Fluch der Karibik

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Gore Verbinski

Drehbuch

  • Stuart Beattie
  • Jay Wolpert
  • Ted Elliot

Schnitt

  • Stephen Rivkin

Erscheinungsjahr

2003

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl

Länge

137:13 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Der Piratenfilm Fluch der Karibik (The Curse of the Black Pearl) aus den Disney-Studios war mit über 6 Millionen Besuchern der viertgrößte Publikumserfolg des Jahres 2003 in Deutschland. Er basiert lose auf der Handlung der Attraktion Pirates of the Caribbean in den Disney-Freizeitparks. Am 7. Juli 2006 kam der Nachfolger Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (Dead Man's Chest) in die US-amerikanischen Kinos und ist am 27. Juli 2006 in den deutschen Kinos angelaufen. Für Mai 2007 ist eine weitere Fortsetzung unter dem Arbeitstitel At World’s End bereits in der Postproduktion. Die englischen Untertitel The Curse of the Black Pearl, Dead Man’s Chest und At World’s End deuten die verschiedenen Kapitel der Geschichte an und sollten den Filmen unter gemeinsamen Haupttitel mehr Eigenständigkeit verleihen, ähnlich wie zum Beispiel die Untertitel bei Star Wars oder Herr der Ringe. Für die deutsche Veröffentlichung entschied man sich ab dem zweiten Teil jedoch den ursrpünglich geplanten deutschen Untertitel Die Truhe des Todes dadurch zu ersetzen, dass man den englischen Originaltitel Pirates of the Caribbean als Haupttitel benutzte und dessen deutsche Entsprechung Fluch der Karibik als Untertitel. So wurde aus dem Titel Fluch der Karibik 2 – Die Truhe des Todes der Titel Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2.

Wolfgang Hohlbein und Rebecca Hohlbein schreiben die Bücher zu den Kinofilmen.

Handlung

Ein britisches Schiff findet mitten in der einen im Wasser treibenden Jungen. Die Tochter des britischen Gouverneurs, Elizabeth Swann, findet heraus, dass dieser Junge Will Turner heißt. Sie nimmt ihm ein goldenes Medaillon ab, weil der Totenkopf darauf ihn als Pirat ausweisen könnte.

Acht Jahre später arbeitet Will Turner als Waffen. Er und Elizabeth sehen einander oft, da er bevorzugt für ihren Vater arbeitet, doch sie können aufgrund ihrer Standesunterschiede einander nicht ihre Liebe gestehen. Eines Tages besucht einer der berüchtigtsten Piraten der Karibik, Captain Jack Sparrow, die Insel und wird gefangen genommen. Als Elizabeth mit ihrem Medaillon ins Wasser fällt, ruft dieses nach einem Schiff – der Black Pearl. Noch in dieser Nacht wird der Hafen von dem berüchtigten verfluchten Piratenschiff angegriffen, das Medaillon gestohlen und Elizabeth entführt. Bei der Entführung gibt sich Elizabeth den Piraten als Elizabeth Turner aus, da sie als Tochter des Gouverneurs eine zu wertvolle Geisel darstellt.

Will Turner befreit daraufhin Captain Jack Sparrow, damit sie gemeinsam nach Elizabeth suchen können. Den beiden gelingt es mit Hilfe eines Täuschungsmanövers die Interceptor, das schnellste Schiff der britischen Flotte, zu kapern.

Auf dem Weg nach Tortuga, einem berüchtigten Piratenschlupfwinkel, findet Will heraus, dass sein Vater ein Pirat war, der unter Jacks Kommando diente, der früher Kapitän der Black Pearl war. Nach einer Meuterei, angeführt von seinem ersten Offizier Barbossa, wurde Sparrow auf einer Insel ausgesetzt. Während die Mannschaft der Black Pearl eine Kiste mit verfluchtem Aztekengold stahl, konnte Sparrow mithilfe von Schmugglern von der Insel entkommen. Die Besatzung der Black Pearl ist nun allerdings mit einem Fluch belegt, der sie zu unsterblichen, aber gefühllosen Skeletten macht, die im Mondschein ihre wahre Gestalt offenbaren. Der Fluch kann nur gebrochen werden, wenn das gesamte Gold wieder zusammengetragen wird. Außerdem muss jeder der Piraten, die eines der Medaillons stahlen, einen Blutpreis zahlen. Barbossa und seine Crew haben bereits ihr Blut über den Schatz vergossen. Nur das Blut eines Piraten fehlt noch: und dieser ist Wills Vater, William Turner Sr., genannt „Stiefelriemen Bill“. Dieser wurde allerdings von Barbossa mit einer Kanone am Fuß im Meer versenkt. Daher benötigen die Piraten einen Nachfahren und glauben diesen in Elizabeth gefunden zu haben, da sie sich als eine Turner ausgibt. Nur Captain Jack Sparrow weiß, dass Will der echte Sohn von Turner ist. Daher setzt Jack alles daran, die Black Pearl einzuholen und dort mit Wills Hilfe Barbossa zu stürzen. So rekrutiert er in Tortuga eine Mannschaft und nimmt die Verfolgung auf. Die Black Pearl hat in der Zwischenzeit die Isla de Muerta erreicht und Elizabeths Blut soll nun vor versammelter Mannschaft vergossen werden. In letzter Sekunde kommen Will Turner und Sparrow in der Piratenhöhle an, wo Will Elizabeth retten und fliehen kann. Jack hingegen wird von den Piraten gefangengenommen. Mit ihm an Bord nehmen Barbossa und seine Crew die Verfolgung auf die Interceptor auf.

Es kommt zu einer spektakulären Seeschlacht, in deren Verlauf die in Tortuga angeworbene Besatzung der Interceptor mitsamt Will Turner und Elizabeth gefangen genommen wird. Barbossa denkt allerdings nicht daran, seinen Erfolg mit Jack Sparrow zu teilen und setzt ihn und Elizabeth auf der Insel aus, auf die er Jack bereits zuvor verbannt hatte. Von dort können die Beiden allerdings fliehen, da Elizabeth mit einem riesigen Signalfeuer aus Rum aus den Schmugglerverstecken ein britisches Schiff, die Dauntless, auf sie aufmerksam macht.

Der Showdown findet auf der Isla de Muerta statt: Während die Soldaten der Dauntless sich in einen von Jack Sparrow geplanten Hinterhalt begeben, kapern die Piraten der Black Pearl die Dauntless. Es kommt zu heftigen Gefechten mit den zurückkehrenden Soldaten. Unterdessen befreit Jack Will Turner und kämpft mit Barbossa, mittlerweile sind allerdings beide unsterblich, weil Jack nun ebenfalls ein Goldmedaillon gestohlen hat. Erst als Jack die Münze mit seinem Blut Will zuwirft und dieser seine Münze mit seinem Blut und Jacks Münze in die Truhe wirft, kann Jack Barbossa besiegen. Da der Fluch gebrochen ist, ergeben sich auch die Piraten auf der Dauntless.

Zurück im Hafen soll Jack für seine Verbrechen gehängt werden, doch Will und Elizabeth retten ihn in letzter Sekunde und ermöglichen ihm die Flucht zur Black Pearl, auf der seine Tortuga-Crew bereits auf ihn wartet. Während Will und Elizabeth einander küssen, segelt Jack aus dem Hafen.

Nach dem Abspann sieht man noch, dass Barbossas Affe Jack eine Goldmünze aus der Truhe entwendet und dadurch sofort wieder untot wird.

Kritiken

  • Film-Dienst: Intelligenter Mantel- und Degen-Film, der durch seine humorvoll-fantastische Atmosphäre und Erzählhaltung ebenso besticht wie durch seinen Hauptdarsteller, der seine Figur mit augenzwinkernder Ironie anlegt. Vergnügliche Unterhaltung.


Auszeichnungen

Fluch der Karibik wurde in den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Johnny Depp), bestes Make-Up, bester Ton, bester Tonschnitt und beste Spezialeffekte für den Academy Award (Oscar) nominiert, ging aber in allen Bereichen leer aus.

Außerdem gewannen Keira Knightley und Orlando Bloom in der Kategorien Best Liplock und Best Chemistry beim Teen Choice Award.

Auszeichnungen Johnny Depp

Johnny Depp wurde für die Darstellung des Captain Jack Sparrow von der Schauspielergilde mit dem Screen Actors Guild Award als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er folgende Nominierungen:

  • MTV Movie Award (2004), Bester Schauspieler
  • People's Choice Award (2004), beliebtester männlicher Filmstar
  • Critic's Choice Award (2004), beliebtester männlicher Schauspieler
  • Golden Globe (2004), Bester Schauspieler in einem Musical oder in einer Komödie
  • BAFTA (2004), Bester Hauptdarsteller
  • Academy Awards (2004), Bester Hauptdarsteller


Figuren

Captain Jack Sparrow

Captain Jack Sparrow ist neben William Turner und Elizabeth Swann eine der Hauptfiguren des Piratenfilms Fluch der Karibik. Er wird von Johnny Depp verkörpert, dessen charismatische Darstellung zu den Hauptgründen für den außergewöhnlichen Publikumserfolges des Streifens gezählt werden kann. Als Jack Sparrow schwankt er leicht beim gehen und nuschelt ziehmlich stark im Original. Johnny Depp wurde laut eigenen Angaben wesentlich von zwei Persönlichkeiten beeinflusst:

  • , Gitarrist der Rolling Stones: Depp ließ hierzu verlauten, Piraten seien seiner Meinung nach die Rockstars ihrer Zeit gewesen. Da er Richards für den größten tatsächlichen Rockstar halte, habe es nahegelegen, seinen Charakter in die Rolle einzubauen.
  • Pepe le pew, eine Cartoonfigur aus dem Hause Warner Brothers: Der Einfluss auf den Filmcharakter ist hier jedoch geringfügiger einzustufen.


Trivia

  • Aufgrund seines Einflusses auf den Charakter sollte in der 2006 erscheinenden Fortsetzung von Fluch der Karibik in einer Nebenrolle als Sparrows Vater auftreten. Nach einigem hin und her und diversen Gerüchten spielt Richards nun im dritten Teil von Fluch der Karibik mit, der voraussichtlich Mai 2007 in die deutschen Kinos kommt. [1]
  • Captain Jack Sparrow tritt neben seiner filmischen Präsenz auch im Nachfolger des Videospiels in Erscheinung.
  • Am 10. Juli 2003 erschien das Action-Adventure „Fluch der Karibik“ für Xbox und PC. Dieses Spiel wurde vom Spieleentwickler „Bethesda Softworks“ entwickelt und ist der Nachfolger zu „Sea Dogs“. Der offizielle Entwicklungstitel „Sea Dogs 2“ wurde einige Monate zuvor umgeändert, als Disney die Lizenz zum Spiel erwarb. Das Spiel hat allerdings nichts mit der Filmhandlung zu tun, der Name „Fluch der Karibik“ ist lediglich ein Marketingtrick.
  • Im Juli 2006 erschien der Nachfolger des Action-Adventures „Fluch der Karibik“ für die PlayStation 2.
  • Der Titel Barbossa is Hungry des Soundtracks von und Hans Zimmer wurde bei den Biathlon-Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele 2006 regelmäßig gespielt, sobald die führende Person am Schießstand einlief. Auch bei diversen Skisprung-Veranstaltungen und bei Champions-League-Spielen war der Titel bereits zu hören.
  • Captain Jack Sparrow hat in dem Film auf seinem rechten Unterarm ein Tattoo mit seinem Namen Jack und einem Vogel darüber. Dieses Tattoo hat Johnny Depp so sehr gefallen, dass er sich dies in Wirklichkeit stechen ließ, da sein Sohn nämlich auch Jack heißt.


"Yo Ho, Yo Ho (A Pirate's Life For Me)"

Dieses Lied wird im Film gesungen nachdem Jack und Elizabeth auf einer einsamen Insel abgesetzt worden sind. Elizabeth murmelt den Refrain vor sich hin woraufhin Jack das ganze Lied hören will. Er löchert sie solange bis sie ihm den ganzen Text beibringt. Daraufhin laufen sie singend um ihr Lagerfeuer

„Yo Ho (A Pirate's Life for Me)“ (1967) ist der Titelsong der Attraktion Pirates of the Caribbean in den Walt Disney Themenparks. Wie auch die Ideen zu Teilen den Films, wurde auch das Lied von hier übernommen.

Die Musik wurde von George Bruns geschrieben und der Text stammt von Xavier Atencio. Sein Ursprung ist von Robert Louis Stevensons See-Geschichte „Dead Man's Chest“, die in dem Roman Die Schatzinsel (1881) zu finden ist, abgeleitet.

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Fluch der Karibik" (Stand: Sat, Sep 2nd 2006, 14:14) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.