Dogma

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Kevin Smith

Drehbuch

  • Kevin Smith

Kamera

  • Robert Yeoman

Schnitt

  • Kevin Smith

Produzent

  • Kevin Smith

Musik

  • Alanis Morissette

Erscheinungsjahr

1999

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Dogma

Länge

120 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Dogma ist eine Fantasy-Satire (USA 1999) von Regisseur und die starbesetzte Fortsetzung der New-Jersey-Filme.

Handlung

Nachdem die zwei Engel Loki und Bartleby vor tausenden Jahren in Ungnade Gottes gefallen sind und von diesem auf ewige Zeiten aus dem Himmel nach Wisconsin verbannt wurden, möchten sie nun zurück nach Hause gelangen. Ein ihnen vom Dämonen Azrael zugespielter Zeitungsartikel kommt ihnen gerade recht: ein aus New Jersey bietet anlässlich der Einhundertjahr-Feier seiner allen en an, ihnen ihre Sünden zu vergeben, sobald sie diese Kirche betreten. Loki und Bartleby hoffen so, in den Himmel zurückkehren zu können. Damit wäre allerdings die Unfehlbarkeit Gottes widerlegt und alle Existenz würde vernichtet werden.

Da Gott von einem Skee Ball-Ausflug in Menschengestalt nicht wieder zurückgekehrt ist, muss die personifizierte Stimme Gottes, der Engel Metatron, die einzige Nachfahrin von Jesus, Bethany, davon überzeugen, dass sie die beiden Engel aufhalten muss. Unterstützung erhält Bethany dabei vom dunkelhäutigen 13. Apostel Rufus (der sich darüber beschwert, dass er nicht in der Bibel steht), den beiden Propheten Jay und Silent Bob sowie der Muse Serendipity (die zwar andere inspirieren kann, selbst aber als Stripperin arbeitet).

Auf ihrer abenteuerlichen Odyssee nach New Jersey bekommen es Bethany und ihre Begleiter unter anderem mit einem Höllendämon, dem Golgathaner, zu tun, der aus den Exkrementen gekreuzigter Verbrecher entstanden ist. Sowohl ihn, als auch Azrael können die göttlichen Freunde ausschalten. Währenddessen betätigen sich Loki und Bartleby als Racheengel und töten die Vorstandsmitglieder einer Spielzeugfirma, da diese mit ihrem populären Produkt, einem goldenen Zeichentrick-Kalb, angeblich ein Götzenbild erschaffen und noch eine Reihe anderer Sünden begangen hätten.

Als Bethany und ihre Begleiter an der Kirche ankommen, hat Bartleby bereits ein Blutbad angerichtet, während Loki mittlerweile Zweifel gekommen sind. Schließlich tötet Bartleby seinen Kameraden Loki und scheint unbesiegbar, doch dann findet Bethany heraus, wo Gott sich befindet: Er ist im Körper eines im Koma liegenden Mannes gefangen. Bethany stellt die Maschinen, die den Komapatienten zwischen Leben und Tod halten, ab und befreit damit Gott. Dabei wird sie jedoch von der aufsteigenden Macht Gottes getötet.

Vor der Kirche erscheint Gott gleich darauf in Gestalt einer Frau und hält Bartleby auf. Sie gewährt ihm Vergebung. Als Silent Bob die tote Bethany zu der Kirche bringt, erweckt Gott sie wieder zum Leben. Am Ende teilt Metatron der überglücklichen Bethany mit, dass sie schwanger ist und eine Tochter bekommt, auf die große Aufgaben warten.

Trivia

  • Dogma ist der vierte Film aus der mittlerweile sechs Werke umfassenden New-Jersey-Reihe, die aus der Feder von Regisseur stammt. Die Filme bauen teilweise lose aufeinander auf. In jedem spielen auch die Helden Jay und Silent Bob mit, die ursprünglich nur als zwei der Kunden im Film Clerks erdacht waren. Kevin Smith selbst ist der Darsteller des Silent Bob. In Dogma erhalten sie erstmalig eine stärkere Präsenz.
  • Die Rolle Gottes sollte ursprünglich Holly Hunter spielen, die allerdings absagte, ebenso Emma Thompson, die schwanger wurde. Bethany sollte erst von Smiths Exfreundin Joey Lauren Adams gespielt werden, auch Alanis Morissette war einmal dafür vorgesehen. Diese verkörperte aber dann Gott. Albert Brooks sollte Kardinal Glick spielen.
  • Bei Kosten von 10 Millionen US-Dollar spielte der Film 30 Millionen US-Dollar ein.
  • Die einzigen Worte, die Silent Bob in diesem Film spricht, sind „Keine Fahrkarte“ (ein Indiana-Jones-Zitat), nachdem er Loki und Bartleby aus dem fahrenden Zug geworfen hat und "Danke" nach einer Bemerkung Rufus' über seine Schweigsamkeit.
  • Im Abspann findet sich "Jay and Silent Bob will return in Clerks 2 - Hardly Clerkin"
  • Als Kevin Smith hörte, dass eine christliche Gruppe vor einem Kino gegen den (ihrer Meinung nach) blasphemischen Film demonstrieren wollte, fertigte er zusammen mit einem Freund ein riesiges Plakat mit der Aufschrift "Dogma is Dogshit" an, stellte sich damit zu der Gruppe und demonstrierte gegen seinen eigenen Film. Eine TV-Reporterin vor Ort glaube sogar, in ihm den Regisseur des Filmes erkannt zu haben, von ihr darauf angesprochen verleugnete er dies jedoch.


Bezugnahmen auf andere Werke

  • Als Loki (Matt Damon) versucht, eine Nonne davon zu überzeugen, dass der christliche Glaube nicht das Beste ist, bezieht er sich auf Das Walross und der Schreiner aus dem Buch „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll. Die Nonne sieht die Argumente Lokis ein und wird zum Ende von Loki ermuntert, sich von der Kollekte ein Kleid zu kaufen und Männer - oder auch Frauen - zu treffen.


  • Auf dem Weg nach New Jersey, unmittelbar nach dem Handgemenge im Zug, in dem Silent Bob (Smith) Bartleby (Affleck) und Loki (Damon) aus dem fahrenden Zug wirft, blickt Silent Bob auf und sagt in einem bestimmenden Ton zu einem männlichen Passagier: „Keine Fahrkarte“, ein direkter Bezug zu Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, wo Jones einen deutschen Offizier aus dem Fenster eines Zeppelin wirft.


  • In einer Szene bezieht sich der Film auf den Kult-Horror Film The Howling von 1981. In der Referenzszene ermuntert Azrael Silent Bob, er möge ihn mit einem Golfschläger schlagen. In The Howling, lädt ein Werwolf mit dem Namen Eddie Quist einen Mann ein, er solle ihn mit der Waffe erschießen. Quist glaubt zu seinem Unglück, dass es sich um eine gewöhnliche Waffe handelt und ihn nicht oder nur leicht verletzten wird. Dabei handelte es sich jedoch um eine silberne Kugel, die Werwölfe töten kann.


  • In einer Szene hält Alan Rickman (Metatron) ein Radio, ähnlich wie in dem Film Stirb langsam, dort spielt Rickmann den Terroristen Hans „Jack“ Gruber.


  • Alan Rickman (Metatron) bezieht sich auf die Filmreihe und sagt: „Auftragen und Polieren“, als Gott ihre Hände auf Bethany legt, um sie wiederzubeleben. (Filmminute ca. 1:50:45)


  • Der Metatron macht einen weiteren Hinweis auf Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann, als er über Gott, die sich gerade über Bethany beugt, folgendes sagt: „Sie kann sie wieder herstellen. Sie hat die Technologie. Sie kann sie besser, stärker, schneller machen.“


  • Als Rufus (Chris Rock) aus dem Himmel fällt, ist Jays Kommentar: „Vielleicht hat er eine Nachricht auf sich geschrieben, wie in Con Air!“. In dem Film Con Air wird ein Mann, gespielt von Dave Chappelle, getötet und eine Nachricht wird auf seinen Körper geschrieben, danach wird seine Leiche aus dem Flugzeug geworfen. Die Nachricht soll die Behörden darüber informieren, dass das Flugzeug von ausgebrochenen Gefangenen entführt ist.


  • In einer Szene treffen Loki und Bartleby auf Kardinal Glick. Glick bittet einen Polizisten McGee, er möge die beiden entfernen. Darauf antwortet Bartleby dem Polizisten, „Machen Sie mich nicht wütend, McGee. Sie wollen nicht, dass ich wütend werde.“ In der US-TV Serie The Incredible Hulk, war einer der wichtigsten Charaktere ein Reporter namens McGee, eine häufig wiederkehrende Phrase war „Machen Sie mich nicht wütend, McGee. Sie wollen nicht, dass ich wütend werde.“


Kritiken

  • Christopher Null von filmcritic.com bezeichnet Dogma als einen der „lustigsten Filme des Jahres 1999“.
  • Paul O'Callaghan von der Orlando Weekly beschreibt den Film als „lustig, rasant und provokativ“.
  • John J. Puccio kritisiert auf DVDTown.com, dass „der Film, je länger er dauere, immer langweiliger werde“.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Dogma (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.