Der Unhold

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Volker Schlöndorff

Drehbuch

  • Volker Schlöndorff

Kamera

  • Bruno de Keyzer

Schnitt

  • Peter Przygodda

Produzent

  • Ingrid Windisch

Musik

  • Michael Nyman

Erscheinungsjahr

1996

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Ogre

Länge

117 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Der Unhold (Originaltitel: The Ogre) ist ein deutsch-französisch-britisches Filmdrama aus dem Jahr 1996. Regie führte Volker Schlöndorff, der gemeinsam mit Jean-Claude Carrière das Drehbuch anhand des Romans Le Roi des Aulnes von Michel Tournier schrieb.

Handlung



Das Kind Abel Tiffauges besucht eine Schule in Frankreich. Er soll für das Stören eines Gebets bestraft werden, aber er betet und die Schule brennt ab. Als Erwachsener arbeitet Abel (John Malkovich) als Mechaniker und spielt gerne mit Kindern, weswegen er der pädophilen Neigung beschuldigt wird. Tiffauges kämpft im Zweiten Weltkrieg und wird von den Deutschen gefangen genommen.

Als Kriegsgefangener arbeitet er zunächst im Privatforst Hermann Göring als Hilfsarbeiter und baut eine Beziehung zum debilen Göring auf. Als der Schlossherr der benachbarten Napola-Kaderschmiede einen kapitalen Hirsch erschießt, den Göring selbst erlegen wollte, wird die reguläre Belegschaft des Jagdschlosses an die Ostfront geschickt.

Abel wird zum Arbeiten in das benachbarte Napola-Internat desjenigen, der den Hirsch erschossen hat geschickt. Dort wird er mit rassentheoretischen Nazi-Ideologien konfrontiert und beginnt für den Leiter des Internats Jungen aus der Umgebung zu rekrutieren.

Gegen Ende des Films wird noch der Holocaust thematisiert indem gezeigt wird, wie SS-Einheiten KZ-Häftlinge nachts leicht bekleidet durch den Wald treiben.

Er rettet einen kleinen jüdischen Jungen und versteckt ihn auf der Napola-Burg. Als die Rote Armee vor der Burg steht, versucht Abel ein Gemetzel unter den Jungen in der Burg zu verhindern. Sein Plan wird vom Kommandant der Burg, SS-Obersturmbannführer Raufeisen (Heino Ferch), verhindert. Alle Jungen werden in den Kampfhandlungen getötet. Abel flieht mit dem kleinen Häftling auf den Schultern durch einen zugefrorenen See und führt einen Monolog über Unschuld.

Kritiken

Stephen Holden verglich den Film in der New York Times vom 11. Dezember 1998 mit einer Oper von Richard Wagner. Er sei eine „gewaltige, gequälte Allegorie“, auf die sich die zentraleuropäische Filmemacher spezialisiert hätten. Der Film sei anspruchsvoll und stellenweise brillant, aber er wirke uneinheitlich. Holden lobte die Darstellungen von John Malkovich, Armin Mueller-Stahl und Gottfried John. Filmkritik von Stephen Holden, abgerufen am 22. April 2008

Film-Dienst schrieb, der Film sei eine „ambitionierte, aufwendige Literaturverfilmung“, die versuche, „die Faszination des nationalsozialistischen Kultes auf ihre mythischen und romantischen Wurzeln hin zu durchleuchten“. Er sei ein „historisch und politisch um Differenzierung bemühter wuchtiger Bilderbogen, der in seiner Intention allerdings eher verwirrend“ bleibe. Zitat auf www.kabeleins.de, abgerufen am 22. April 2008

Auszeichnungen

Volker Schlöndorff wurde im Jahr 1996 für den Goldenen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig nominiert und erhielt den UNICEF Award des gleichen Festivals.

Hintergründe

Der Film wurde in Malbork, in Norwegen und in Paris gedreht. Drehorte für Der Unhold, abgerufen am 22. April 2008 Am 13. September 1996 wurde er auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Premierendaten für Der Unhold, abgerufen am 22. April 2008 Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 49 Tsd. US-Dollar ein. Einspielergebnisse für Der Unhold, abgerufen am 22. April 2008

Weblinks



Einzelnachweise





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Der Unhold" (Stand: Sun, May 11th 2008, 20:34) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.