Iron Man

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Jon Favreau

Drehbuch

  • Matt Holloway

Kamera

  • Matthew Libatique

Schnitt

  • Dan Lebental

Produzent

  • Kevin Feige

Musik

  • Ramin Djawadi

Erscheinungsjahr

2008

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Iron Man

Länge

123 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Iron Man ist eine auf der gleichnamigen Comicreihe basierende Realverfilmung mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Die Universal Studios starteten die Entwicklung der damaligen Low-Budget-Produktion bereits 1990. 1996 gingen die Rechte jedoch an 20th Century Fox und vier Jahre später an New Line Cinema. 2006 sicherte sich Marvel Studios die Filmrechte erneut und startete ihre erste eigenfinanzierte Filmproduktion.

Handlung

Der Waffenentwickler und Multimilliardär Tony Stark wird in Afghanistan nach der Präsentation seines neuartigen Raketenwerfersystems von Rebellen entführt. Die Terroristen fordern den Nachbau der Waffe und versprechen ihm, dass er nach der Fertigstellung frei kommen werde. Stark geht der Forderung, die Landsfeinde mit Waffen zu versorgen, nicht nach und baut sich stattdessen mit der Hilfe seines Mitgefangenen Yinsen eine High-Tech-Rüstung, mit der er sich und Yinsen aus ihrem Gefängnis befreien will. Bei seiner Gefangennahme sind durch eine Explosion Metallsplitter in seinen Körper eingedrungen, die Stark mit einem Elektronmagneten in seiner Brust davon abhält, in seine lebenswichtigen Organe zu dringen. Die Energiequelle des Magneten treibt auch die Bewegungsmotoren seiner Rüstung an, mit der die beiden bald die Flucht wagen. Yinsen opfert sich für Stark und bittet ihn, sein erfinderisches Talent sinnvoll zu nutzen und es in seinem Leben nicht zu vergeuden.

Stark entkommt und wird in der afghanischen Wüste von Rettungsfliegern aufgelesen. Zurück auf amerikanischem Boden, meldet sich das Gewissen des Playboys und er beschließt, die gesamte Produktion seiner Waffenfirma einzustellen. Nicht einverstanden damit ist vor allem sein Geschäftspartner Obadiah Stane, welcher Stark als unzurechnungsfähig erklären lässt. Von seiner Firma ausgegrenzt, versucht Stark daraufhin selbst den Schaden seiner Waffen in Afghanistan wieder gut zu machen. Er baut seinen Fluchtanzug nach, diesmal ausgestattet mit modernster Technik und Raketenschuhen, die ihm weite Flüge durch die Luft ermöglichen und mit denen er fortan als „Iron Man“ gegen den Terrorismus kämpft.

Stane, der weiterhin Waffen produzieren lässt, kommt an Starks erstes Iron Man-Modell, mit welchem dieser bei der Flucht in der Wüste abstürzte. Die wesentlich größere Version der Rüstung, „Iron Monger“, benötigt jedoch noch die Energiequelle, die Stark in der Brust trägt, um betrieben werden zu können. Stane scheut sich nicht, Tony für die Erfüllung seines Plans zu töten. Dieser überlebt jedoch, indem er eine ältere Variante des Generators wieder in seine Brust einsetzt. Was folgt ist ein Kampf zwischen Iron Man und Iron Monger. Stane alias Iron Monger verliert den Kampf, da Stark durch seine Assistentin „Pepper“ Potts Hilfe geleistet wird, sodass der Feind schließlich besiegt wird. Am Ende enthüllt er, auf einer von ihm einberufenen Pressekonferenz, seine Identität als „Iron Man“. Im Englischen: I am Iron Man.

Kritiken

Andreas Borcholte bemängelte im Spiegel, „Die islamistischen Milizen in Afghanistan wirken wie Karikaturen, der ganze Komplex des globalen Waffenhandels kommt zu kurz, was dem eigentlich düsteren Szenario die Wirkung nimmt. Der Ernst der Lage geht im - nun ja - comichaften Actiongewitter unter.“Der Spiegel: Blechmann mit Herz, abgerufen am 05. Mai 2008

In der Süddeutschen beschrieb Fritz Göttler den Charakter des Tony Stark als „perfekte Inkarnation … zwischen Pflicht und Fun, Exzess und Besonnenheit, ein Don Quijote der Technozeit.“Süddeutsche Zeitung: Splitter kreisen am Herzen, abgerufen am 05. Mai 2008

In der Zeitschrift TV Spielfilm wurde der Film als „Innovatives und unterhaltsames Superheldenepos mit exzellenten Darstellern und tollen Digitaleffekten“ bezeichnet. „Noch dazu bieten Downey Jr. und Jeff Bridges erstklassige schauspielerische Leistungen. Dieser Iron Man kann gerne wiederkommen. Dann aber möglichst mit seinem Erzrivalen aus den Comics, dem Mandarin.“TV Spielfilm: Filmlexikon: Iron Man, abgerufen am 05. Mai 2008

Auf der Website Zelluloid.de wurde vor allem Robert Downey Jr. gelobt, "der besonders bei der Einführung seiner Figur die Vorstellung des perfiden Egoisten auf der Leinwand geradezu zelebriert. Auch die Wandlung vom skrupellosen Waffenhändler zum rot-gold gepanzerten Philantrop mit reinem Gewissen und humanistischer Grundeinstellung wirkt überraschenderweise glaubhaft und überzeugend." Kritisiert hingegen wurde der Charakter des Obadiah Stane, „da der unzureichend dargestellte, in der Handlung zwar stetig wachsende aber völlig unbegründete Wahnsinn der Figur wenig innovatives bietet, so dass der Bösewicht allenfalls als Mittel zum Zweck erscheint.“ Filmkritik von Mathis Heite, zelluloid.de, 03. Mai 2008, abgerufen am 06. Mai 2008

Diverses

  • Die Produktionskosten lagen bei 186 Millionen US-Dollar. Ursprünglich eingeplant waren 50 Millionen Dollar.
  • Am Startwochenende konnte der Film in Amerika 100,75 Millionen Dollar einspielen.
  • Iron Mans Comic-Nemesis - der Mandarin - wurde nicht als Gegenspieler für den Film gewählt, da Regisseur und Produzenten ihn als veraltet ansahen. Der Mandarin verkörperte in den Comics immer den „bösen“ .Comicscontinuum.com: Inteview mit John Favreau, abgerufen am 1. Mai 2008
  • Der Film wurde hauptsächlich in gedreht, um den typischen Comicschauplatz an der Ostküste der Vereinigten Staaten und insbesondere New York City zu vermeiden.
  • Für die Arbeit an diesem Projekt wies Jon Favreau den Film Captain America zurück.IMDb: Iron Man (Trivia), abgerufen am 27. April 2008
  • 1999 war Quentin Tarantino als Autor und Regisseur für den Film im Gespräch. Im Juni 2001 wurde über Joss Whedon verhandelt. Im Dezember 2004 wurde der Stab an Nick Cassavetes weitergegeben, der Film sollte 2006 erscheinen, dies funktionierte nicht und letztlich wurde Jon Favreau angeheuert.
  • Der Film ist als erster Teil einer Trilogie geplant, für die alle Schauspieler sich bereits verpflichten mussten. Damit soll laut dem Regisseur eine Vertiefung der Charaktere erreicht werden können, so soll z.B. der Alkoholismus des Tony Stark in einem der Folgefilme thematisiert werden. Aintitcool.com: Quint visits the IRON MAN production offices! Art! Favreau speaks about sequels (?!?), casting and more!!!, abgerufen am 1. Mai 2008
  • Downey soll in der Fortsetzung von Hulk einen Cameo-Auftritt als Iron Man haben. Ebenfalls geplant sind weitere Auftritte in anderen Marvel-Verfilmungen.MTV.com: www.mtv.com William Hurt Says New Hulk Is More Heroic, Reveals Iron Man Crossover Scene, abgerufen am 1. Mai 2008
  • Auffällig ist der massive Einsatz von Product-Placement. Neben Dell, Apple, Burger King, LG und Ford ist besonders die Marke Audi mit den aktuellen Modellen R8, S5 und Q7 vertreten.
  • Nach Angaben des Filmverleihers Concorde wurde die deutsche Kinofassung um vier Minuten geschnitten.schnittberichte.com: Genauere Details zu Iron Man-Kürzungen, Zugriff am 9. Mai 2008
  • Nach Ende des Abspanns ist Samuel L. Jackson in einer kurzen Epilog-Szene als Geheimdienstleiter Nick Fury zu sehen. Dies wurde von der Marvel-Comicserie Die Ultimativen inspiriert, in der das Aussehen Furys unmittelbar Jackson nachempfunden ist. Ebenfalls einen Cameo-Auftritt hat Tom Morello als einer der Terroristen.Laut.de: Tom Morello: Tödliche Begegnung mit dem "Iron Man", abgerufen am 11. Mai 2008
  • Der erste Song im Filmabspann stammt ursprünglich von der Band Black Sabbath und trägt ebenfalls den Titel „Iron Man“.
  • In einer Filmszene spielt eine Band im Hintergrund die Melodie aus der Zeichentrickserie zu Iron Man aus den 1960er Jahren.


Weblinks



Einzelnachweise



Iron Man

아이언 맨



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Iron Man (Film)" (Stand: Tue, May 13th 2008, 23:54) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.