Dina – Meine Geschichte

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Ole Bornedal

Drehbuch

  • Jonas Cornell

Kamera

  • Dan Laustsen

Schnitt

  • Molly Marlene Stensgard

Produzent

  • Axel Helgeland

Musik

  • Marco Beltrano

Erscheinungsjahr

2002

Produktionsland

Norwegen

Originaltitel

I am Dina

Länge

193 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Dina – Meine Geschichte ist ein Filmdrama des Regisseurs Ole Bornedal aus dem Jahr 2002 nach einem Roman von Herbjoerg Wassmo. Der Film entstand in internationaler Co-Produktion. Deutschland-Premiere war am 2. Dezember 2004.

Handlung

Dina ist ein junges Mädchen, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Norwegen lebt. Ihre Mutter kam bei einem Unfall ums Leben, den sie verursacht hat. Dieses Wissen und ihr Vater, der sie von sich weist, führt dazu, dass Dina von Schuldgefühlen geplagt wird. Die Dienerschaft sol das Mädchen von nun an großziehen, doch da sich niemand richtig um sie kümmert, vereinsamt sie. Ausserdem entwickelt sie eine innere Furcht vor Besessenheit, den Leuten nur Unglück zu bringen. Die meiste Zeit verbringt Dina draußen in der Landschaft, wo sie nun langsam zu einer wilden jungen Frau heranreift. Als Analphabetin, die nicht sprechen will, hat sie keinerlei Kontakte zu anderen Menschen.

Jacob, ein Freund der Familie, kann Dina zurückholen. Mit Hilfe eines privaten Lehrers erkennt sie die Liebe zur Musik und erlernt das Cello-Spielen. Sie bekommt wieder Kontakt zur Umwelt. Nur der Vater bleibt zurückgezogen. Jacob ist geblendet von Dinas außerordentlicher Schönheit und verliebt sich in sie. Schon bald heiraten die beiden. Jacob zieht mit seiner jungen, schönen Frau auf das Gut Reinsnes. Dina entwickelt als Frau des Hausherren eine Lust am üppigen Leben. Jacob befürchtet, dass Dinas starker Wille, ihre Unberechenbarkeit und auch ihr Freiheitsdrang ihn überfordern könnte.

Als Jacob stirbt und Dina die Gutsleitung übernimmt, stellt sich Jacobs Familie gegen sie. Die Familie ist von dem Eigensinn und der Lebensweise Dinas entsetzt. Nur wenige Wochen nach Jacobs Tod bekommt Dina ein Kind. Für die Geburt ihres Sohnes geht sie hinaus in die Wälder. Der Sohn hat keine Ähnlichkeit mit Jacob, ausserdem will Dina kein Kind großziehen. Der Junge, Benjamin, wird zu Stina, einer Samin, gegeben.

Als der Stall in Flammen steht, werden die Löscharbeiten von einer Reisegesellschaft, die per Schiff über den Fjord reist, unterstützt. Unter den Reisenden ist der Russe Leo. Dina und Leo sind fasziniert voneinander, doch Leo muss geschäftlich weiterreisen. Wie versprochen kommt Leo wieder, und Dina verlangt von ihm, sie nie wieder zu verlassen. Abermals verschwindet Leo und bleibt diesmal verschwunden. Sie macht sich auf die Suche nach ihm. Ausgerechnet ihr Vater gibt ihr den Rat, nach Bergen zu fahren. Dort findet Dina Leo auch. Wegen revolutionärer Taten sitzt er im Gefängnis. Dina schafft es nicht ihn freizubekommen und reist deprimiert und erschöpft nach Hause. Sie schwört sich, alles zu tun, dass Leo sie nicht verlässt. Und tatsächlich kommt Leo zu ihr zurück. Er stellt ihr die Bedingung, dass sie sich dem Leben öffnen soll und Liebe nicht nur empfangen sondern auch geben soll.

Kritiken



Hintergrund

  • Mit 144 Millionen Norwegischen Kronen (umgerechnet ca. 21 Millionen Dollar) war der Film die teuerste norwegische Produktion.
  • Das Gut, auf dem gedreht wurde, befindet sich in Nord-Norwegen, in Kjerringoy.
  • Die Filmmusik wurde im Dezember 2001 in Köln vom Gürzenich-Orchester Köln unter Leitung des Komponisten aufgenommen.


Auszeichnungen

Der FIlm wurde auf zahlreichen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem FIPRESCI-Preis beim europäischen Filmfestival von Lecce. Beim World Film Festival in Montreal/Kanada wurden Regisseur Bomedal und Maria Bonnevie geehrt. Bonnevie gewann zudem den Amanda Award, eine norwegische Auszeichnung. Beim Robert Festival 2003 in Kopenhagen wurden die technischen Kategorien prämiert. Der Film wurde in den Kategorien Kamera (Dan Laustsen), Kostümdesign (Dominique Borg), Make-Up (June Palgard, Elisabeth Bukkehave), Ausstattung (Steffen Aarfing, Marie í Dali) und Ton (Michael Dela, Nino Jacobsen) ausgezeichnet.

Literatur

  • Herbjoerg Wassmo: Dina, meine Geschichte - Das Buch zum Film, übersetzt von Ingrid Sack - Droemer/Knaur, 2004 - ISBN 3-426-62990-9
  • Herbjoerg Wassmo: Das Buch Dina - übersetzt von Ingrid Sack - Droemer/Knaur, 2008 - ISBN 3-426-63860-6


Weblinks



Einzelnachweise



Jeg er Dina



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Dina – Meine Geschichte" (Stand: Wed, Apr 30th 2008, 03:55) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.