Event Horizon – Am Rande des Universums

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Paul W. S. Anderson

Drehbuch

  • Philip Eisner

Kamera

  • Adrian Biddle

Schnitt

  • Martin Hunter

Produzent

  • Lawrence Gordon

Musik

  • Orbital

Erscheinungsjahr

1997

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Event Horizon

Länge

92 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Event Horizon – Am Rande des Universums (1997) ist ein Science-Fiction- und Horrorfilm von Regisseur Paul W. S. Anderson. Hauptdarsteller sind Laurence Fishburne und Sam Neill.

Handlung

Im Jahr 2047 bricht das Bergungsraumschiff Lewis & Clark zu einer geheimen Rettungsmission in der Nähe des Neptun auf. Erst nach dem Start erläutert der mitgereiste Wissenschaftler Dr. Weir Captain Miller und dessen Mannschaft das Ziel des Unternehmens: Sie sollen die Event Horizon bergen, einen vor sieben Jahren verschollenen Prototypen, der als allererstes Raumschiff schneller als das Licht fliegen sollte. Dafür war es mit einem von Weir entwickelten, revolutionären Antrieb ausgestattet, der ein künstliches generiert.

Als die Mannschaft die Event Horizon tatsächlich treibend im Neptun-Orbit findet und eine Bergungsmannschaft an Bord geht, stellt sie fest, dass alle Besatzungsmitglieder tot sind; scheinbar haben sie sich gegenseitig abgeschlachtet. Nach und nach kommen sie dem Geheimnis des Schiffes auf die Spur und sehen sich mehr und mehr mit ihren eigenen Ängsten konfrontiert. Nachdem die ersten Besatzungsmitglieder von grauenhaften Visionen in den Tod getrieben werden und die Lewis & Clark durch einen Sabotageakt zerstört wird, erkennt Weir, dass die Event Horizon durch das schwarze Loch in ein anderes Universum geflogen ist, aus dem sie, auf unerklärliche Weise transformiert, als eine Art denkendes Wesen zurückkehrte, das die Fähigkeit hat, die schlimmsten Ängste aller Menschen an Bord real werden zu lassen.

Captain Miller wird von zum Leben erwachten Erinnerungen an einen Kollegen gequält, den er vor Jahren in einem brennenden Schiff sterben lassen musste, um die restliche Besatzung zu retten. Dennoch versucht er sich zu konzentrieren und die Event Horizon zu zerstören. Obwohl Weir, der von dem Raumschiff geblendet und in seinen Bann gezogen wurde, ihn stoppen will, kann der hintere Teil des Rumpfes mit dem Gravitationsantrieb abgesprengt werden, welcher dann durch das von Weir kurz davor aktivierte Schwarze Loch fliegt. Der erste Offizier, Leutnant Starck, kann mit zwei Besatzungsmitgliedern im Vorderteil des Schiffes entkommen und wird nach der Rückreise von 72 Tagen durch eine Rettungsmannschaft befreit.

Ein Mitglied dieser Rettungsmannschaft öffnet dabei sein Helmvisier und darunter sieht man das Gesicht von Dr. Weir, allerdings in der Form, wie ihn nur Cpt. Miller auf dem Maschinendeck wirklich gesehen hatte. Kurz danach verschwindet die Vision und die wirkliche Rettungsmannschaft ist zu sehen.

Hintergrund

  • Der Plot des Films erinnert stark an den Film The Dark Side of the Moon (1990), in dem eine nichtsahnende Besatzung ebenfalls gezwungen ist, ein vom „Bösen“ heimgesuchtes Raumschiff zu betreten.
  • Eine andere Inspiration könnte die Kurzgeschichte "Hinterwäldler" von William Gibson gewesen sein. Darin werden Piloten durch ein zufällig entdecktes schwarzes Loch geschickt, aus dem sie später mit Artefakten einer fremden Zivilisation zurückkehren. Allerdings in einer schwer gestörten psychischen Verfassung, in der sie von nichts berichten können (technische Aufzeichnungsgeräte versagen) oder sie haben schon auf der Reise Selbstmord begangen, was die Phantasie über die Art der Begegnung anregt.
  • Die architektonische Vorlage für die Event Horizon ist die Pariser Kathedrale Notre Dame.
  • Der Name Event Horizon („Ereignishorizont“) bezieht sich auf die maximale Entfernung von einem schwarzen Loch, ab der die Gravitation so groß wird, dass selbst Licht nicht mehr fliehen kann. Phonetisch enthält er auch Alliterationen zu „Evil“ und „Horror“.
  • Die Lewis & Clark ist nach Meriwether Lewis und William Clark, den Anführern der Lewis-und-Clark-Expedition, benannt.
  • Entscheidend für den Plot des Films ist eine Fehlübersetzung aus dem Lateinischen: Statt „liberate me“ (befreit mich) ruft der Captain der Event Horizon in der Funk-Nachricht „liberate tuteme ex inferis“ (Rettet euch vor der Unterwelt (= Hölle)). Dies ist allerdings grammatikalisch inkorrekt, statt „tuteme“ müsste es „vos“ oder „vosmet“ heißen.
  • Viele Szenen mussten geschnitten werden um eine NC-17 Freigabe, die große Einschränkungen in der Kinoauswertung mit sich gebracht hätte, zu verhindern. Leider sind viele dieser geschnittenen Szenen vernichtet worden. Die Reste sind auf der Special Edition DVD als Bonus enthalten. Die deutsche FSK 16 Fassung entspricht der amerikanischen R-Rated Kinofassung.
  • Die Idee, durch ein fliegen zu können, wird von den meisten Wissenschaftlern, welche sich mit dieser Thematik befassen, als unmöglich betrachtet.
  • Für Laurence Fishburne war der Film ein wichtiger Part seiner Karriere: er half Fishburne unter anderem, die Rolle als "Morpheus" in Matrix zu bekommen.


Trivia

  • In einer Funkantenne ist ein komplettes Modell eines X-Wing-Raumjägers aus Star Wars verbaut.
  • Im Computerspiel F.E.A.R. finden sich vereinzelt Zeitschriften mit der Meldung "Event Horizon found".


Kritik

{{Zitat|Science-Fiction-Horror-Thriller, der seine guten Ideen nicht zu einem überzeugenden Ganzen zu bündeln versteht und zudem in seinen vielen Genrezitaten nicht auf spekulative Versatzstücke verzichtet.|Lexikon des Internationalen Films}}

Auszeichnungen

  • Pegasus Award (Publikumspreis für Paul W. S. Anderson)


Weblinks



Horizont události



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Event Horizon – Am Rande des Universums" (Stand: Wed, May 7th 2008, 16:37) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.