Eine ganz normale Familie
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Elizabeth McGovern als Jeannine Pratt
- Judd Hirsch als Dr. Berger,
- Timothy Hutton
als Conrad Jarrett,
- Beautiful Girls
- City of Industry
- Das geheime Fenster
- Der Falke und der Schneemann
- Deterrence
- Die Aushilfe
- Die Kadetten von Bunker Hill
- French Kiss
- Kinsey – Die Wahrheit über Sex
- Land des Sonnenscheins – Sunshine State
- Noch einmal Ferien
- Playing God
- Stark – The Dark Half
- Vig
- Wehrlos – Die Tochter des Generals
- When a Man Falls in the Forest
- WW3
- Mary Tyler Moore als Beth Jarrett,
- Donald Sutherland
als Calvin Jarrett,
- 1900
- American Gun
- Ask the Dust
- Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen
- Bierfest
- Buffy – Der Vampir-Killer
- Citizen X
- Das Leben – Ein Sechserpack
- Dämon – Trau keiner Seele
- Der Adler ist gelandet
- Der große Eisenbahnraub (1979)
- Der Tag der Heuschrecke
- Die Bäreninsel in der Hölle der Arktis
- Die Himmelsstürmer
- Die Jury
- Die Liebe in mir
- Die Nadel
- Die Verschwörung im Schatten
- Ein Schatz zum Verlieben
- Enthüllung
- Fellinis Casanova
- Final Fantasy: Die Mächte in dir
- Free Money
- Hate – Haß
- Human Trafficking
- Ich glaub’, mich tritt ein Pferd
- Instinkt
- JFK – Tatort Dallas
- Johnny zieht in den Krieg
- Klute
- Land of the Blind
- Lethal Point – Zwei gnadenlose Profis
- Lock Up – Überleben ist alles
- Outbreak – Lautlose Killer
- Panic
- Puppet Masters – Bedrohung aus dem All
- Revolution
- Salem’s Lot
- Salem’s Lot – Brennen muss Salem
- Stoßtrupp Gold
- Stolz und Vorurteil (2005)
- Stolz und Vorurteil (2005)
- The Art of War
- The Assignment – Der Auftrag
- The Italian Job – Jagd auf Millionen
- Unterwegs nach Cold Mountain
- Unterwegs nach Cold Mountain
- Uprising – Der Aufstand
- Virus
- Wenn die Gondeln Trauer tragen
- Wenn die Gondeln Trauer tragen
Regie
- Robert Redford
Kamera
- John Bailey
Schnitt
- Jeff Kanew
Produzent
- Ronald L. Schwary
Musik
- Marvin Hamlisch
Erscheinungsjahr
1980Produktionsland
USAOriginalsprache
englischOriginaltitel
Ordinary PeopleLänge
119 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
Die Familie Jarrett ist wohlhabend und lebt in einer großen Villa in einem gepflegten Vorort. Die Eltern gehen gerne Golf spielen, der Sohn ist Mitglied im hiesigen Schwimm-Team seiner Schule - ganz gewöhnliche Menschen möchte man meinen, wenn nicht der Tod des ältesten Sohnes Buck wie ein Fluch über der Familie lasten würde. Bei einem Segelturn gerieten er und sein jüngerer Bruder Conrad in einem Sturm. Das kleine Segelschiff kenterte und nur Conrad überlebte das Unglück. Seitdem hat Conrad Schuldgefühle die durch seine Mutter noch verstärkt werden: Beth Jarret die ihren erstgeborenen Sohn über alles liebte und immer dem jüngeren vorzog, versucht den inneren Schmerz über den Verlust ihres Lieblingskindes durch äußerliche Gefasstheit und Gefühlskälte zu überspielen und gibt insgeheim Conrad die Schuld an dem Unglück, der nach einem Selbstmordversuch aus der Klinik entlassen wieder nach Hause kommt. Auch von ihrem Ehemann Calvin entfremdet sich Beth mehr und mehr. Während Conrad Gehör bei Dr. Berger, einem Psychiater, findet und seiner unterdrückten Angst und Wut allmählich freien Lauf lässt, will Beth weiterhin die Fassade der "ganz normalen" Familie aufrechterhalten und versucht jeden Konflikt zu vermeiden. Nachdem auch Calvin den Psychologen seines Sohnes aufsucht und zu der Erkenntnis kommt, dass er seine Ehefrau nicht mehr liebt, zerbricht das scheinbar perfekte Familienidyll. Beth Jarrett zieht aus dem gemeinsamen Haus aus, Vater und Sohn bleiben allein zurück und geben sich gegenseitig in dieser schweren Stunde Halt und Kraft.Entstehungsgeschichte
Schauspieler Robert Redford entschied sich für den Film, weil ihn die Familienprobleme die in der Romanvorlage behandelt werden sehr an seine eigene Kindheit erinnerten. Er kaufte die Filmrechte am noch unveröffentlichten Roman von Judith Guest und betraute den Drehbuchautoren Alvin Sargent mit der Leinwandadaption. Der erste Entwurf des Drehbuchs zu Eine ganz normale Familie verschlang anderthalb Jahre, das Bearbeiten des zweiten Entwurfs ein weiteres Jahr. Es war sehr schwierig für Drehbuchautor Alvin Sargent einen Roman für die Leinwand zu adaptieren, der zwar heftige Dialoge, jedoch größtenteils keine Beschreibung der Charaktere oder Details über den Ort der Handlung enthielt.Interpretation
Erfolgreicher konnte sich Robert Redford sein Regiedebüt nicht wünschen. 1980 drehtRedford mit der gelernten TV-Komödiantin Mary Tyler Moore, dem versierten kanadischen Charakterdarsteller Donald Sutherland und dem erst 19-jährigen Timothy Hutton ein Drama, das vor allem durch die herausragenden schauspielerischen Leistungen von Hutton und Moore getragen wird. Ohne den für Hollywood typischen Kitsch richtet Redford sein Augenmerk auf die gutbürgerlichen Jarrets, deren aufgebaute Fassade einer glücklichen Familie immer schneller zerbröckelt. Eine faszinierende Charakterstudie die zur damaligen Zeit unkonventionell mit den Themen Psychotherapie und Selbstmord unter Jugendlichen umging. Der 6 Mio. US-Dollar teure Film spielte allein an den nordamerikanischen Kinokassen mehr als das neunfache seiner Produktionskosten wieder ein.Kritiken
- "Das intelligente und brillant inszenierte Regiedebüt von Schauspieler Robert Redford erhielt gleich vier Oscars ..." (VideoWoche)
Anmerkungen
- Timothy Huttons Vater, der Schauspieler Jim Hutton, starb kurz vor den Dreharbeiten zum Film. Timothy Hutton gab aber zu, dass er diesen persönlichen Schicksalsschlag nicht als Basis für Conrads Depressionen verwendete.
- Gene Hackman war eigentlich für die Rolle des Dr. Berger ausgesucht worden, musste aber aus dem Projekt aussteigen. Judd Hirsch wurde daraufhin verpflichtet. Die Szenen mit ihm wurden in nur acht Tagen gedreht, damit es nicht zu Überschneidungen mit dem Drehplan zu Hirschs Fernsehserie Taxi kam.
- Die finale Szene im Esszimmer wurde ursprünglich mit Donald Sutherland und Mary Tyler Moore gedreht. Aber während der Film geschnitten wurde, hatte Sutherland den Eindruck, dass Calvin zu sehr weinte und er die Szene ruiniert hätte. So drehten er und Regisseur Robert Redford die Szene noch einmal, ohne Mary Tyler Moore, die zu dieser Zeit Theater in New York spielte und keine Zeit für einen Nachdreh hatte. So las Redford Moores Part hinter der Kamera, während Sutherland dazu vor der Kamera agierte.
- Bevor Robert Redford Mary Tyler Moore für den Film verpflichtete, hatte der Regisseur mit dem Gedanken gespielt Lee Remick für die weibliche Hauptrolle zu besetzen.
- Elizabeth McGovern war während den Dreharbeiten Studentin an der renommierten Juilliard School of Dramatic Art in New York. Die Schule erlaubte es McGovern im Film mitzuspielen, unter der Bedingung, dass sie erst Freitag Abend für die Dreharbeiten nach Chicago reiste und sonntags wieder in der Schule war, so dass die Szenen mit ihr nur samstags gedreht werden konnten. Es war das erste Mal, dass die Juilliard School einer Schülerin während der Schulzeit gestattete an Dreharbeiten zu einem Film teilzunehmen.
- Ursprünglich waren Bruce Dern bzw. für die Rolle des Calvin Jarrett vorgesehen.
- Die Szene im Restaurant zwischen Conrad und Karen, seiner Freundin aus dem Krankenhaus, wurde in Wilmette, Illinois im Original House of Pancakes gedreht. Eine Fotografie Robert Redfords, die während der Dreharbeiten entstand, hängt heute über der Menütafel im vorderen Eingangsbereich.
- Bei der Schule die für die Filmaufnahmen ausgesucht wurde, handelt es sich um die Lake Forest High School. Sie hat sich heute kaum verändert und dient immer noch als öffentliche Schule. Die Schwimmhallen-Szenen entstanden jedoch an einem College in der Umgebung, weil die Halle der Lake Forest High School für das nötige Filmequipment nicht groß genug war.
- Das Kostüm von Dinah Manoff, die den kleinen Part von Karen übernahm, Conrads Bekanntschaft aus dem Krankenhaus, stammte von Kostüm-Designer Bernie Pollack. Pollack hatte beim Einkaufen ein Mädchen gesehen, das, wie er glaubte, den perfekten Look für Karens Charakter hatte. Pollack sprach sie an und versprach ihr zwanzig US-Dollar, für die sie jedes Outfit kaufen konnte, dass sie wollte, vorausgesetzt das Mädchen gab dem Modedesigner die Kleidung, die sie gerade trug.
- Einen Monat nach dem Kinostart des Films, erschoss sich Mary Tyler Moores Sohn Richie. Der Selbstmord wurde zum damaligen Zeitpunkt offiziell als Unfall deklariert.
Auszeichnungen
1981 zählte Eine ganz normale Familie mit sechs Nominierungen zum erweiterten Favoritenkreis der Oscar-Verleihung. Nachdem Robert Redfords Werk zwei Monate zuvor mit fünf Golden Globes ausgezeichnet worden war, setzte sich das Drama in der Oscar-Nacht u. a. gegen Martin Scorseses Wie ein wilder Stier und David Lynchs Der Elefantenmensch durch und wurde mit vier Academy Awards prämiert. Neben den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch schrieb Nebendarsteller Timothy Hutton mit seinen zwanzig Jahren als einer der jüngsten Preisträger in der Kategorie Bester Nebendarsteller Oscar-Geschichte.Oscar 1981
- Bester Film
- Beste Regie
- Bestes adaptiertes Drehbuch (Alvin Sargent)
- Bester Nebendarsteller (Timothy Hutton)
Nominiert in den Kategorien
- Beste Hauptdarstellerin (Mary Tyler Moore)
- Bester Nebendarsteller (Judd Hirsch)
BAFTA-Award 1982
- nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Mary Tyler Moore)
Golden Globe 1981
- Bester Film - Drama
- Beste Regie
- Beste Hauptdarstellerin (Mary Tyler Moore)
- Bester Nebendarsteller (Timothy Hutton)
- Bester Nachwuchsdarsteller (Timothy Hutton)
Nominiert in den Kategorien
- Bester Hauptdarsteller (Donald Sutherland)
- Bester Nebendarsteller (Judd Hirsch)
- Bestes Drehbuch
Weitere
Awards of the Japanese Academy 1982- nominiert als bester ausländischer Film
Directors Guild of America 1981
- Beste Regie
- Bester Film
Los Angeles Film Critics Association Awards 1981
- Bester Nebendarsteller (Timothy Hutton)
National Board of Review 1980
- Bester englischsprachiger Film
- Beste Regie
New York Film Critics Circle Awards 1980
- Bester Film
Writers Guild of America 1981
- Bestes adaptiertes Drehbuch
Literatur
- Judith Guest: Eine ganz normale Familie, 1984 Rowohlt/Reinbek, ISBN 3498024264
- Judith Guest: Ordinary People, 1993 Penguin Books, ISBN 0140065172 (engl. Ausgabe)
- Sargent, Alvin: Ordinary people : screenplay. Calif. : Script City, 1979. (engl. Ausgabe)
Weblinks
En helt almindelig familie
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Eine ganz normale Familie" (Stand:
Sun, Apr 20th 2008, 15:36)
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