House of Flying Daggers
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Dandan Song als Yee
- Zhang Ziyi als Mei
- Andy Lau als Leo
- Takeshi Kaneshiro als Jin
Regie
- Zhang Yimou
Drehbuch
- Zhang Yimou
Kamera
- Zhao Xiaoding
Schnitt
- Cheng Long
Produzent
- Zhang Zhenyan
Musik
- Shigeru Umebayashi
Erscheinungsjahr
2004Produktionsland
ChinaOriginalsprache
HochchinesischOriginaltitel
Shí Miàn Mái FúLänge
119 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreDer Film ist dem Wuxia-Genre zuzuordnen, d. h. die Protagonisten verfügen über ans Übernatürliche grenzende Kampffertigkeiten. Im Zentrum der Handlung steht eine tragische Dreiecksbeziehung.
Handlung
China im Jahre 859, in den letzten Zügen der Tang-Dynastie (618 bis 907): Eine Rebellengruppe namens Haus der Fliegenden Messer, die in der Vergangenheit bereits einmal versucht hatte, das Kaiserreich zu stürzen, gerät wieder in das Blickfeld der Polizei und des Militärs. Vor Kurzem wurde ihr Anführer getötet, doch fand die Gruppierung prompt einen Nachfolger.Die Polizisten Jin und Leo erhalten den Auftrag, den neuen Anführer innerhalb von zehn Tagen aufzuspüren und zu töten. Leo hat auch schon eine Spur: die Tochter des alten Rebellenanführers soll blind sein und zufälligerweise tauchte eben erst die schöne blinde Tänzerin Mei im örtlichen Teehaus auf. Als Gast getarnt provoziert Jin dort Krawall, um Leo einen Vorwand für die Verhaftung von Mei zu liefern. Sie entpuppt sich tatsächlich als Mitglied der „Fliegenden Messer“ und ist, trotz ihrer Blindheit, eine famose Kämpferin. Leo gelingt es jedoch sie zu besiegen.
Leo überzeugt Jin zu einer weiteren List. Dazu verhilft Jin Mei zur Flucht aus dem Gefängnis in der Hoffnung, dass Mei ihren scheinbaren Retter zum Anführer der „Fliegenden Messer“ führt. Der Plan scheint zunächst aufzugehen. Bei einem fingierten Angriff durch eingeweihte Polizisten kann sich Jin erneut als Retter darstellen. Mei scheint Vertrauen zu Jin zu fassen und gemeinsam machen sie sich auf die Reise. Leo folgt ihnen und hält heimlich Kontakt zu Jin.
Unterwegs treffen sie jedoch auf uneingeweihte Regierungstruppen, die Mei's Flucht mit allen Mitteln verhindern sollen. Es kommt zu erbitterten Kämpfen, bei denen Jin zum ersten Mal gezwungen ist, Kollegen zu töten um Mei zu schützen. Ihm kommen zunehmend Zweifel an seiner Mission und er beginnt sich in Mei zu verlieben.
Schließlich erreichen die beiden die Rebellen. Dort wird Jin gefangen genommen. Es stellt sich heraus, dass Leo ein Agent der „Fliegenden Messer“ ist. Mei ist weder blind noch Tochter des alten Rebellenanführers, sondern nur ein Köder, um den General des Kaisers in eine Falle zu locken. In diesem Plan spielt Jin keine Rolle mehr; Mei erhält daher den Auftrag Jin zu töten.
Allerdings hat sich in den wenigen Tagen ihrer gemeinsamen Reise auch Mei in Jin verliebt. Sie weist daher die Avancen des in sie schon lange verliebten Leo zurück und befreit Jin. Leo ist zutiefst verbittert. Er greift Mei an und verletzt sie schwer. Jin ist entsetzt und will sich an Leo rächen. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden ehemaligen Freunden.
Als Leo Jin mit seinem Wurfmesser bedroht, regt sich Mei mit letzter Kraft. Sie warnt Leo: würde er Jin töten, würde sie ihn mit dem noch in ihrerer Brust steckenden Wurfmesser töten. Der verzweifelte Jin versucht sie davon abzubringen, denn der Blutverlust wäre Mei's sicherer Tot. Leo macht eine Angriffsbewegung. Mei reagiert sofort und zieht sich das Messer aus der Brust, wirft es aber in die Flugbahn von Leo's Messer, um Jin zu schützen statt Leo zu töten. Doch Leo's Angriff war nur vorgetäuscht, er hält sein Messer noch in der Hand. Mei stirbt in Jin's Armen, erschüttert verlässt Leo die beiden.
Hintergrund
- Der Film wurde Anita Mui gewidmet. Diese sollte ursprünglich die Anführerin der Rebellengruppe spielen, verstarb jedoch im Dezember 2003 an Krebs.
- Das Budget des Filmes betrug 12.000.000 US-Dollar.
- Das Ende des Filmes im verschneiten Wald, wurde in der Ukraine gedreht. Der Schneefall war dort bereits im Oktober unerwartet stark. Im Nachhinein bezeichnete Regisseur Zhang Yimou dies als Glücksfall, da es ideal für die Stimmung des Filmes war.
- Um sich auf ihre Rolle vorzubereiten, hegte Hauptdarstellerin Zhang Ziyi zwei Monate lang Kontakt zu einem blinden Mädchen.
- „House of Flying Daggers“ war einer der wenigen Filme, der auch auf Enhanced Versatile Disc erschien.
Kritiken
Kameraführung, Farbwahl und Perspektiven gelten als hervorragend umgesetzt. Die Handlung wird laut vieler Kritiker allerdings oft zuvor angekündigt, und macht viele Szenen und ihren Ausgang vorhersehbar. Insbesondere gegen Ende wirkten die Kampfszenen unangemessen ausgedehnt und keinem engeren Ziel mehr verpflichtet.Der rote Faden ging auch für viele Rezensenten der IMDb verloren; es würde zum Ende des Films keinerlei Referenz mehr auf die Geschichte Chinas oder die Wirkung der Sekte auf die Entwicklung der Dynastie hergestellt.
Siehe auch
- Chinesische Geschichte
- Zeittafel China
Weblinks
- Besprechung von DVD und Filmmusik-CD
- bebilderte Filmkritik (dt)
- Presseschau auf film-zeit.de
- Metakritik & Links
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"House of Flying Daggers" (Stand:
Thu, May 8th 2008, 14:45)
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