Im Namen des Vaters

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Jim Sheridan

Drehbuch

  • Terry George

Kamera

  • Peter Biziou

Schnitt

  • Gerry Hambling

Produzent

  • Jim Sheridan

Musik

  • Trevor Jones

Erscheinungsjahr

1993

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

In the Name of the Father

Länge

128 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Im Namen des Vaters ist eine Co-Produktion zwischen Großbritannien und den USA von dem Regisseur Jim Sheridan aus dem Jahr 1993.

Inhalt

Wegen Zwischenfällen mit der IRA zieht Gerry Conlon mit seinem Freund Paul Hill nach London. Die beiden fühlen sich in der Londoner Hippie-Szene wohl und kommen in einer unter. Dort lernen sie Carole Richardson und Paddy Armstrong kennen. Bei einer ihrer nächtlichen Streifzüge durch London rauben Hill und Conlon die Wohnung einer Prostituierten aus und treffen danach auf einen Obdachlosen in einem Park. Während die beiden mit dem Bettler sprechen explodieren zwei Pubs. Aufgrund einer fälschlichen Beschuldigung kommen Gerry und Paul in Verdacht und werden inhaftiert. Die neuen Antiterrorgesetze der britischen Regierung geben der Polizei die Möglichkeit die Beschuldigten 7 Tage ohne Anklage festzuhalten. In dieser Zeit werden Geständnisse erzwungen und weitere Personen festgenommen. Aufgrund der Geständnisse der vier Hauptangeklagten Hill, Conlon, Armstrong und Richardson erfolgt eine Verurteilung zu lebenslänglicher Haft. Aus dem Gefängnis heraus versuchen Gerry und sein Vater, der ebenfalls verurteilt wurde, das Verfahren wieder aufzurollen. Während des Aufenthalts im Gefängnis stirbt Gerrys Vater (Giuseppe Conlon). Eine Anwältin hilft Gerry, indem sie Akten außerhalb des Gefängnisses zusammensucht und lange recherchiert. Der Aktenherausgeber des Gefängnisses ist einmal krank und wird durch einen anderen Buchhalter ersetzt. Als jetzt die Anwältin diesen Buchhalter nach der Akte von Gerry Conlon fragt, bekommt sie sie ausgehändigt, auf dieser Akte steht wortwörtlich: "Not to be shown to the defence", also: "Darf nicht der Verteidigung gezeigt werden". In dieser Akte befinden sich schließlich viele Beweise zugunsten von Gerry und der anderen drei fälschlicherweise Verhafteten. Nun werden alle vier freigelassen, jedoch wird der Vater noch nicht für unschuldig erklärt, woraufhin Gerry in die Menge schreit, dass er im Namen seines Vaters weiter kämpfen, also die Unschuld des Vaters beweisen wird.

Besonderheit

Der Film basiert auf der wahren Geschichte der sogenannten Guildford Four. Diese Begebenheit führt 1974 zu Spannungen in den britisch-irischen Beziehungen. In Großbritannien wurde der Wahrheitsgehalt des Films angezweifelt und der Film geriet in Kritik. Diese Anschuldigungen und Kritik bezogen sich auf die Tatsache, dass die Autoren des Drehbuchs aus dramaturgischer Notwendigkeit kleine Rollen zu einer größeren Rolle verschmolzen haben.

1997 drehten Sheridan, George und Day-Lewis einen weiteren IRA- Film, Der Boxer mit Emily Watson und Brian Cox.

Die Dreharbeiten für die Gefängnisszenen des Films wurden im , einem berüchtigten, stillgelegten Gefängnis in Dublin durchgeführt.

Auszeichnungen

Der Film von Jim Sheridan wurde für sieben Oscars nominiert, darunter Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller. Jedoch konnte der Film keine der begehrten Trophäen gewinnen. Auf der Berlinale 1994 gewann der Film den Goldenen Bären.

Kritiken

{{zitat| Der in die Skandalchronik der britischen Justiz als der "Guilford Four"-Fall eingegangene Prozeß dient als Hintergrund für einen für Gerechtigkeit und Verständnis plädierenden Film, der durch große emotionale Kraft berührt. In Inszenierung, Kamera, Schnitt und schauspielerischen Leistungen gleichermaßen beeindruckend.|Lexikon des Internationalen Films}}

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Im Namen des Vaters (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.