Die Vergessenen (2004)

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Joseph Ruben

Drehbuch

  • Gerald Di Pego

Kamera

  • Anastas N. Michos

Schnitt

  • Richard Francis-Bruce

Produzent

  • Joe Roth

Musik

  • James Horner

Erscheinungsjahr

2004

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Forgotten

Länge

91 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Die Vergessenen ist ein US-amerikanischer Thriller von Regisseur Joseph Ruben aus dem Jahr 2004. Der Film ist eine Coproduktion von Revolution Studios, Visual Arts Entertainment Inc., Sony Pictures und kam am 24. September 2004 in die US-amerikanischen und am 11. November 2004 in die deutschen Kinos.

Handlung

Tellys (Julianne Moore) Sohn Sam kam vor gut einem Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Die Mutter hat diesen Schicksalsschlag nicht verkraftet. Sie leidet seitdem unter Depressionen und ist bei Psychiater Dr. Munce (Gary Sinise) in Behandlung. Aber dann treten seltsame Veränderungen auf. Alle Erinnerungsstücke ihres Sohnes, die Telly sorgfältig aufbewahrt hat, verschwinden nach und nach. Sehr rätselhaft wird die Angelegenheit, als plötzlich sowohl Munce als auch ihr Ehemann vehement leugnen, dass Sam je existierte. Sie behaupten, dass Telly unter Wahnvorstellungen leide und sich die Erinnerung an das Kind nur einbilde.

Telly ist verzweifelt und verwirrt. Doch dann trifft sie Ash Correll, dessen Tochter Lauren bei demselben Absturz ums Leben gekommen ist. Gemeinsam mit dem früheren Eishockeyprofi stellt sie Nachforschungen an, die schließlich auch die NSA auf den Plan rufen.

Sie finden heraus, dass die Kinder von Außerirdischen entführt wurden. Dabei ist aber Telly das eigentliche Versuchsobjekt: Die Außerirdischen wollen herausfinden, wie stark die Beziehungen von Eltern zu ihren Kindern sind. Telly ist die Einzige, die ihr Kind nicht vergessen hat. Einer der Außerirdischen gibt sich ihr zu erkennen und versucht, ihr die letzten Erinnerungen an ihren Sohn zu entreißen. Als er dabei scheitert, wird er dafür von seinen Vorgesetzten bestraft, und die Außerirdischen brechen die Versuche ab. Als Telly dann nach Hause zurückkehrt ist bald alles wie vor dem Verschwinden ihres Sohnes. Telly und Ash haben nun keine Erinnerung mehr an die Ereignisse nach dem Verschwinden ihrer Kinder.

Kritik

23/2004: ''Spannend inszenierter und beklemmend gespielter Mystery-Thriller, der durch ein banales Ende viel an Überzeugungskraft verliert.''


Sniping Media, "Mutti ist immer die Beste": Auffallend ist der einseitig frauenverherrlichende Ansatz, die ständige Überhöhung des Motivs "Mutterliebe" sowie der Umstand, dass alle negativ besetzten Rollen ausschließlich von Männern gespielt werden müssen, wogegen hilfreiche Charaktere in dem Film stets weiblich sind. Einzig der mitbetroffene Ash Correll erfüllt (wie könnte es anders sein, natürlich erst nach entsprechender emotionaler Entwicklungshilfe durch eine Frau) seine Funktion als Alibi-Mann, um nicht allzu offensichtlich werden zu lassen, dass hier gesellschaftsfeindliche Klischees vertieft werden sollen: der Liebe des Ehemannes zum eigenen Kind wird eine hinreichende Kraft abgesprochen, so dass er sich letztlich dem Drang zum Vergessen nicht widersetzen kann. Zum Glück ist Frau Telly von Natur aus mit höherwertigeren Gefühlen und einer erhabenen moralischen Kompetenz ausgestattet, rettet ihren Sohn, das Universum und eine ahnungslose Männerwelt dazu. Erstaunlich, was dem Zuschauer zugemutet wird, sobald die Zielgruppe erst einmal ausgemacht ist.

Hintergrundinfos

  • Der Film brachte es bei einem Budget von 42 Millionen US-Dollar auf ein Einspielergebnis von 67 Millionen US-Dollar.


  • Die Dreharbeiten begannen am 25. Oktober 2003 und fanden unter anderem in Brooklyn Heights Brooklyn New York City, Chase Manhattan Plaza New York, Hampton Bays Long Island und in Park Slope Brooklyn New York City statt.


Auszeichnungen

  • Zwei Nominierungen für die Saturn Awards 2005 in der Kategorie Bester Science-fiction-Film und Beste Darstellerin.
  • Nominierung für Golden Trailer Award 2005 als Bester Thriller.
  • Zwei Nominierungen für den Teen Choice Award 2005.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Die Vergessenen (2004)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.