Exotica

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Atom Egoyan

Drehbuch

  • Atom Egoyan

Kamera

  • Paul Sarossy

Schnitt

  • Susan Shipton

Produzent

  • Robert Lantos

Erscheinungsjahr

1994

Produktionsland

Kanada

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Exotica

Länge

103 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Exotica ist ein Filmdrama des Regisseurs Atom Egoyan aus dem Jahr 1994, der in und um ein Torontoer Nachtlokal gleichen Namens spielt. Die Handlung ist nicht immer chronologisch, so dass der Zuschauer erst gegen Ende alle Zusammenhänge versteht.

Handlung

Exotica handelt von einer Gruppe separater Charaktere, deren Leben mit dem Stripteaselokal Exotica zusammenhängen. Christina ist eine der Tänzerinnen des Exotica, das von Zoé geführt wird. Eric, Christinas Exfreund und Erzeuger des Kindes der schwangeren Zoé, ist dort DJ und Präsentator. Francis ist ein Stammkunde, für den Christina regelmäßig gegen Bezahlung von 5 $ intim tanzt, was Eric eifersüchtig macht.

Beruflich ist Francis Finanzaufseher. Eines Tages schaut er bei Thomas, einem en Kleintierhändler, vorbei, um dessen Finanzen zu überprüfen.

Francis wird aus dem Club geworfen, nachdem er Christina auf Erics Rat hin, während eines Tanzes berührt hat, obwohl die Regeln dies ausdrücklich verbieten. Am nächsten Tag entdeckt er illegale Aktivitäten in Thomas' Rechnungsbüchern. (Der Film beginnt damit, dass Thomas mit Eiern als Schmuggelware den Zoll passiert.) Um von einer Anzeige abzusehen, zwingt er Thomas, im Exotica nach den Hintergründen seines Rauswurfs zu fragen. Dabei erfährt der Zuschauer einiges über Francis' schwierige persönliche Situation, die seit dem Tod seiner Frau und seiner kleinen Tochter besteht.

Seine Krise spitzt sich noch zusätzlich zu. Beinahe kommt es zu einem Mord. Erst die letzte Szene des Films, die sich mehrere Jahre zuvor abgespielt hat, zeigt die Motive der engen Verbindung zwischen Francis und Christina auf.

Anmerkungen

Der Film dreht sich um Themen wie Verlust, Trauer und Isolation. Diese kontrastieren mit inniger Begierde. Berührungen aber werden bestraft. Einzig Thomas, ein sexueller Außenseiter, der männliche Sexpartner am Balletttheater kennenlernt, entgeht am Ende diesem Schicksal, nachdem auch er etwas für Christina empfindet.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films beschrieb den Film als „virtuos verschachtelt“ und als „intelligentes Vexierspiel“. Kritik im Lexikon des internationalen Films Die New York Times bemerkt: „Herr Egoyan setzt seine bedeutende, kompromisslose Laufbahn fort“ („Mr. Egoyan continues to build an important, uncompromising career“).

Auszeichnungen (Auswahl)

Der Film wurde 1994 am Toronto International Film Festival als bester kanadischer Spielfilm ausgezeichnet. Atom Egoyan gewann 1994 den FIPRESCI-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, nominiert war er für die Goldene Palme. Bei den Genie Awards gewann Exotica in acht von zwölf nominierten Kategorien. Bei den Independent Spirit Awards 1996 wurde Atom Egoyan in der Kategorie Best Foreign Film nominiert.

Hintergründe

Das Budget betrug etwa 2 Millionen . Die Einnahmen in den USA betrugen über 5,1 Millionen US-Dollar. Gedreht wurde in Toronto. Der Film wurde erstmals im Mai 1994 bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes vorgestellt. Es wurden deutschsprachige VHS-Kassetten veröffentlicht.

Weblinks



Quellen





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Exotica (Film)" (Stand: Tue, May 6th 2008, 07:38) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.