Gefährliche Züge
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Bernhard Wicki als Puhl
- Michel Aumont als Keroosian
- Daniel Olbrychski als Tac-Tac
- Jean-Hugues Anglade als Miller
- Wojciech Pszoniak als Felton
- Pierre Michaël als Yachvili
- Leslie Caron als Henia Liebskind
- Liv Ullmann als Marina Fromm
- Alexandre Arbatt als Pavius Fromm
- Michel Piccoli
als Akiva Liebskind
- Atlantic City, USA
- Belle de Jour – Schöne des Tages
- Berühre nicht die weiße Frau
- Blutige Hochzeit
- Brennt Paris?
- Das Gespenst der Freiheit
- Das große Fressen
- Das Mädchen und der Kommissar
- Der diskrete Charme der Bourgeoisie
- Der Maulwurf
- Die Dinge des Lebens
- Die letzte Frau
- Die Mädchen von Rochefort
- Die Milchstraße
- Die schöne Querulantin
- Die Spaziergängerin von Sans-Souci
- Die Verachtung
- Eine Komödie im Mai
- Hexenjagd (1957)
- Hundert und eine Nacht
- Mado
- Mord im Fahrpreis inbegriffen
- Themroc
- Topas
- Trio Infernal
- Vincent, François, Paul und die anderen
Anzeige:
Regie
- Richard Dembo
Drehbuch
- Richard Dembo
Kamera
- Raoul Coutard
Schnitt
- Agnès Guillemot
Produzent
- Martine Marignac
Musik
- Gabriel Yared
Erscheinungsjahr
1983Produktionsland
SchweizOriginalsprache
FranzösischOriginaltitel
La Diagonale du fouLänge
95 MinutenHandlung
Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, deren Einzelmotive aber nicht frei erfunden sind, sondern auf diverse Duelle um die Schachmeisterschaft, vor allem die zwischen Viktor Kortschnoi und Anatoli Karpow, zurück gehen: ein junger jüdischer Emigrant aus der Sowjetunion (Alexandre Arbatt) fordert den alternden Weltmeister (Michel Piccoli) heraus; das Match findet in der neutralen Schweiz statt und wird mit allen Haken und Ösen geführt, von absichtlichen Verspätungen über Hypnotiseure im Zuschauerraum bis zum Kugelschreiberklau. Als der Herausforderer 5:3 führt und nur noch einen Sieg benötigt, bringen die Sowjets dessen Frau - die nicht mit emigriert ist und die sie inzwischen in die Irrenanstalt gesteckt haben - in die Schweiz, um den Herausforderer psychisch zu belasten. Gleichzeitig erlauben sie dem alten Kardiologen und Freund des Weltmeisters - der schwer herzkrank ist - die Ausreise, die sie ihm Jahrzehnte lang verweigert hatten, da der Champ jeden anderen Arzt ablehnt. Der Titelverteidiger gewinnt die nächsten beiden Partien, kann also ausgleichen, erleidet jedoch unmittelbar nach dem 5. Sieg einen Herzinfarkt und muss den Kampf aufgeben, sehr zum Ärger des Herausforderers, der am Brett siegen wollte. Sein Kommentar: "Ich habe es ja gleich gesagt, die lassen ihn lieber verrecken als mich gewinnen." Am Ende spielt er die letzte Partie mit dem Weltmeister am Krankenbett, wobei makabrerweise das Computersignal anzeigt, dass die Herztätigkeit des Ex-Weltmeisters immer mehr nachlässt und schließlich aussetzt.Auszeichnungen
- 1984 - Oscar als Bester ausländischer Film, Louis-Delluc-Preis, Prix de l'Académie nationale du cinéma
Sonstiges
Der französische Titel arbeitet mit der - im Deutschen nicht wiederzugebenden - Doppeldeutigkeit des Wortes "fou": "La diagonale du fou" ist eigentlich die Diagonale des Läufers auf dem Schachbrett; aber "fou" heißt auch "Narr", und natürlich ist der alte Weltmeister ein Narr, dass er weiter spielt, obwohl er längst weiß, dass er keine Chance hat und entweder unterliegen wird oder sterben - oder beides.Weblinks
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Gefährliche Züge" (Stand:
Wed, Apr 30th 2008, 03:54)
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.
Dieser Text steht unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.
