Der Tag des Falken

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Richard Donner

Drehbuch

  • Edward Khmara

Kamera

  • Vittorio Storaro

Schnitt

  • Stuart Baird

Produzent

  • Harvey Bernhard

Musik

  • Andrew Powell

Erscheinungsjahr

1985

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Ladyhawke

Länge

121 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Der Tag des Falken ist ein romantischer Fantasyfilm aus dem Jahre 1985, der unter der Regie von Richard Donner entstand.

Handlung

Frankreich im 13. Jahrhundert: Noch niemandem ist zuvor die Flucht aus den n der Stadt Aquila gelungen, aber der Phillipe Gaston, genannt „die Maus“, schafft es tatsächlich und entkommt den Gefängnismauern. Das möchte der Bischof natürlich nicht auf sich sitzen lassen und jagt den flinken Phillipe. Auf seiner Flucht bekommt Phillipe aber unvermittelt Hilfe von dem schwarzen Ritter Etienne Navarre. Er ist ein Einzelgänger, der nur mit seinem schwarzen Pferd Goliath und einem namenlosen Falken reist, den er wie sein Leben beschützt. Aber an Phillipe scheint er doch Interesse zu haben und nimmt ihn als Knappen auf.

Phillipe merkt schnell, dass Navarre etwas Seltsames und Magisches umgibt. So verschwindet er jede Nacht und stattdessen erscheint Phillipe des Öfteren eine schöne, junge Frau, die ihn auch vor einem schwarzen Wolf beschützt.Bei einem weiteren Kampf mit den Häschern des Bischofs wird Navarrs Falke angeschossen, aber statt ihn aufzugeben schickt er Phillipe mit ihm zu dem Mönch Imperius, der ihm endlich die Wahrheit erzählt. Navarre und die geheimnisvolle Frau, deren Name Isabeau d'Anjou ist, waren einst ein Liebespaar und lebten in Aquila, wo Navarre Hauptmann der Wachen war. Weil auch der Bischof in Isabeau verliebt war, versuchte er alles, um die beiden auseinander zu bringen. Imperius, der die beiden verheiraten sollte, verriet sie aus Versehen an den Bischof, der sie daraufhin verfluchte. Nachts wird Navarre zum Wolf, tags Isabeau zum Falken.

Jetzt sieht Imperius aber eine Chance seinen Fehler wieder gut zu machen. Er prophezeit bald einen Tag ohne Nacht und eine Nacht ohne Tag, an dem Navarre und Isabeau gemeinsam vor den Bischof treten müssen, um den Fluch zu brechen. Nach Isabeaus Heilung und einem weiteren Angriff der Männer des Bischofs glaubt aber Navarre kein Wort von dem, was der Mönch sagt. Er plant mit Phillips Hilfe nach Aquila zu gelangen, um dort den Bischof zu töten.Gemeinsam mit Imperius reisen Phillip, Navarre und Isabeau nach Aquila, wobei Phillipe zwischen den beiden Liebenden vermittelt. Er nennt den Falken Ladyfalk („Ladyhawke“) und ist von Imperius’ Plan überzeugt. Schließlich bringt er auch Isabeau auf seine Seite.

Schließlich gelangen die vier nach Aquila und Navarre stellt sich dem Bischof, er hat Imperius befohlen im Falle seines Versagens den Falken zu töten. Während des Kampfes kommt es aber zu einer Sonnenfinsternis und Navarre erkennt seinen Fehler. Im letzten Moment kommt Isabeau in die und bricht damit den Fluch. Navarre tötet den Bischof.

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 1986 für den Filmpreis Oscar in den Kategorien Bester Ton und Beste Toneffekte nominiert. Er gewann 1986 den Saturn Award in zwei Kategorien (Bester Fantasy-Film und Beste Kostüme) sowie wurde in zwei weiteren Kategorien für den Saturn Award nominiert (Michelle Pfeiffer, Beste Musik). Er wurde 1986 ebenfalls für den Hugo Award nominiert.

Der Film gewann 1986 den Motion Picture Sound Editors Award in zwei Kategorien und wurde im gleichen Jahr für den Young Artist Award in der Kategorie Bester Abenteuerfilm nominiert.

Hintergründe

Die Musik zum Film wurde von Andrew Powell komponiert, einem britischen en und Orchesterleiter, der bekannt ist für seine Arbeit mit Alan Parsons und Eric Woolfson beim Alan Parsons Project.Der Soundtrack wurde häufig kritisiert, weil die poppige Richtung als unpassend für einen mittelalterlichen Fantasyfilm angesehen wurde, obwohl die Musik orchestrale Elemente und mittelalterliche und Renaissance-Töne enthält. So ist zum Beispiel die Musik, zu der Phillipe und Isabeau in der Scheune tanzen, ein Genuesischer Tanz namens Trotto aus dem 14. Jahrhundert.

Der Tag des Falken basiert auf einem Fantasyroman der U.S-amerikanischen Fantasy-Autorin Joan D. Vinge und einer altfranzösischen Sage aus dem 14. Jahrhundert.

Zeitliche Einordnung

Eine passende Sonnenfinsternis wie die im Film hat es 1239 in Südfrankreich gegeben. Andere Fakten des Films und des Buches widersprechen aber dieser Zahl. Cezars Aussage „Seit der Seuche gibt es mehr Wölfe als Menschen“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Pest, die in der Mitte des 14. Jahrhunderts in diesem Teil Frankreichs wütete. Allerdings könnte es sich auch um eine kleinere Seuche handeln.Schwerwiegender ist, dass es zwischen 1204 und 1246 keinen Grafen von Anjou (Isabeaus Vater) gegeben hat.

Drehorte

Der Film wurde hauptsächlich in Italien in der Provinz L’Aquila und in Parma und Cremona gedreht. Zu sehen sind die Burgen von Torrechiara, Fontanellato, Bacedasco und das Castell'Arquato. Einige Szenen wurden in Campo Imperatore, einer Hochebene nahe dem höchsten Gipfel der Apenninen gedreht. Zudem dienten die Ruinen von Rocca Calascio im Nationalpark Gran Sasso als Filmkulisse.Andere Szenen wurden im Umkreis von Cortina d'Ampezzo, am Passo Giau (Croda da Lago) und in der Umgebung (Misurinasee) der drei Zinnen gedreht.

Sonstiges

Die Handlung des Films wurde unter anderem auch in der Serie Charmed adaptiert. In der 46. Folge „Hexenhochzeit“ (Magic Hour) treffen die Hexen auf ein verfluchtes Liebespaar. Er ist tags eine Eule und sie nachts ein Wolf. Durch eine Sonnenfinsternis können beide den Fluch brechen.

Kritik

Lexikon des Internationalen Films: „Einfühlsam und spannend inszeniert und dank einer hervorragenden Kameraarbeit von hohem ästhetischem Reiz. Lexikon des Internationalen Films - Der Tag des Falken

Quellen



Weblinks



Ladyhawke



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Der Tag des Falken" (Stand: Sun, Apr 27th 2008, 13:42) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.