Die Welle (2008)

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Dennis Gansel

Drehbuch

  • Peter Thorwarth

Kamera

  • Torsten Breuer

Schnitt

  • Ueli Christen

Produzent

  • Anita Schneider

Musik

  • Heiko Maile

Erscheinungsjahr

2008

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Deutsch

Länge

107 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Die Welle ist ein deutsch , der auf dem Sozialexperiment The Third Wave basiert. Der Stoff wurde bereits 1981 fürs Fernsehen verfilmt, der gleichnamige Film wurde oft in deutschen Schulen vorgeführt, der daraus entstandene Roman Die Welle (1981) von Morton Rhue ist ebenfalls häufig Unterrichtsgegenstand.

Handlung

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um den Gymnasiallehrer Rainer Wenger und eine Gruppe von Schülern. Während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ bekommt er gegen seinen Willen statt des Themas Anarchie das Thema Autokratie zugeteilt. Seine Schüler finden das Thema langweilig und meinen, es bestehe sowieso keine Gefahr einer Autokratie oder Diktatur mehr in Deutschland. Er startet ein Experiment, um seinen Schülern zu demonstrieren, wie einfach es auch heute noch ist, die Massen zu manipulieren und eine Diktatur zu errichten.

Er ändert die Sitzordnung in eine frontal auf ihn gerichtete Position und demonstriert eigentlich auch noch offen und zunächst eigentlich ohne manipulative Absicht, wie es ist, wenn man militärähnliche Umgangsformen im Alltag einführt, beim Reden aufstehen muss und schnelle, knappe Antworten gibt. Dann zeigt er den Schülern die Wirkung gemeinsamen Marschierens im Gleichschritt auf der Stelle. Nachdem er sich in persönliche Begeisterung hineinsteigert, weil er den verhassten Kollegen unter ihm dadurch stören kann, springt ein Funke echter Begeisterung auf die Schüler über.Wenger beschließt zu Demonstrationszwecken - darüber klärt er die Schüler nicht mehr auf -, eine Art autokratische Bewegung zu gründen. Zunächst sollen alle Schüler der Gruppe als Erkennungsmerkmal weiße Hemden tragen. Ein Mädchen protestiert gegen die Aktion, außerdem verlassen drei Jungen das Projekt, kehren jedoch kurz darauf zurück. Das Mädchen wechselt schließlich den Kurs, sieht sich aber trotzdem zunehmenden Anfeindungen im Freundeskreis ausgesetzt. Der Kurs erhält weiteren Zulauf durch Mundpropaganda und muss sogar einen Aufnahmestopp verhängen. In ihrer Begeisterung überzeugen einzelne Schüler den Lehrer, dem Ganzen einen Namen zu geben. Die (noch demokratische) Abstimmung ergibt den Namen „die Welle“. Der Lehrer erteilt einem Graffiti produzierenden Schüler die Aufgabe, ein Logo zu entwickeln. Daraufhin entstehen in rasender Begeisterung neue Ideen, die Welle zu verbreiten und sich in die Bewegung einzubringen.

Disziplin und Gemeinschaft sind die Grundprinzipien der „Welle“. Gute und schlechte Schüler werden in einer neuen Sitzordnung nebeneinander gesetzt. Das bricht alte Cliquen auf und fördert den Gemeinschaftsgeist. Gemeinsam ist man stark. Andersdenkende werden ausgegrenzt. Die Schüler identifizieren sich mehr und mehr mit der Bewegung, da jeder Einzelne auch die Vorteile der Bewegung wahrnimmt und die Nachteile ausblendet. Ein schwacher Schüler wird von anderen Welle-Mitgliedern beschützt, Welle-Mitglieder sichern sich die Vorherrschaft über die Skater-Halfpipe der Schule und sprayen das Welle-Logo nachts in wilden Gruppenaktionen in der ganzen Stadt. Auch die von Wenger trainierte Wasserballmannschaft erfährt einen plötzlichen Zuschauerandrang.

Doch das Experiment läuft aus dem Ruder, Wenger kann die Bewegung nicht mehr aufhalten, geschweige denn die Dynamik erfassen, die sich außerhalb der Schule abspielt. Warnungen seiner Lebensgefährtin, die auch Lehrerin an derselben Schule ist, werden von ihm ignoriert. Stattdessen wird Wenger noch von der Direktorin der Schule gelobt, weil den Eltern eines Schülers dessen positive Wandlung auffällt. Vor allem erkennt Wenger nicht, dass er an der Rolle des Führers Freude gewonnen und sich verändert hat.

Als er den Schülern bei einer Vollversammlung vorführt, wie sie selbst zu perfekten Faschisten werden, indem er die Schüler gegen einen anwesenden Kritiker aufhetzt und sie gleich darauf etwas hastig beschimpft, dass sie nun zu allem fähig sind, wehren sich einzelne Schüler leidenschaftlich. Sie wollen nicht akzeptieren, dass alles ein Experiment sein soll und die Welle nun zu Ende ist. Nachdem der bei den Schülern sehr beliebte Lehrer sich gegen diese erste Reaktion mühsam durchsetzen und die Mehrheit überzeugen kann, tritt zunächst betretenes Schweigen unter den Schülern ein.

Kurz darauf eskaliert die Situation vollends: Der Schüler Tim, verzweifelter Anhänger der Welle, zieht eine Pistole, schießt zunächst einen Mitschüler an und erschießt sich danach selbst. Die Schule ist traumatisiert, Rainer Wenger wird von der Polizei abgeführt.

Hintergrund

Der Film Die Welle basiert auf dem Sozialexperiment The Third Wave, welches 1967 an der Cubberley High School in Palo Alto durchgeführt wurde. Der Stoff wurde bereits 1981 ebenfalls unter dem Titel die Welle verfilmt.

Die Handlung dieser neuen Verfilmung 2008 wird allerdings aus den USA in das moderne Deutschland verlegt. Im Vergleich zur wahren Begebenheit und zur ersten Verfilmung wurde das Ende abgeändert: Um mehr Dramatik zu erzeugen, endet der Film blutig; im Original wird das Experiment einfach beendet.

Die Titelmusik steuerte die Berliner Rockband Empty Trash mit dem Song „Garden Of Growing Hearts“ bei.

Der Hauptdrehort war das Marie-Curie-Gymnasium im Brandenburgischen Dallgow-Döberitz. Obwohl die Schule im Film auch so heißt, spielt der Film aber an einem fiktiven Ort. Das wird unterstrichen durch die Tatsache, dass der Name des Ortes zu keinem Zeitpunkt von den Schauspielern erwähnt wird, alle Autos haben das Kennzeichen „BE“, das seit 1975 nicht mehr vergeben wird. Die Aufnahmen rund um Wasserball wurden in einem Hallenbad in Berlin-Reinickendorf gedreht. Weitere Drehorte befinden sich in Potsdam. Unter anderem wird die Strand-Party in der Speicherstadt und die Gerüstszene an der Potsdamer Nikolaikirche gespielt.

Rezensionen

Einzelnachweise



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Die Welle (2008)" (Stand: Thu, Mar 20th 2008, 21:41) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.