Firewall

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Richard Loncraine

Drehbuch

  • Joe Forte

Kamera

  • Marco Pontecorvo

Schnitt

  • Jim Page

Produzent

  • Jonathan Shestack

Musik

  • Alexandre Desplat

Erscheinungsjahr

2006

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Firewall

Länge

105 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Firewall ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2006. Die Regie führte Richard Loncraine, das Drehbuch schrieb Joe Forte. Die Hauptrolle spielte Harrison Ford.

Handlung

Der glückliche Familienvater Jack Stanfield arbeitet für eine regionale Bankkette in Seattle als Chef der IT-Abteilung. Der Sicherheitschef Harry vermittelt ihm ein Arbeitsessen mit dem Unternehmer Bill Cox, der beide abwerben möchte, da ihm zu Ohren gekommen ist, dass beide unzufrieden mit den Fusionsvorgängen mit einem größeren Bankenkonsortium aus Wichita und dessen Koordinator Gary Mitchell sind. Nach dem Abendessen trennen sich die Männer vor dem Lokal, Harry nimmt ein Taxi und Jack Stanfield steigt in seinen Wagen. Plötzlich steigt Bill Cox zu ihm und bedroht ihn mit einer Waffe.

Zuhause sieht Stanfield, dass seine Familie sich in der Gewalt der Komplizen von Cox befindet. Der elektronisch komplett überbewachte Stanfield soll in den nächsten Tagen den Gangstern je 10.000 US-Dollar von den Bankguthaben der 10.000 vermögendsten Kunden auf ein Konto auf den Cayman Islands überweisen, also insgesamt 100 Millionen US-Dollar.

Am nächsten Tag steckt Stanfield einen Kugelschreiber mit einer miniaturisierten Überwachungskamera in die Jackentasche seiner Sekretärin, um von sich abzulenken. Cox besucht überraschend die Bank als vermeintlicher Angehöriger der Zentrale und setzt Stanfield daraufhin verstärkt unter Druck. Auf dem Heimweg fleht Stanfield den Handlanger Cox', Willie, an von seiner Beschattung abzulassen. Da Willie durch eine kurze Unanachtsamkeit verschuldet hatte, dass Standfield den Kugelschreiber vertauschen konnte, erschießt Cox ihn, um die Ernsthaftigkeit seiner Drohungen zu betonen. Am Abend gibt Cox dem unter einer Erdnuss-Allergie leidenden Sohn Stanfields wissentlich einen Erdnusskeks. Stanfields Sohn Andy bekommt daraufhin einen anaphylaktischen Schock und Cox verspricht dem Vater die Übergabe der Arznei EpiPen, wenn er bereit sei die Forderungen zu erfüllen.

Am nächsten Tag zwingt Cox Stanfield, seine Sekretärin Janet zu entlassen und die 100 Millionen US-Dollar zu überweisen, nachdem ein Fluchtversuch der Familie fehlgeschlagen war. Mit Hilfe eines Faxscanners und eine IPods liest Stanfield die Kontendaten über einen Wartungsterminal aus, um dann an einem Transaktionsrechner die Überweisungen durchzuführen. Unbemerkt fotografiert er dabei mit einem Handy eines Mitarbeiters einen Teil der Transaktion. Anschließend beseitigen beide die Videoüberwachungsaufzeichnungen. Doch noch immer hält Cox Frau und Kinder gefangen. Misstrauisch geworden tötet Stanfield seinen Bewacher Liam und will nun bei Harry Rat suchen. Doch Cox hat es mit einer fingierten Nachricht so aussehen lassen, dass Stanfields Frau und Harry ein Verhältnis hätten und letzteren mit Stanfiels Waffe umgebracht. Stanfield wendet sich nun an seine Sekretärin, mit deren Hilfe sich Zugang zu dem Konto von Cox verschafft und löscht in zwanzig Millionen-Schritten das Guthaben. Nun versucht er einen Austausch des Geldes gegen seine Familie zu arrangieren. Mit Hilfe des in das Hundehalsband des Hundes seines Sohnes integrierten GPS-Senders gelingt es ihm das Versteck der Kidnapper an einem einsamen See aufzuspüren.

Als Cox ein weiteres Exempel statuieren will, stellt sich ihm einer seiner Mitarbeiter in den Weg und wird von ihm kurzerhand erschossen. Im daraus resultierenden Durcheinander gelingt Stanfields Tochter Sarah die Flucht. Als Stanfield dies sieht, rast er mit seinem Wagen auf den sie verfolgenden Gangster zu, überfährt ihn und prallt mit dem brennenden Wagen in einem benachbarten Schuppen.

Es kommt zum finalen Kampf, in dem Stanfield den ihn würgenden Cox mit einer Spitzhacke, die er hinter sich ausholt, tötet. In der letzten Szene sieht man die glücklich vereinte Familie von Stanfield auf die beim Wagen wartende Sekretärin zugehen, während die ersten beiden Streifenwagen eintreffen.

Kritiken

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, die Rolle von Jack Stanfield wäre offensichtlich für einen Mann geschrieben, der 10 bis 20 Jahre jünger sei als der 62-jährige Harrison Ford. Er bezeichnete den Film als zufriedenstellende, harmlose Unterhaltung.

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 10. Februar 2006, der Film würde kompetent eine bekannte Geschichte wiederverwenden. Er lobte die Leistungen der Darsteller und polemisierte in seiner Kritik mit den Ansichten, die Rolle von Jack Stanfield sollte ein junger Schauspieler spielen, der in guter physischer Form sei.

Hintergründe

Der Arbeitstitel des Films lautete The Wrong Element. Die Produktion geriet ins Stocken, da die Produktionsfirma die Schlüssigkeit des eigentlichen Raubs in der ersten Drehbuchfassung beklagte. Auf persönliche Initiative Fords, der auch ein paar spezielle Ideen einbrachte, nahm man die Produktion auf. Dabei kam Regisseur Richard Loncraine ohne entsprechende Erfahrung in dem Genre erst kurz vor Drehbeginn ins Team.

Die Produktionskosten betrugen ca. 60 Millionen US-Dollar. Er spielte weltweit ca. 85 Mio. US-Dollar ein.

Am 22. Februar 2006, 12 Tage nach der Veröffentlichung des Films in den USA, fand in Südengland ein Raub statt, bei dem über 53 Millionen Pfund Sterling gestohlen wurden. Die Räuber entführten die Familie eines Mitarbeiters der Bank of England, um ihn zur Zusammenarbeit zu zwingen.

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Firewall (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.