Der mit dem Wolf tanzt
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Wes Studi als Zähester Pawnee
- Maury Chaykin
als Major Fambrough
- Am Highpoint flippt die Meute aus
- Being Julia
- Das süße Jenseits
- Der stählerne Adler II
- Die Piratenbraut
- Die Zeit der bunten Vögel
- Ein ganz normaler Held
- Exotica
- Harry & Sohn
- Hostage
- Jagd auf den BTK-Killer
- Jeanne d’Arc – Die Frau des Jahrtausends
- Lebe lieber ungewöhnlich
- Mäusejagd
- Mein Vetter Winnie
- Mr. Destiny
- Owning Mahowny
- Plan B
- Teufel in Blau
- The Art of War
- Varian’s War – Ein vergessener Held
- Verlockende Falle
- What’s Cooking?
- Charles Rocket als Lt. Elgin
- Robert Pastorelli als Timmons
- Floyd Westerman als Zehn Bären
- Tantoo Cardinal als Schwarzer Schal
- Rodney A. Grant als Wind in seinem Haar
- Graham Greene als Strampelnder Vogel
- Mary McDonnell als Steht mit einer Faust
- Kevin Costner
als John Dunbar
- An deiner Schulter
- Annies Männer
- Aus Liebe zum Spiel
- Bodyguard
- Crime is King
- Das Baumhaus
- Das letzte Testament
- Der große Frust
- Die Sieger – American Flyers
- Fandango
- Feld der Träume
- Im Zeichen der Libelle
- Jede Sekunde zählt – The Guardian
- JFK – Tatort Dallas
- Message in a Bottle
- Mr. Brooks – Der Mörder in Dir
- Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus
- No Way Out – Es gibt kein Zurück
- Open Range – Weites Land
- Perfect World
- Postman
- Revenge – Eine gefährliche Affäre
- Robin Hood: König der Diebe
- Silverado
- The Untouchables – Die Unbestechlichen
- Waterworld
- Wo die Liebe hinfällt …
- Wyatt Earp – Das Leben einer Legende
Regie
- Kevin Costner
Drehbuch
- Michael Blake
Kamera
- Dean Semler
Schnitt
- Neal Travis
Produzent
- Jim Wilson
Musik
- John Barry
Erscheinungsjahr
1990Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
Dances with WolvesLänge
Director's Cut: 173 Minuten; Langfassung: 227 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
Der Film erzählt die Geschichte des Nordstaaten-Offiziers Lieutenant John Dunbar, der im amerikanischen Bürgerkrieg verletzt und ausgezeichnet wird. Daraufhin kann er wählen, wo er eingesetzt werden will. John Dunbar will den „Westen“ kennenlernen und lässt sich auf einen Außenposten im Indianergebiet versetzen.Diesen Außenposten findet er verlassen und vollkommen verwahrlost vor. Trotzdem beschließt er zu bleiben und richtet den Posten wieder her und sich selbst häuslich ein. Dabei schließt Dunbar Freundschaft mit einem Wolf, der ihn regelmäßig besucht und sich langsam von ihm zähmen lässt. Er gibt ihm den Namen "Socke".Mit der Zeit kommt es zu einer ersten Begegnung mit dem Indianer-Stamm der Lakota. Sie ist auf beiden Seiten mit Angst, Unverständnis und auch latenter Aggression gepaart, eskaliert allerdings nicht. Eine langsame Annäherung findet statt, weil auf beiden Seiten die Einsicht wächst, dass keiner den anderen unmittelbar bedroht. In einer Ausnahmesituation hilft Dunbar schließlich einer bei den Lakota lebenden weißen Frau, was dazu führt, dass beide Seiten von friedlichen Absichten der anderen Seite ausgehen. Ein noch stummer Austausch von Geschenken findet statt, wodurch das Vertrauen wächst. Zentral ist dabei vor allem das gemeinsame Essen. Es kommt zu regelmäßigen gegenseitigen Kontakten, Austausch von Geschenken und langsam zu sprachlicher Verständigung. Maßgeblich beteiligt ist die von Dunbar gerettete Frau mit dem indianischen Namen Steht mit einer Faust. Sie war ursprünglich ein weißes Siedlermädchen, das von den Sioux als Kind aufgenommen wurde, und deshalb neben Lakota auch bruchstückhaft Englisch sprechen kann.
Die Nachricht der lang erwarteten und überfälligen Sichtung der Wanderherden der Büffel durch Dunbar bringt beide Seiten einander noch näher. Insbesondere, weil er bei der anschließenden Jagd das Leben eines Jungen ('Lächelt viel') – durch einen gezielten Schuss auf einen Büffel – retten kann, und ein Konflikt um seinen Hut, den er auf der Jagd verloren hatte, friedlich gelöst wird. In Folge dessen erhält Dunbar sogar einen Lakota-Namen: Der mit dem Wolf tanzt (Tsu-mani tu-tonka ob-wa-tschi). Der Name fußt auf der Beobachtung der Lakota, bei der Dunbar – als er bei einem Besuch „seinen“ Wolf zurückschicken wollte – scheinbar mit ihm tanzte und der Wolf ihn bei anderer Gelegenheit heimlich beobachtete, als Dunbar nachts einen indianischen Tanz um das Feuer improvisierte.
In einer kriegerischen Auseinandersetzung hilft Dunbar vor allem, indem er die Lakota mit Waffen versorgt, ihr Dorf vor den Pawnees zu verteidigen. Dieses Ereignis macht ihn zum Mitglied des Dorfes. Es kommt zu einer Liebesbeziehung mit Steht mit einer Faust, die von allen Bewohnern des Dorfes akzeptiert wird, zumal beide weiß sind. Als Der mit dem Wolf tanzt diese schließlich heiratet, ist er endgültig im Dorf aufgenommen.
Ab diesem Moment ist Dunbar soweit bei den Lakota integriert, dass er von Angehörigen seiner früheren Kultur nicht mehr als wirklich zugehörig, sondern als Verräter empfunden wird. Als Dunbar von seinen eigenen Leuten gefangen gesetzt wird, zieht er sich in seine neue Identität zurück, indem er nur noch Lakota spricht. Dunbar wird schließlich von den Lakota befreit, wobei er in den Kampfhandlungen Angehörige der eigenen, alten Kultur tötet. Damit hat Dunbar die letzte Verbindung zu den „Weißen“ durchschnitten und ist gewissermaßen zum Indianer geworden. Dunbar geht davon aus, als Deserteur gejagt zu werden. Deshalb beschließen er und seine Frau, den Stamm zu verlassen, um diesen nicht zu gefährden. Währenddessen nähern sich bereits US-Soldaten mit indianischen Spähern, die bei ihrer Ankunft aber nur noch verlassene Hütten vorfinden.
Hintergrund
Kaum zuvor war in Hollywood die Welt der Indianer mit einer solchen Authentizität dargestellt worden. Der Film zeigt in exemplarischer Weise, wie ein Mensch von seiner eigenen über einzelne Zwischenschritte in eine andere Kultur überwechselt und schließlich alle Brücken zu seiner bisherigen abbricht. Daneben zeigt der Film in kleinen Nebenhandlungen, wie Menschen sehr unterschiedlich mit dem Fremden umgehen.Gedreht wurde auf der 200 Quadratkilometer großen Triple U Ranch etwa 30 Meilen nordwestlich von Pierre in South Dakota. Teile des Sets befinden sich heute in der Nähe von Rapid City, South Dakota.
Kritiken
- Film-Echo: Kevin Costners ebenso fesselndes wie humorvoll-unterhaltendes Epos. Der Film beeindruckt in seinem Bemühen um historische Wahrhaftigkeit sowie in seinem Bestreben, die Klischees des traditionellen Indianer-Westerns durch ein fundiertes, menschlicheres Porträt zu ersetzen.
- Akasawa: „Der mit dem Wolf tanzt“ ist ein Epos voller Atem. Erstmals wird ein realistischer Einblick ins Leben der Indianer gewährt. Der Film überzeugt ebenso durch die Schönheit seiner Bilder, wie durch die starken schauspielerischen Leistungen und die zu Herzen gehende Story. Kevin Costner, Michael Blake und Jim Wilson gelang ein Werk für die Ewigkeit.
Verschiedenes
Doris Leader Charge (1931-2003), die an der „Sinte Gleska University“ (in Mission, South Dakota) Lakota unterrichtete, übersetzte die Dialoge ins Lakota und brachte den Darstellern das nötige Sprachverständnis bei. Im Film ist sie als Frau des Häuptlings Zehn Bären zu sehen.Im Film präsentiert der Häuptling Zehn Bären in einer Szene Dunbar den Helm eines spanischen Soldaten; diese Szene ist für sich unverständlich, da die Spanier nie bis in das Siedlungsgebiet der Lakota vorgedrungen sind. In der Buchvorlage handelt es sich aber um Comanchen, diese lebten wesentlich weiter südlich, so dass ihnen ein Kontakt mit Spaniern möglich gewesen ist. Tatsächlich gab es zu dieser Zeit einen Comanchenhäuptling mit dem Namen Zehn Bären (Parrywasaymen, 1792-1873).
Der Titel „John Dunbar Theme“, das tragende Musikthema das Soundtracks, wurde auf der Hörspiel-Produktion Ja uff erstmal – Winnetou unter Comedy-Geiern als Anfangs-Melodie der einzelnen CDs verwendet.
Auszeichnungen
Academy Award
Der Film wurde für 12 Oscars nominiert und erhielt ihn in den folgenden 7 Kategorien:- Bester Film an die Produzenten und Jim Wilson
- Bester Regisseur an
- Beste Kamera an Dean Semler
- Beste Filmmusik an John Barry
- Bestes adaptiertes Drehbuch an Michael Blake
- Bester Schnitt an Neil Travis
- Bester Ton
In den folgenden Kategorien blieb es bei der Nominierung:
- Bester Hauptdarsteller ()
- Beste Nebendarstellerin (Mary McDonnell)
- Bester Nebendarsteller (Graham Greene)
- Bestes Szenenbild
- Bestes Kostüm
Golden Globe Award
Der Film erhielt insgesamt sechs Nominierungen für einen Golden Globe und gewann in den folgenden Kategorien:- Bester Film (Drama)
- Bester Regisseur an
- Bestes Drehbuch an Michael Blake
Weitere Nominierungen:
- Bester Hauptdarsteller/Drama (Kevin Costner)
- Beste Nebendarstellerin (Mary McDonnell)
- Beste Filmmusik
BAFTA Award
Das Epos wurde für neun BAFTA's nominiert, von denen es keine Auszeichnung gewinnen konnte.- Bester Film
- Beste Regie
- Bestes adaptiertes Drehbuch
- Bester Hauptdarsteller (Kevin Costner)
- Bester Schnitt
- Beste Kamera
- Bestes Make-Up
- Bester Ton
- Beste Filmmusik
Weitere Auszeichnungen
Auf der Berlinale 1991 erhielt Kevin Costner einen Silbernen Bären für eine außerordentliche Einzelleistung als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller seines Films. John Barry erhielt einen Grammy Award für die beste Filmmusik. Im Jahr 2007 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.Weblinks
- Der mit dem Wolf tanzt im Vergleich mit ethnologischen Studien über die Dakota-Indianer
Tanec s vlkyDanser med ulve
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Der mit dem Wolf tanzt (Film)" (Stand:
Mon, May 12th 2008, 20:17)
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