdem er diesen getötet hat, wendet er sich Isabellas Haus zu, wo er jedoch nur Major Koslova und einige FBI-Agenten vorfindet. Er tötet alle und lässt die sterbende Polizistin mit der Nachricht an Declan zurück, dieser könne „seine Frauen einfach nicht beschützen“.

Kurze Zeit später trifft Declan in Isabellas Haus ein. Valentina teilt ihm gerade noch die Botschaft des Schakals mit, ehe sie in seinen Armen stirbt.Durch diesen Satz und einige andere Hinweise erkennt Declan, dass nicht der FBI-Direktor derjenige ist, der bei der bevorstehenden Eröffnung eines sterben soll, sondern die ebenfalls als Gast geladene Schirmherrin: die First Lady. In letzter Sekunde können Declan und Preston das Attentat verhindern, wobei letzterer sich eine Kugel einfängt. Declan verfolgt den Schakal ins U-Bahn-System, wo dieser nach einer längeren Hetzjagd ein junges Mädchen als Geisel nimmt und den Iren zwingt, seine Waffe niederzulegen. Gerade als er ihn töten will, wird er jedoch niedergeschossen; Isabella tritt auf den Plan und erfüllt eine Prophezeiung von Major Koslova: „Man sagt, dass die Basken nach der Vendetta leben. Wenn sie jemanden hassen, dann auf ewig. Und wenn sie lieben, ist es genauso.“ Die Baskin tötet den Mann, der ihr ungeborenes Kind auf dem Gewissen hat.

Schließlich ist alles vorbei, Preston und Declan gehen im Park spazieren. Der FBI-Agent erläutert, dass er nun, da er die First Lady gerettet hat, unantastbar ist, egal, was er tut. Er verabschiedet sich von dem Iren und geht einen Kaffee trinken, so dass dieser genug Zeit hat, fortzugehen und sich auf den Rückweg in seine Heimat zu machen.

Hintergrund

  • Das Remake des Klassikers The Day of the Jackal entstand 1997 unter der Regie von Michael Caton-Jones. Original-Regisseur Fred Zinnemann, zu diesem Zeitpunkt bereits 91 Jahre alt, wehrte sich vehement gegen die Verwendung des Originaltitels für die neue Verfilmung. Schließlich erschien der Film mit gekürzten Titel The Jackal, in Deutschland hingegen waren sie identisch. Diese Verfilmung basiert nur recht lose auf der Original-Romanvorlage, und der Handlungsort wurde von Frankreich ins Amerika der 1990er Jahre verlagert. Das Opfer ist dementsprechend auch nicht Präsident Charles de Gaulle, sondern die Frau des US-Präsidenten.


  • Bruce Willis und Richard Gere sagten nach den Dreharbeiten zu diesem Film, dass sie nie wieder miteinander arbeiten wollen.


  • Der Song, den der Schakal im Garten laufen lässt, um Valentina und Witherspoon abzulenken, ist Red Tape von Agent Provocateur. Er ist auch auf dem Soundtrackalbum und wurde in den Kinotrailern zu Underworld und Evolution verwendet.


Literatur

  • Frederick Forsyth: Der Schakal. Thriller (Originaltitel: The Day of the Jackal). Deutsch von Tom Knoth. Piper, München und Zürich 2004, 437 S., ISBN 3-492-24109-3


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Der Schakal (1997)" (Stand: Mon, May 12th 2008, 20:42) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.