Léon – Der Profi
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Maïwenn Le Besco als Blond Babe
- Peter Appel als Malky
- Danny Aiello
als Tony
- 2 Tage in L. A.
- City Hall
- Der Protektor
- Die Macht der Gewalt
- Die Schläger von Brooklyn
- Dinner Rush
- Do the Right Thing
- Ein charmantes Ekel
- Es war einmal in Amerika
- Harlem Nights
- Hudson Hawk – Der Meisterdieb
- Im Zeichen der Jungfrau
- Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits
- Lucky Number Slevin
- Mail Order Bride
- Mein Freund, der Entführer
- Mondsüchtig
- Nichts als Trouble mit den Frauen
- Radio Days
- The Bronx
- The Purple Rose of Cairo
- Two Much – Eine Blondine zuviel
- Gary Oldman
als DEA
- Air Force One
- Basquiat
- Batman Begins
- Beat the Devil
- Bram Stoker’s Dracula
- Das fünfte Element
- Der Frauenmörder
- Der scharlachrote Buchstabe (1995)
- Die Bibel – Jesus
- Hannibal (2001)
- Harry Potter und der Feuerkelch
- Harry Potter und der Gefangene von Askaban
- Harry Potter und der Orden des Phönix
- Im Vorhof zur Hölle
- Interstate 60
- JFK – Tatort Dallas
- Lost in Space
- Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte
- Murder in the First
- Romeo Is Bleeding
- Rosenkranz & Güldenstern
- Rufmord – Jenseits der Moral
- Sid und Nancy
- The Dark Knight
- Tiptoes
- True Romance
- Natalie Portman
als Mathilda Lando
- Alle sagen: I love you
- Überall, nur nicht hier
- Beautiful Girls
- Die Schwester der Königin
- Free Zone
- Garden State
- Goyas Geister
- Hautnah
- Heat (1995)
- Hotel Chevalier
- Mars Attacks!
- Mr. Magoriums Wunderladen
- My Blueberry Nights
- Paris, je t’aime
- Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung
- Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger
- Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith
- True (Kurzfilm)
- Unterwegs nach Cold Mountain
- Unterwegs nach Cold Mountain
- V wie Vendetta
- Jean Reno
als Léon Montana
- Das Imperium der Wölfe
- Der letzte Kampf
- Der rosarote Panther (2006)
- Der Tiger und der Schnee
- Die Besucher
- Die purpurnen Flüsse
- Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse
- Die Zeitritter – Auf der Suche nach dem heiligen Zahn
- Flutsch und weg
- Flyboys – Helden der Lüfte
- French Kiss
- Godzilla (1998)
- Im Rausch der Tiefe
- Jet Lag – Oder wo die Liebe hinfliegt
- Just Visiting – Mit Vollgas in die Zukunft
- Mission: Impossible
- Nikita
- Ronin
- Rosannas letzter Wille
- Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette
- Subway
- The Da Vinci Code – Sakrileg
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Regie
- Luc Besson
Drehbuch
- Luc Besson
Kamera
- Thierry Arbogast
Schnitt
- Sylvie Landra
Produzent
- Patrice Ledoux
Musik
- Sting
Erscheinungsjahr
1994Produktionsland
FrankreichOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
LéonLänge
127 MinutenAltersfreigabe (FSK)
16 JahreHandlung
Léon ist ein , der im Dienste der Italo-Mafia steht. Er erledigt schwierige Aufträge, die er von dem älteren Tony bekommt, prompt und zuverlässig und schaltet im Drogenhandel konkurrierende Banden aus. Jedoch, auch für einen Auftragsmörder wie ihn existieren Regeln, die er als ungeschriebene Gesetze seines Berufsethos versteht: „keine Frauen und keine Kinder“. Abseits seiner Tätigkeit ist Léon jedoch ein einsamer Mensch, ohne Freunde und Familie, hingegen mit trauriger Vergangenheit. Sein einziger Freund (außer dem berechnenden Tony, mit dem ihn jedoch nur das Geschäft verbindet) ist eine Topfpflanze, da sie, wie er „keine Wurzeln hat“.Eines Tages begegnet er dem zwölfjährigen Nachbarmädchen Mathilda. Als deren Familie von korrupten Polizisten des Drogendezernates (DEA) ermordet wird, rettet er ihr das Leben, indem er sie in seiner Wohnung versteckt. Mathilda schwört den Mördern ihres kleinen Bruders Rache und will ebenfalls Cleaner (Auftragsmörderin) werden. Sie schlägt Léon einen Handel vor: Er bildet sie aus, sie hilft im Gegenzug im Haushalt und lehrt ihn Lesen und Schreiben. Er geht nur widerwillig auf den Handel ein. Léon sieht in Mathilda zunächst nur seine Schülerin (der er, wie festgelegt, nur die Nutzung von Waffen, aber nicht das Töten beibringt), aber Mathilda entwickelt im Laufe des Films Gefühle für ihren Mentor und entwickelt ein Verhältnis zu ihm. Ihre Annäherungsversuche werden jedoch von Léon zurückgewiesen.
Als Mathildas Versuch, Norman Stansfield (Gary Oldman), den Chef der mit Drogen handelnden Polizistentruppe, zu töten, fehlschlägt, hat Léon, nach anfänglichem Widerstreben, den Kampf gegen die Mörder von Mathildas Familie bereits aufgenommen. Durch einige von Léon im Hauptquartier hinterlassene Leichen aufmerksam geworden, beginnt die Polizei Léon und Mathilda zu jagen. Unter Druck gesetzt, gibt Tony Léons Adresse preis; die Polizisten stürmen das Haus, in dem sich Léon und Mathilda aufhalten. Léon bringt Mathilda in Sicherheit und hält selbst in der Wohnung die Stellung. Durch einen Trick kann Léon den Polizisten entkommen, doch hat der korrupte DEA-Polizist Stansfield, der Mörder von Mathildas Familie, ihn gesehen und verfolgt. Er erschießt Léon von hinten, der aber noch die Kraft hat, ihm ein Geschenk von Mathilda zu übergeben: den gezogenen Sicherungsstift einer Splittergranate von einem Granatgürtel. Die Granaten töten Léon und Stansfield.
Als Léon nicht wie abgesprochen beim Treffpunkt eintrifft, beginnt Mathilda, die zum Zeitpunkt der gewaltigen Explosion auf Léons Bitten hin längst geflohen ist, ein neues und normales Leben. Mathilda kehrt zur „Spencer School“ zurück und wird dort wieder aufgenommen. Anschließend pflanzt Mathilda Léons Pflanze auf einer Wiese ein und beendet den Film mit den Worten „Hier wird es uns gutgehen, Léon“.
Interpretation
Der Film ist im Genre Action angesiedelt, weist aber auch Elemente einer Romanze nach dem Schema ‚coming of age‘ oder eines Buddy-Movie zwischen sehr ungleichen Partnern auf. Im Zentrum des Filmes steht die Beziehung zwischen den beiden Hauptpersonen Léon und Mathilda, während sich im Hintergrund der Konflikt zuspitzt.Léon wird als überaus professioneller Killer charakterisiert, der sich jedoch ethische Grenzen gibt („keine Frauen, keine Kinder“). Privat ist Léon ein einsamer Mensch ohne soziale Kontakte und besitzt die emotionale Reife eines Kindes bzw. einen etwas trägen Verstand in Fragen des Alltags. Mathilda ist einerseits wagemutig, energiegeladen und lebenshungrig, besitzt aber andererseits noch eine ihrem Alter entsprechende Unschuld und Verletzlichkeit.
Diese Situation kommt u. a. in folgendem Dialog zum Ausdruck: Mathilda: „Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter“; Léon: „Bei mir ist es umgekehrt, ich bin alt genug. Doch ich muss noch erwachsen werden“. Das zunächst oberflächliche und notgeborene Verhältnis zwischen den beiden wandelt sich im Laufe des Filmes immer mehr zu einer romantischen Beziehung. Mathilda erfährt die Geborgenheit, welche ihr in ihrer vorherigen Umgebung versagt war, und Léon kommt erstmals (seit langer Zeit) mit den Attributen einer zwischenmenschlichen Beziehung in Kontakt, wie Verantwortung (er rettet Mathilda aus dem DEA-Gebäude; er verbietet ihr das Rauchen), Freude (Léon lacht erstmals) oder Liebe („Ich liebe dich, Mathilda“). Zumindest von Mathildas Seite beginnt die Beziehung zunehmend auch eine sexuelle Dimension einzunehmen („… how about a kiss, like in the movies?“; „In Wirklichkeit ist er gar nicht mein Vater, er ist mein Geliebter“).
Léon lässt eine verräterische Vaterfigur zurück, und orientiert sich neu, wie auch Mathilda ihre Familie verloren hat. Von Léons Seite werden ihre Annäherungsversuche jedoch stets abgewiesen. Dieser Aspekt des Filmes wurde vielfach kontrovers aufgefasst. Als Argument, dass Léon kein sexuelles Interesse an Mathilda hat, kann seine mentale Träge und Mathildas Dominanz in vielen Situation angeführt werden. Gegen Ende des Filmes zeigt sich deutlich die ganze Tiefe der Partnerschaft. Léon möchte sein Leben wandeln und Wurzeln haben („Du hast mir gezeigt wie schön das Leben ist. Ich möchte mein Leben genießen, in einem Bett schlafen, eine Familie haben. Du wirst nie mehr allein sein, Mathilda“). Léons Pflanze stellt in diesem Zusammenhang ein wichtiges Symbol dar. Durch ihre Eigenschaften wird die Pflanze zu einer Metapher für Léon („Und sie ist genau wie ich, siehst du? Keine Wurzeln.“). Indem Mathilda die Pflanze in der letzten Szene einpflanzt, verwirklicht sich posthum Léons Wunsch und schließt die Entwicklung der Figur Léon symbolisch ab.
Kritiken
- Gefühlvolle Inszenierung, exzellenter Schnitt, packende Story – ein Meisterwerk. (filmspiegel.de) {{internetquelle
- [1] bewegt sich als Action-Virtuose, als Action-Purist auf der Stilhöhe von Melville oder Kubrick, cool bis ans Herz hinan, und ist doch ein unbeirrbarer letzter Romantiker [2] (Der Spiegel) {{internetquelle
- Rasanter, intelligenter, stimmungsvoll fotografierter und prominent besetzter Actionfilm. (ZDF auf zdf.de)
- Ein furios geschnittener und stimmungsvoll fotografierter Gangsterfilm, dessen atemberaubender Inszenierungsstil eine geradezu soghafte Spannung erzeugt. Leider halten Charakterzeichnung und Wahrscheinlichkeitsgehalt nicht mit der technischen Aufbereitung Schritt, so daß die Geschichte am Ende allzu selbstverliebt in ein zwiespältiges, martialisches Showdown mündet. (Lexikon des internationalen Films) {{internetquelle
Versionen
Der Film erschien in einer Kino- und einer Director’s-Cut-Fassung. Die beiden Hauptfiguren und ihre Beziehung zueinander werden im Director’s Cut wesentlich intensiver beschrieben. Auch ist die Anzahl der Szenen mit unterschwelligem sexuellen Gehalt höher. Viele dieser Szenen wurden in der Kinofassung ausgelassen, da erste Publikumserfahrungen gezeigt haben, dass diese zu Irritationen führen. Selbst der Director's Cut enthält nicht alle Szenen, da der Film ursprünglich rund 150 Minuten umfasste. Besson selbst gibt nach eigener Aussage jedoch keiner der beiden Versionen einen Vorzug.Auszeichnungen
Léon – Der Profi wurde 1995 für den César unter anderem in der Kategorie Bester Film, Beste Regie und Bester Darsteller nominiert.Wissenswertes
- Der Film war ein Geschenk von Luc Besson an den Hauptdarsteller Jean Reno. Luc Besson lud Reno zum Abendessen ein, wobei er ihm eine Schachtel schenkte, in dem sich das Drehbuch zu „Léon – Der Profi“ befand. Jean Reno war den Tränen nahe.
- Der produzierte Film in seinen verschiedenen Versionen unterscheidet sich zum Teil erheblich von dem ersten, von Luc Besson verfassten, Drehbuch. Das ursprüngliche Drehbuch zeichnet einen weitaus härteren und sexuell freizügigeren Film. Außerdem unterscheiden sich die meisten Dialoge vom Wortlaut.
- Die Rolle des „Auftragsmörders“ übernahm Jean Reno bereits in Luc Bessons Nikita.
- Léons Pflanze ist eine Aglaonema, „ag-leon-ema“ ausgesprochen.
- Natalie Portman, die zum Zeitpunkt des Castings erst elfeinhalb Jahre alt war, setzte sich gegen 2000 Bewerberinnen für die Rolle der Mathilda durch. Sie fand das Drehbuch großartig und wollte deshalb die Rolle unbedingt haben. Für ihre Eltern war das Drehbuch allerdings ein Schock, vor allem bemängelten sie, dass ein zwölfjähriges Mädchen rauchen sollte. Sie setzten durch, dass Mathilda während des Films das Rauchen aufgibt.
- Das Stück, das im Abspann, als Mathilda Léons Pflanze einpflanzt, zu hören ist, ist „Shape of my heart“ von Sting, dessen Text durchaus Parallelen zu Léons Charakter aufweist.
Weblinks
Einzelnachweise
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Léon – Der Profi" (Stand:
Fri, May 9th 2008, 15:54)
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