Die amerikanische Nacht

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • François Truffaut

Drehbuch

  • François Truffaut

Kamera

  • Pierre-William Glenn

Schnitt

  • Yann Dedet

Produzent

  • Marcel Berbert

Musik

  • Georges Delerue

Erscheinungsjahr

1973

Produktionsland

Frankreich

Originalsprache

französisch

Originaltitel

La nuit américaine

Länge

115 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Die amerikanische Nacht (französischer Originaltitel: La nuit américaine) ist ein Kinofilm des Regisseurs François Truffaut.

Handlung

Ein Film wird gedreht. Sechs Wochen werden die Dreharbeiten für den Film Je vous présente Pamela dauern. Mit ihren unterschiedlichen Erwartungen, Charakteren und Lebensentwürfen provozieren die Beteiligten geradezu das Entstehen von Streit, Eifersucht, Stress und den vielbeschworenen künstlerischen Differenzen. Sie alle eint jedoch die eine Leidenschaft für den Film, für den sich alle Opfer lohnen.

Rezeption

Die Liebeserklärung an das Kino wird getragen von einer melancholischen Grundstimmung, die aber letztlich auch das Leben an sich feiert.

Zwischen Filmgeschichtsinteressierten wird die Frage diskutiert, welches der bessere Film im Film ist, Die amerikanische Nacht von François Truffaut oder 8½ von Federico Fellini.

Kritik

In einer wohldosierten Mischung aus Tragik und Heiterkeit inszenierte François Truffaut, der selbst die Rolle des Regisseurs spielt, einen mitreißenden Film um die Ereignisse vor und hinter der Kamera. Eine auf den ersten Blick leichtgewichtige, tatsächlich jedoch mit großer stilistischer Virtuosität gestaltete Liebeserklärung an das Filmemachen und an die Welt des Kinos, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit zuweilen verwischen. Kritik von film-dienst / Lexikon des internationalen Films


Hintergründe

Im Film kommt ein spezielles Verfahren zum Einsatz, das dem Zuschauer Nacht vortäuscht, obwohl die jeweilige Szene am Tag gedreht wurde. Dieser Filtertrick wird Day-for-Night (oder auch Amerikanische Nacht) genannt. Dabei wird ein Blaufilter vor das Objektiv gesetzt und die Blende der Kamera 1-2 Stufen herabgeblendet.

Die amerikanische Nacht ist den Gish-Schwestern (Lillian Gish und Dorothy Gish) gewidmet.

Sequenzen aus "Die amerikanische Nacht" fanden 1978 Verwendung in Truffauts Liebe auf der Flucht. Aus der Scriptvolontärin Liliane wird nun in behaupteten Rückblenden Christines Freundin Liliane, die eine kurze Affaire mit Antoine hat. In einen Streit zwischen Liliane und Alphonse aus "Die amerikanische Nacht" wird Claude Jade als Christine montiert, so dass der Eindruck entsteht, die Szene gehöre tatsächlich in den Doinel-Zyklus.

Auszeichnungen

Oscarnominierung

Der Kinofilm Die amerikanische Nacht wurde sowohl 1974, als auch 1975 nominiert. Zuerst als französischer Beitrag in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film und im folgenden Jahr in den Kategorien Beste Regie, Bestes Drehbuch und die Schauspielerin Valentina Cortese als Beste Nebendarstellerin in diesem Film.

Oscarpreisträger
  • 1974: Bester fremdsprachiger Film


Weitere Nominierungen gab es für den Golden Globe. Außerdem erhielt der Film Auszeichnungen durch die amerikanischen Kritiker und beim britischen Filmpreis.

Weblinks



Quellen





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Die amerikanische Nacht" (Stand: Sun, Aug 3rd 2008, 08:15) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.