Der geheimnisvolle Schatz von Troja
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Rolf Kanies
- August Schmölzer
- Thomas Thieme
- Kostja Ullmann
- Max von Thun
- Claudia Michelsen
- Justus von Dohnányi
- Matthias Koeberlin
- Mélanie Doutey
- Heino Ferch
- Benutzer:Ignazwrobel/Auf ewig und einen Tag
- Benutzer:Ignazwrobel/Die Luftbrücke
- Comedian Harmonists
- Das Leben ist eine Baustelle
- Das Wunder von Berlin
- Das Wunder von Lengede (2003)
- Der Tunnel
- Der Unhold
- Der Untergang
- Die drei Musketiere (2005)
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- Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei
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- Die Mauer – Berlin ’61
- Extreme Ops
- Lola rennt
- Marlene
- Meine schöne Bescherung
- Napoleon (2002)
- Straight Shooter
- Vom Suchen und Finden der Liebe
Regie
- Dror Zahavi
Drehbuch
- Don Bohlinger
Kamera
- Gero Steffen
Schnitt
- Fritz Busse
Produzent
- Ariane Krampe
Musik
- Ralf Wienrich
Erscheinungsjahr
2007Produktionsland
DeutschlandOriginalsprache
DeutschOriginaltitel
Der geheimnisvolle Schatz von TrojaLänge
ca. 180 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
Heinrich Schliemann, der bereits als Junge von der Schlacht um Troja träumte und den Sagen um Achilles, Hektor und die schöne Helena Glauben schenkt, plant die Ausgrabung der Mauern Trojas in der heutigen Türkei. Von vielen Archäologen, darunter dem einflussreichen Oskar Neumann, wird Schliemann belächelt und als Tagträumer abgetan.Damit er nicht allein auf die Expedition geht, beschließt der Mittvierziger, die knapp 20-jährige Griechin Sophia Engastromenos zu heiraten, obwohl diese in den gleichaltrigen Demetrios verliebt ist. Obwohl sich beide überhaupt nicht leiden können und von Liebe keine Rede ist, wird die arrangierte Ehe geschlossen.
In der Türkei wird Schliemann mit Problemen aller Art konfrontiert. Er vermutet Troja auf einem Feld, dessen einheimischer Besitzer erst gegen die Bezahlung einer hohen Summe die Ausgrabung erlaubt. Auch hat Oskar Neumann ein Auge auf den Rivalen, und lässt den, in einem türkischen Gefängnis sitzenden, deutschen Bernsson als Spion in das Lager Schliemanns gehen. Auch überlebt Schliemann nur knapp einen Mordanschlag.
Doch in all der turbulenten Zeit kommen sich auch Heinrich und Sophia immer näher. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich Liebe. Und als sie gemeinsam den Schatz des Priamos entdecken und nach Deutschland bringen, ist Schliemann am Ziel seiner Träume angelangt.
Hintergrundinformationen
Die Dreharbeiten des 8,3 Millionen Euro teuren Zweiteilers fanden sowohl in Deutschland als auch in und auf Rhodos statt. In Oberkrämer entstand das größte, je in Europa errichtete Filmset, die Ausgrabungsstätte Troja. Für die Konstruktion des 150 x 70 Meter großen Sets benötigte das Ausstattungsteam drei Monate. Dafür mussten 20.000 Kubikmeter Sand zur Verfügung gestellt werden. In Kroatien wurden die in der Türkei spielenden Szenen gedreht, auf Rhodos die Hochzeit des Ehepaares Schliemann.Die Szenen am deutschen Kaiserhof entstanden im bei Potsdam befindlichen Schloss Sanssouci.Da die Französin Mélanie Doutey nicht der deutschen Sprache mächtig ist, wurden Szenen mir ihr und Hauptdarsteller Heino Ferch in Englisch gedreht.
Trotz der Anstrengungen, die das Filmteam in Bezug auf Ausstattung und Authentizität unternommen hat, sind doch große Teile der Handlung fiktiv, um so ein hohes Maß an Dramaturgie zu erreichen. Beispielsweise könnte kein Mensch einen Fall von einer 50 Meter hohen Brücke überleben, wie es Schliemann gegen Ende von Teil 1 tut.
Des Weiteren basiert die Vorstellung, einzig Schliemann hätte um 1870 an ein reales Troja geglaubt, auf dessen eigenen Memoiren. Da von Troja authentische Zeugnisse aus Antike und Frühmittelalter überliefert sind, galt es nie als Mythos; lediglich die exakte Lage war umstritten, doch bereits 1822 schrieb Charles MacLaren eine umfangreiche Abhandlung über die Lage Trojas in Hisarlik. Einige Jahre vor Schliemann begann Frank Calvert als erster mit Ausgrabungen in Hisarlik, zog dann allerdings wegen Geldmangels den wohlhabenden Schliemann hinzu, der zuvor erfolglos in Balli Dag nach Troja gesucht hatte.
Kritiken
"Drehbuch und Regie liefern eine ironiefreie, peinlich pathetische und naive Räuberpistole mit Herz-Schmerz-Einlagen ab. Dem Schliemann-Paar, seinen archäologischen und erotischen Verwicklungen trieft in jeder Sekunde der mühsame Drang, das Publikum bei der Stange zu halten, aus allen Poren." Dieter Bartetzko: Ein Mann namens Indiana Schliemann. In Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. März 2007"Heino Ferch gibt Schliemenn durchaus als zwiespältige Figur: Als zielstrebigen Geschäftsmann und Selbstvermarkter, der auch nicht davor zurückschreckt, die eigene Biographie zu schönen, der Geld mit Waffengeschäften macht, um seinen Traum zu verwirklichen: Das homersche Troja zu finden. Und er gibt ihn als Macho: Der zweifach geschiedene Schliemann kauft sich eine 19-jährige Griechin und heiratet sie gegen ihren Willen. Auch hier - wie in den anderen Geschichtsfilmen wie "Der Tunnel" oder "Das Wunder von Lengede" - beweist der 43-jährige Ferch nicht nur seine schauspielerische Perfektion, der ehemalige Kunstturner und leidenschaftliche Reiter zeigt sich auch von seiner sportlichen Seite." Hans-Ulrich Pönack für Deutschlandradio.de
"Der Zweiteiler von Regisseur Dror Zahavi - er arbeitete mit Ferch und Sat.1 bereits bei "Die Luftbrücke" zusammen - geht unmittelbar auf eine Anregung des gefragten Schauspielers zurück, der sich diese sperrige Figur kongenial zu Eigen macht. Heino Ferch stellt dabei unter Beweis, dass er ein ausgezeichneter Reiter und Schwimmer ist - was den Abenteueraspekt verstärkt und für schöne Bilder (Kamera: Gero Steffen) sorgt.
Insgesamt wird Schliemann nur wenig verklärt. Sein Chauvinismus wird in Don Bohlingers Drehbuch genauso thematisiert wie sein brachiales Vorgehen bei Ausgrabungen und die Einseitigkeit seiner Interpretationen der Funde. Dass man trotzdem mit ihm mitlebt und -gräbt, ist neben Ferchs Darstellung vor allem Mélanie Doutey ("Clara Sheller") zu verdanken, die Schliemanns Ehefrau Sophia mit viel Eigensinn, Herz, Verstand und einem zupackenden Wesen verkörpert.
Nach einem kurzen Prolog, der die Begeisterung des jungen Heinrich für die Troja-Sage erzählt, setzt der von Zahavi souverän und teilweise mit Kinobildern erzählte Zweiteiler ein, als der erwachsene Schliemann einen neuen Lebensabschnitt beginnt, in dem er nicht nur Troja finden will, sondern sich auch eine neue Ehefrau sucht.
Die erste Begegnung zwischen Schliemann und Sophia ist eine der schönsten Szenen des ersten Teils, in der anklingt, dass die Ehe von teils erbitterten, teils humorvollen Wortgefechten der beiden geprägt sein wird." Filmkritik (sw) auf kino.de
Unterschiede zwischen Realität und Fiktion
Der Film richtet sich frei nach dem Leben des Heinrich Schliemann.- Es gab kein Attentat auf Heinrich Schliemann, ebenso wenig gab es Konflikte mit Räubern, Saboteuren oder gar Spionen.
- Oskar Neumann, der intrigante Rivale von Heinrich Schliemann, ist eine fiktive Figur. Angelehnt scheint die Figur des Oskar Neumann an den Berliner Althistoriker und Archäologen Ernst Curtius, welcher beste Beziehungen zum preußischen Hof pflegte.
- Schliemann hatte nur Probleme mit der türkischen Regierung wegen seiner Ausgrabungen.
- Demetrius, der Sophia liebt, ist eine fiktive Figur.
- Schliemann war mit 1,57 Metern ein kleiner Mann, während sein Darsteller Ferch normal groß ist.
- Es gibt im Film erhebliche Fehler bei den Zeiten. Beispielsweise kennt Schliemann in der Szene wo er die Wassertemperatur in den Bächen misst Sophia noch gar nicht.
- Rudolf Virchow spielt erst ab 1875 eine Rolle bei Schliemann, im Film noch vor Beginn der Trojakampagne.
Weblinks
Quellen
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Der geheimnisvolle Schatz von Troja" (Stand:
Sat, May 3rd 2008, 11:37)
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