Hitler – Der Aufstieg des Bösen

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Christian Duguay

Drehbuch

  • G. Ross Parker

Kamera

  • Pierre Gill

Schnitt

  • Sylvain Lebel

Produzent

  • John Ryan

Musik

  • Normand Corbeil

Erscheinungsjahr

2003

Produktionsland

Kanada

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Hitler – The Rise of Evil

Länge

180 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Hitler – Der Aufstieg des Bösen (Hitler – The Rise of Evil) ist ein biografisches Filmdrama von Christian Duguay. Der Fernsehfilm stammt aus dem Jahr 2003.

Handlung

Er erzählt das Leben von Adolf Hitler, darunter Hitlers Jugend in Braunau am Inn und Linz (Oberösterreich), seine Erfahrungen als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg, und seine politische Karriere bis hin zum Reichskanzler und Führer der NSDAP.

Der Film endet mit Hitlers Machtübertragung, bzw. mit der vollständigen Beendigung dieser mit dem Tode des Reichspräsidenten Hindenburg. Insofern bedarf es einer gewissen politischen Reife und einiger historischer Vorkenntnisse, um die Folgen seiner Herrschaft zu erfassen.

Die letzte Einstellung des Films ist das Zitat vor schwarzem Hintergrund.

Hintergründe

  • Der Film wurde an Schauplätzen in Prag und Wien gedreht. Darsteller waren unter anderem Friedrich von Thun, Peter O’Toole und Liev Schreiber. Robert Carlyle spielte die Titelrolle. Ewan McGregor lehnte sie zuvor ab.
  • Im Fernsehen wurde der Film in zwei Teilen gezeigt.
  • Ursprünglich sollte der Film Hitler: Die frühen Jahre (Hitler: The Early Years) heißen. Doch aufgrund Kritik im Vorfeld und der Befürchtung, Hitler könne in dem Film zu sympathisch wirken, wurden sowohl der Filmtitel geändert, als auch Teile des Drehbuches umgeschrieben. http://movies2.nytimes.com/movie/287194/Hitler-The-Rise-of-Evil/overview


Fehler

Als Hitler die Flagge seiner politischen Bewegung entwirft, wird in seinen „Quellen“, in denen die Swastika abgebildet ist, das mythologische Zeichen der Falun Gong-Religion gezeigt. Diese Religion existierte jedoch zu der damaligen Zeit noch nicht. Es gibt auch zahlreiche historische Ungenauigkeiten, vor allem im Zusammenhang mit dem Ende der Weimarer Republik und den Umständen von Hitlers sogenannter "Machtergreifung". Zwei Beispiele: die Ernennung des Reichskanzlers von Schleicher am 2. Dezember 1932 erfolgte nur äußerst widerwillig durch Reichspräsident von Hindenburg, der eigentlich an dem bisherigen Kanzler Franz von Papen festhalten wollte und Schleicher lediglich ernannte, weil das Kabinett von Papens in der Frage der Bekämpfung der Nationalsozialisten auf Seiten des Reichswehrministers Schleicher stand.Tatsächlich bezeichnete Hindenburg Hitler abwertend als "böhmischen Gefreiten", jedoch ließ der Druck seines Beraterstabes ihn später doch die Unterstützung Hitlers anstreben. Im Film wird dies anders dargestellt. Nach Hitlers Ernennung durch Hindenburg wird der Eindruck erweckt, Hindenburg habe die Notverordnung vom 28. Februar 1933, die die Grundrechte nach dem Reichstagsbrand einschränkte, nur widerwillig unterzeichnet und es wird ein - so nicht bestehender - Zusammenhang zwischen dieser Verordnung und dem Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 hergestellt. Auch wird suggeriert, Vizekanzler von Papen habe sich in der Reichstagssitzung vom selben Tag gegen Hitler gewehrt. Dies trifft nicht zu. Papen hat keine Einwände gegen das Ermächtigungsgesetz vom März 1933 erhoben und sich Hitler vom 30. Januar 1933 an bis zu seiner Rede in Marburg am 17. Juni 1934 kritiklos untergeordnet. Richtig ist allerdings das Fazit, dass Hitler erst nach dem Tode Hindenburgs am 2. August 1934 zum alleinigen Diktator aufsteigen konnte und damit die im Januar 1933 eingeleitete "Machtergreifung", die eigentlich eine "Machteroberung" gewesen ist, mit dem Tode Hindenburgs endgültig abgeschlossen und nicht mehr umkehrbar war. Bei den Abstimmungen des Reichstags für die Notverordnung wurden parteifeindliche Abgeordnete anderer Parteien schlicht "ausgesperrt"! So wurde die Mehrheit der NSDAP sicher gestellt, da ein Mindestsatz an Abgeordneten um den Reichstag beschlussfähig zu machen nicht existierte. Im Film gibt es lediglich leichte Unruhen im Reichstag, die sich aber beim Singen des Deutschlandlieds legen. Dies war natürlich so nie der Fall! Viele der "Oppositionellen" wurden hart verfolgt, gefoltert und in Konzentrationslager verbracht. Viele von Ihnen verloren für den vergeblichen Aufstand gegen das Regime ihr Leben. In "Hitler - Aufstieg des Bösen" bittet Adolf Hitler kurz vor dem sogenannten Röhm-Putsch Ernst Röhm, an diesem Datum nach Bad Wiessee zu fahren. Tatsächlich aber weilte Röhm am Tag seiner Festnahme zu einem Kur- und Vergnügungsaufenthalt in dem bayrischen Ort.Weiterhin befindet sich bei einem der Mannschaftstransporter während des Putschversuchs das Lenkrad auf der rechten und nicht der linken Seite.

Kritiken

  • Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als „nicht frei von Spekulationen im privaten Bereich“ Hitlers und als „solide ausgestattet und überzeugend gespielt“, es werde versucht „jede Idealisierung zu vermeiden“. Lexikon des internationalen Films


  • Cinema lobte den Hauptdarsteller, kritisierte das schnelle Erzähl-Tempo und schrieb, dass sich das Drama „strikt an Fakten“ halte. Cinema


Auszeichnungen

Der Film erhielt zahlreiche Filmpreise, vor allem aber wurde er 2003 mit sieben Emmy-Nominierungen bedacht, von denen er zwei Preise bekam.

Synchronsprecher

{| class="prettytable"|----- style="color:#FFFFFF; background-color:#006699"! Rolle! Synchronsprecher|-| Adolf Hitler| Jacques Breuer|- style="background-color:#f0f0ff"| Klara Hitler| Angelika Bender-Willschrei|-| Fritz Gerlich| Philipp Moog|- style="background-color:#f0f0ff"| Ernst Hanfstaengl| Marco Kröger|-| Ernst Röhm| Leon Rainer|- style="background-color:#f0f0ff"| Erich Ludendorff| Friedrich von Thun|-| Joseph Goebbels| Frank Röth|- style="background-color:#f0f0ff"| Paul von Hindenburg| Jürgen Thormann|-| Helene Hanfstaengl| Madeleine Stolze|- style="background-color:#f0f0ff"| Gustav von Kahr| Walter von Hauff|-| Hermann Göring| Claus Brockmeyer|- style="background-color:#f0f0ff"| Rudolf Heß| Manfred Trilling|-| Friedrich Hollaender| Claus-Peter Damitz|- style="background-color:#f0f0ff"| Anton Drexler| Dieter Memel|-| Alois Hitler| Michael Rüth|- style="background-color:#f0f0ff"| Gregor Strasser| Wolfgang Müller|-| Georg Neithardt| Michael Gahr|- style="background-color:#f0f0ff"| Eva Braun| Sonja Reichelt|}

Weblinks



Quellen





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Hitler – Der Aufstieg des Bösen" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.