Ghost Dog – Der Weg des Samurai

Meine Bewertung

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack

Hat mir überhaupt nicht gefallenHat mir nicht gefallenWar in OrdnungHat mir gut gefallenGenau mein Geschmack


Filminfo

Darsteller

Regie

  • Jim Jarmusch

Drehbuch

  • Jim Jarmusch

Kamera

  • Robby Müller

Schnitt

  • Jay Rabinowitz

Produzent

  • Jim Jarmusch

Musik

  • Wu-Tang Clan

Erscheinungsjahr

1999

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Ghost Dog: The Way of the Samurai

Länge

116 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Ghost Dog – Der Weg des Samurai ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1999. In Deutschland lief er am 6. Januar 2000 in den Kinos an.

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte des Auftragskillers Ghost Dog, der für das Mafiamitglied Louie Mordaufträge erfüllt. Die beiden halten mithilfe von Brieftauben nur sporadisch Kontakt. Ghost Dog folgt dem "Weg des Samurai", dessen Grundsätze er aus einem Buch mit dem Titel Hagakure bezieht.

Louie gibt Ghost Dog den Auftrag, ein abtrünniges Mitglied umzubringen. Ghost Dog führt den Auftrag gewissenhaft durch, die Tochter Louise des Chefs Ray Vargo ist aber zufällig anwesend. Der Chef fordert daraufhin von Louie den Tod von Ghost Dog, oder seinen eigenen. Die Mafiosi beginnen, Ghost Dog um der Wiederherstellung ihrer Ehre willen nachzustellen.

Ghost Dog sieht Louie als seinen Herrn an und gehorcht ihm rückhaltlos. Bei einem Treffen rettet Ghost Dog Louie das Leben, schießt ihn aber auch an, damit Louie sein Gesicht und folglich seine Ehre gegenüber den anderen Mafiamitgliedern nicht verliert. In Rückblenden erklärt sich die Ergebenheit des Großstadtsamurai gegenüber seinem Herrn: Louie hat Ghost Dog vor Jahren bei einer zufälligen Begegnung das Leben gerettet. Die Szene der Rettung wird aber von beiden unterschiedlich erinnert.

Von den anderen Mafiamitgliedern und dem Boss Vargo in die Ecke gedrängt, entscheidet sich Ghost Dog zum Frontalangriff und greift den Mob auf ihrem Landsitz an. Er macht mit allen, auch mit Vargo, kurzen Prozess. Lediglich Louie, der wieder angeschossen wird, und die zarte Louise, die Ghost Dog komplett verschont, überleben letztendlich das Massaker.

In Vorahnung seines Endes gibt Ghost Dog seinem Freund Raymond seine Waffen und sein Geld zur Aufbewahrung. Pearline, ein Mädchen, mit dem er ebenfalls befreundet ist, übergibt er sein Hagakure. Bei einem weiteren Treffen zwischen Ghost Dog und Louie sieht sich Louie gezwungen, Ghost Dog zu töten. Dieser stirbt bereitwillig für seinen Herrn. Als Louie wegfährt, offenbart sich, dass mittlerweile Louise die Chefin des Clans ist und jetzt das Sagen hat.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei ein „stellenweise atmosphärischer und nachdenklicher Genrefilm mit einem charismatischen Hauptdarsteller“. Die Handlung gleite „allzu oft (...) ins Groteske ab“, was „die guten gesellschaftskritischen Ansätze“ verspiele. Lexikon des internationalen Films, abgerufen am 15. Januar 2008

Auszeichnungen

Der Film nahm an den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1999 als Wettbewerbsbeitrag teil, wodurch Jim Jarmusch für die Goldene Palme nominiert wurde. Robby Müller wurde 1999 für einen Preis des Festivals Camerimage nominiert. Jim Jarmusch wurde im Jahr 2000 in der Kategorie Bester ausländischer Film für den César nominiert. Der Film wurde 2001 für den Independent Spirit Award und für den Saturn Award nominiert.

Rezension

In langsamen Tempo erzählt Jim Jarmusch seine Geschichte, mit langen Einstellungen, Mehrfach-Überblendungen und auch relativ wenig Text. Auf diese Weise nutzt er ausgiebig die Möglichkeiten des Mediums Film, um die Geschehnisse in "erzählenden Bildern" darzustellen. Hinzu kommen Aspekte zum Thema "Film im Film": Handlung wird durch Cartoons von Betty Boop, Woody Woodpecker, Felix the Cat und Itchy & Scratchy aus den Simpsons untermalt, vorweggenommen oder gedeutet. Sie gehen dadurch mit dem Film eine besondere Symbiose ein. Ein Beispiel: Nachdem Louie Ghost Dog erschossen hat und zu Louise ins Auto steigt, sieht man im Bord-TV Itchy & Scratchy, wie sie abwechselnd immer größere Revolver hervorziehen, bis sie schließlich größer als der gesamte Planet sind, welchen sie damit auch in die Luft sprengen.

Wie auch in Jarmuschs Filmen Dead Man und Down By Law dreht sich die Handlung des Films um Außenseiter der Gesellschaft, welche in einer Art Parallelwelt leben. Jarmusch geht dabei im Besonderen auf die Konsequenzen einer bedingungslosen Hingabe des eigenen Ichs an ein ideologisches oder religiöses Ideal ein. Er führt dem Zuschauer damit vor Augen, wozu die Aufgabe von Selbstreflexion und kritischem Denken zu Gunsten des vollkommenen Aufgehens des Selbst in einer gewissen Rolle, hier der eines "Samurais", führt.

Die Handlung wurde dabei jedoch sehr unterschiedlich rezipiert. Während einige Kritiker in dem Film eine respektvolle Hommage an die Kultur der Samurai erkannten, deuteten andere Rezensenten den Film als scharfe Kritik eben dieser Aufgabe des eigenen Selbst.

So gibt Ghost Dog nahezu seinen Status als denkender Mensch auf und wird zu einem gehorsamen Befehlsausführer der Mafiosi, egal wie verbrecherisch diese auch sein mögen. Dadurch isoliert er sich selbst von den anderen Menschen, und lebt dementsprechend auch ähnlich wie ein Tier in einem Taubenstall. Von anderen Menschen ist er durch eine scheinbar unüberwindbare Barriere getrennt. Seine einzige Kontaktperson, die er übrigens wie ein streunender Hund ausschließlich in einem Park trifft, versteht seine Sprache nicht.

Rezeption

Die deutsche Kritik ging mit Ghost Dog höchst unterschiedlich um. Sie reichte von überschwänglichem Lob bis hin zu gnadenlosen Verrissen. So war die Rede von faschistoiden Zügen aufgrund des Samurai-Kodex’, der von einem Krieger die bedingungslose Unterordnung unter einen Fürsten - seinem Herrn und Meister - fordert, wie auch davon, Forest Whitaker schmelze wie ein „Schokoladentrüffel“ durch den Film. Von der englischen und amerikanischen Kritik sind solche extremen Ausschläge nicht bekannt. Im Gegenteil, sie würdigt Ghost Dog eher als ungewöhnliche Mischung aus Poesie und Trash von der Art Pulp Fictions. Jarmusch formt daraus eine Persiflage auf Gangster-Streifen aus Hollywood-Produktion und auch Kampf- und Haudrauf-Trash à Bruce Lee und Jackie Chan. Davon zeugen etwa die in mehrfache Loops gespannten Slow-Motions der Kampf-Szenen.

Die Hauptcharaktere

Ghost Dog

Ghost Dog ist Auftragskiller und lebt nach dem Ehrenkodex der Samurai. Eremitenhaft wohnt er zurückgezogen auf dem Dach eines baufälligen Hauses in einem Schwarzenviertel wahrscheinlich in New Jersey. Viel Zeit verbringt er mit der Lektüre des Hagakure, dem "Buch des Samurai" von Yamamoto Tsunetomo. Es ist die Grundlage seiner Lebensphilosophie. An seine bescheidende Baracke ist eine Voliere angebaut, in der er Brieftauben hält. Er liebt es, ihren Flug zu beobachten und nutzt sie darüber hinaus auch als Kommunikationsmittel.Die beste Charakterisierung liefert der Eisverkäufer Raymond, wenn er aus seinem Buch über Bären vorliest: »Der Bär ist ein Einzelgänger. Er ist fähig, sich jeder Art von Klima und Nahrung anzupassen. In Gemeinschaft kommt es vor, dass er seine Nahrung teilt, wenn sie reichlich ist, und das trotz des geringen sozialen Kontaktes (in diesem Moment essen Ghost Dog und Pearline gerade gemeinsam ein Eis). Der Bär ist ein furchterregender Gegner ohne jeglichen räuberischen Instinkt. Wird er jedoch überrascht oder verwundet, kann er angreifen und wird sehr gefährlich.« Wie zum Beispiel in der Szene, in der er zwei Wilderern begegnet, die gerade illegal einen Bären erlegt haben und diese daraufhin tötet.

Louie

Seine Dienste als stellt Ghost Dog Louie, dem Mitglied eines italo-amerikanischen Mafia-Clans zur Verfügung, da dieser ihn in der Vergangenheit vor weißen, prügelnden Rassisten bewahrt hat. Aus Dankbarkeit trug er ihm seine Gefolgschaft an. Seitdem hat Ghost Dog etwa "zwölf perfekte Aufträge" für ihn ausgeführt. Louie schätzt nicht nur Ghost Dogs professionelle Arbeit, sondern vor allem auch den uneingeschränkten Respekt, mit dem ihm Ghost Dog stets gegenüber tritt.

Sonny Valerio

ist der Statthalter des Bosses Ray Vargo. Ihm obliegen die administrativen Aufgaben, und diese führt er in skrupelloser Weise aus. Er ist es, der Louie den Auftrag gab, ein Mitglied ihres Clans beseitigen zu lassen, und nun seinen Killer ermordet wissen möchte. Er steht auf die Musik von Public Enemy und vollführt dazu beim Zähneputzen – trotz einer starken Gehbehinderung – kleine Tänzchen.

Ray & Louise Vargo

Der Clan-Boss Mr Vargo und seine Tochter Louise haben ein stark unterkühltes Verhältnis zueinander, und das, obwohl er "crazy about her" ist, wie es im Film heißt. Louise ist der Anlass für die Jagd des Clans nach Ghost Dog: Sie ist zufällig immer dann anwesend, wenn er einen Auftrag ausführt. Daraus entsteht eine Art "Beziehung", in deren Verlauf sie Ghost Dog auch ein Buch ausleiht. Da Mr Vargo sie als Alleinerbin eingesetzt hat, erbt sie seinen gesamten Besitz und avanciert am Ende des Films zur neuen Chefin.

Pearline

ist ein kleines schwarzes Mädchen, das Ghost Dog im Park kennen lernt. Sie teilt mit ihm die Vorliebe für das Lesen guter Bücher und Schokoladeneis. Kurz vor seinem Tod gibt Ghost Dog seinen Hagakure an sie weiter.

Raymond

Der haitianische Eisverkäufer ist der beste Freund Ghost Dogs. Da Raymond nur Französisch spricht, versteht keiner ein Wort des anderen. Trotzdem teilen sie auf wunderbare Weise dieselben Gedanken:
  • Ghost Dog: Ich habe hier einen Anzug für dich, er ist vielleicht zu groß, aber du kennst sicher einen Schneider aus Haiti, der ihn ändern kann.
  • Raymond auf französisch: Ahh. Danke. Er ist ein bisschen groß, aber ich kenne einen Schneider aus Haiti, der ihn ändern kann.


Bemerkenswert

  • Der Indianer vom Stamme der Kayuga, im Abspann "Nobody" genannt, wird dargestellt von Gary Farmer, der schon "Nobody" in Dead Man verkörperte.
  • Der junge, von weißen Rassisten bedrängte Ghost Dog wird von Damon Whitaker gespielt, dem jüngsten Bruder Forest Whitakers.
  • Yabu no naka: Die Substanz der Kurzgeschichte In a grove ("Yabu no naka") von Ryunosuke Akutagawa, enthalten in seinem Buch Rashomon, findet ihre Entsprechung in den Rückblenden. Yabu no naka erzählt ein und dieselbe Geschichte aus sieben verschiedenen Perspektiven, wodurch sieben verschiedene Versionen der Geschehnisse entstehen. Auch die Szenen, in denen Louie den jungen Ghost Dog aus seiner misslichen Lage befreit, werden unterschiedlich dargestellt, je nachdem, wer sich daran erinnert.
  • RZA, den Ghost Dog auf der Straße trifft, trägt große Teile des Soundtracks bei. Obwohl Ghostdog und RZA sich sprichwörtlich begrüßen, bleibt bis zum Abspann offen, ob RZA ebenfalls ein Samurai ist.
  • Bezüglich des Wortklangs entsprechen sich das französische "lui" (zu deutsch: er) und der Name Louie. Diese Tatsache führt dazu, dass sich am Ende des Films Raymond und Ghostdog zum ersten Mal scheinbar wörtlich verstehen.
  • Keine Person entwickelt sich während des Films. Es scheint, dass determinierte Charaktere durch die Unausweichlichkeit von Ursache-Wirkung die Handlung führen, ohne dass dafür eine moralische Entwicklung eines Charakters verantwortlich wäre.


Weblinks



Einzelnachweise





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Ghost Dog – Der Weg des Samurai" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.