Die Bourne Identität

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Doug Liman

Drehbuch

  • W. Blake Herron

Kamera

  • Oliver Wood

Schnitt

  • Dennis Virkler

Produzent

  • Doug Liman

Musik

  • Moby

Erscheinungsjahr

2002

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Bourne Identity

Länge

119 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Die Bourne Identität ist eine US-amerikanische Literaturverfilmung von Regisseur Doug Liman nach dem gleichnamigen Bestseller von Robert Ludlum. In den Hauptrollen des Agenten-Thrillers sind Matt Damon und Franka Potente zu sehen.

Handlung

Zu Beginn des Films ziehen Fischer einen bewusstlosen Mann aus dem Mittelmeer; er hat keine Erinnerung an sein früheres Leben, dafür aber zwei Kugeln im Rücken – und unter der Haut die Nummer eines Schweizer Bankschließfachs. Auf der Suche nach seiner Identität findet er in Zürich im Bankschließfach eine Waffe, ein halbes Dutzend gefälschter Ausweise und Bargeld in rauhen Mengen. In seinem US-amerikanischen Pass steht der Name Jason Bourne.

Mit Hilfe der deutschen Weltenbummlerin Marie macht sich Jason auf den Weg nach Paris, wo er früher gearbeitet haben muss. Seine Concierge erkennt ihn auch sofort. Während er sich in seiner alten Wohnung umsieht, wird er von einem Killer überfallen. Dieser wird im Nahkampf von Jason zurückgeschlagen und stürzt sich schließlich aus dem Fenster. Jason und Marie müssen fliehen und kommen sich auf der Flucht näher, während der CIA-Abteilungsleiter Chester Conklin in den USA mit einem großen Agentenaufgebot auf die beiden Jagd macht.

Jason flieht aus Paris aufs Land und versteckt sich bei einem Freund von Marie. Aber auch dort wird er von einem CIA-Killer aufgespürt, der sich „Der Professor“ nennt. Die beiden zum Töten ausgebildeten Männer liefern sich ein Duell in freier Natur, bei dem Jason den „Professor“ tötet. Er lässt Marie zurück und fährt alleine nach Paris zurück. Dort trifft er Conklin, der ihn ausschalten lassen will, was aber nicht gelingt.

Durch einige Informationen, die Conklin ihm gibt, erinnert sich Jason, dass er einen afrikanischen Ex-Diktator auf dessen Jacht im Mittelmeer töten sollte, es aber nicht übers Herz brachte, dies vor den Augen seiner Kinder zu tun, und flüchtete. Auf der Flucht trafen ihn zwei Kugeln und er stürzte ins Wasser.

Die Erkenntnis, dass er ein Auftragsmörder der CIA mit der perfekt konstruierten Scheinidentität von Jason Bourne ist, trifft ihn hart. Er war Teil des so genannten Treadstone-Projekts.

Bourne schlägt Conklin bewusstlos und flieht. Kurz darauf folgt ihm Conklin, wird aber von einem anderen CIA-Killer liquidiert, da seine Vorgesetzten das Scheitern des Projekts „Treadstone“ vertuschen wollen.

Anschließend wird der für das Treadstone-Projekt zuständige Vorgesetzte der CIA vor ein Untersuchungskomitee geladen. Dort behauptet er, das Treadstone-Projekt wäre ein Projekt zur Ausbildung neuer Agenten, das sich aus finanziellen Gründen nicht gelohnt hätte. Das Untersuchungskomitee akzeptiert diese Notlüge ohne weitere Fragen.

Marie ist inzwischen in Griechenland untergetaucht und betreibt eine Motorroller-Vermietung. Eines Tages steht Jason in ihrer Tür und für beide beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Konzept

Die Bourne Identität sollte ein untypischer Actionfilm werden, weshalb das Agentenleben hier wesentlich realistischer als in Filmenserien wie James Bond oder Mission Impossible dargestellt wird. Statt computeranimierter Zeitlupen-Action nach Matrix-Art setzt man auf „handfeste“ Nahkampfszenen. Waffen müssen wie im wirklichen Leben nachgeladen werden und Autos explodieren nicht gleich, wenn sie zusammenstoßen. Manche Szenen bewegen sich dennoch hart am Rande der Realität, z. B. wenn Bourne am Ende des Films in einem Treppenhaus mitsamt einer Leiche vier Stockwerke in die Tiefe springt, im freien Fall einen Gegner mit einem gezielten Kopfschuss erledigt und anschließend fast unbeschadet auf der Leiche landet.

Im Vergleich zur Buchvorlage aus dem Jahr 1980 und der ersten Verfilmung, Agent ohne Namen (1988) mit Richard Chamberlain, wurde die Figur des Jason Bourne stark verjüngt und die Geschichte der technischen und politischen Entwicklung des neuen Jahrhunderts angepasst. Genau genommen kann nicht von einer Literaturverfilmung gesprochen werden, da Roman- und Filmhandlung bis auf die Namen einiger Charaktere und die Ausgangssituation eines Agenten mit Amnesie wenig miteinander zu tun haben.

Kritik und Fortsetzungen

Von Kritikern und Publikum wurde Die Bourne Identität sehr positiv aufgenommen, besonders Matt Damons Qualitäten als Actionheld überraschten viele. Das schmutzige Geschäft der Geheimdienste wird weitaus realistischer dargestellt als z. B. in den James-Bond-Filmen. Für manche Zuschauer wirkt der Filmschnitt eher irritierend, da im Bemühen um Authentizität die Bildwechsel bei Verfolgungsszenen sehr schnell und hektisch geraten, wodurch nicht jeder Zuseher mitverfolgen kann, was die Protagonisten vorhaben oder gerade tun.

Hierzu prisma-online: Trotz einiger Längen und nicht gerade glaubhaften Wendungen bietet Regisseur Doug Liman (Swingers, Go) mit dieser recht freien Adaption des Robert-Ludlum-Bestsellers spannende Unterhaltung. Dank der Darsteller – allen voran Franka Potente als hilfreiche Deutsche – verzeiht man die ein oder andere unlogische Verwicklung. Um die Kussszene mit Matt Damon zu überstehen, stärkte sich Franka angeblich mit einem deftigen Jägermeister, genauso wie der ebenso nervöse Matt. Die Bourne Identität – sehenswert

Auch der Titelsong Extreme Ways von Moby überzeugte. Der Erfolg des ersten Teils zog 2004 die Fortsetzung Die Bourne Verschwörung nach sich, die ein ähnlicher Erfolg wurde. Der dritte Teil, Das Bourne Ultimatum feierte am 15. August 2007 in London Premiere. Der Film erschien am 6. September 2007 in den deutschen Kinos.

Hintergrund

Das Budget des Filmes betrug 60 Millionen US-Dollar. Weltweit spielte er mehr als 213 Millionen US-Dollar ein. Box office / business für The Bourne Identity, abgerufen am 29. Oktober 2007

Der Film spielt zwar teilweise in Zürich, jedoch wurden die Zürichszenen in Prag gedreht. Deshalb wurden dort Telefonzellen, Restaurants und mehr originalgetreu nachgebaut. Die gezeigten Straßenbahnen tragen zwar die Farben ihrer Züricher Pendants (blau und weiß), es handelt sich aber um Bahnen des tschechischen Herstellers Tatra, die nie dort gefahren sind.

Zudem sind in sehr vielen Szenen, gerade im Hintergrund, immer wieder Rechtschreibfehler auf Beschilderungen zu beobachten. So trägt eine Hinweistafel einer Außentür an der Schweizer Botschaft die Aufschrift "Kein ungestattetr Zutritt!".

Literatur

  • Robert Ludlum: Die Bourne Identität. Heyne, Mai 2003, ISBN 3453871952


Einzelnachweise



Weblinks



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Agent bez minulosti



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Die Bourne Identität" (Stand: Tue, May 13th 2008, 22:54) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.