Julia (1977)

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Fred Zinnemann

Drehbuch

  • Alvin Sargent

Kamera

  • Douglas Slocombe

Schnitt

  • Walter Murch

Produzent

  • Richard Roth

Musik

  • Georges Delerue

Erscheinungsjahr

1977

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Julia

Länge

118 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Julia ist ein Filmdrama, das 1977 im Verleih der 20th Century Fox herauskam und auf dem autobiographischen Buch „Pentimento“ von Lillian Hellman beruht. Er beschreibt die enge Freundschaft zweier amerikanischer Frauen vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus. Sowohl Vanessa Redgrave, die dafür einen Oscar gewann, als auch Jane Fonda beeindruckten durch ihre schauspielerischen Leistungen und auch beim Publikum war der Film ein Erfolg.

Handlung

Julia, aus reicher jüdischer Familie, und Lillian Hellman sind Freunde seit frühester Jugend. Julia studiert Medizin in Oxford und Wien (u.a. bei Sigmund Freud) während des aufkommenden Nationalsozialismus Mitte der 1930er Jahre und wird politisch aktiv. Hellman schlägt dagegen eine Karriere als Bühnenautorin ein und lebt in Neuengland mit dem älteren Krimi-Schriftsteller Dashiell Hammett zusammen. Der Film zeigt beide in einem Strandhaus, wo sie beim Schreiben einen toten Punkt erreicht hat und sich ihrer Jugendfreundin erinnert, mit der sie in Briefkontakt blieb. Sie sucht ihre Freundin, die von Nationalsozialisten zusammengeschlagen auf Krücken geht, kurz in Wien auf. Kurz darauf verschwindet diese ohne Nachricht aus dem Krankenhaus. Ein paar Jahre später wird Hellman als anerkannte Schriftstellerin nach dem Erfolg ihres Stücks „ A Children´s Hour“ in die Sowjetunion eingeladen. Julia bringt sie über den Kontaktmann Johann dazu, bei der Durchreise durch Deutschland Geld für die Widerstandsbewegung zu schmuggeln. In Berlin treffen sie sich ein letztes Mal. Hellman erfährt, dass Julia ein Kind im Elsass hat, dass sie nach ihrer Freundin Lily nannte. Sie verspricht, sich notfalls um das Kind zu kümmern. Nach der Rückkehr in die Staaten erfährt sie, dass Julia ermordet wurde, was im Film nur angedeutet wird. Nachforschungen von Hellman nach dem Kind blieben erfolglos, und auch die Familie Julias will nichts davon hören.

Preise

Oscar für Jason Robards (Bester Nebendarsteller), Vanessa Redgrave (Beste Nebendarstellerin) und Alvin Sargent für Drehbuch nach literarischer Vorlage. Nominiert war der Film für 11 Oscars, u.a. auch Schell, Fonda (Beste Hauptdarstellerin), Kamera, Film und Regie. Der Film erhielt einen BAFTA Award als bester Film.

Erwähnenswertes

Die Rolle der Julia wurde zuerst Faye Dunaway angeboten, die ablehnte. Die Rolle der Hellman wurde Barbra Streisand angeboten, die ebenso ablehnte. Die Julia sollte dann ursprünglich Jane Fonda spielen, die dann aber die Hellman übernahm, als es Besetzungsprobleme mit der Rolle gab. Meryl Streep hat hier ihre erste Filmrolle, ebenso Lisa Pelikan.

Lillian Hellman kommt in einem schemenhaften Cameo am Anfang und Ende des Films vor (in einem Boot sitzend).

Die bekennende Sozialistin Vanessa Redgrave nutzte die Oscar-Verleihung 1978 für eine kämpferische anti-israelische Rede anlässlich jüdischer Demonstranten, die gegen ihr Engagement für die Palästinenser protestierten. Das löste einen Skandal aus und schadete ihrer weiteren Karriere in Hollywood nachhaltig.

Kritik

{{zitat| [1] einfühlsam inszeniert, in der Beschreibung der politischen Situation Mitte der 30er Jahre atmosphärisch sehr dicht und durch gute Darstellung auch menschlich überzeugend.|Lexikon des Internationalen Films}}

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Julia (1977)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.