Legende

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Ridley Scott

Drehbuch

  • William Hjortsberg

Kamera

  • Alex Thomson

Schnitt

  • Terry Rawlings

Produzent

  • Arnon Milchan

Musik

  • Europa-Version

Erscheinungsjahr

1985

Produktionsland

Großbritannien

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Legend

Länge

Director's Cut Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Legende ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm des britischen Regisseur Ridley Scott aus dem Jahr 1985, der am 21. November 1985 in die deutschen Kinos kam. Der Film ist eine Co-Produktion von 20th Century Fox, Embassy International Pictures, Legend Production Company Ltd. und den Universal City Studios im Verleih der Universal Pictures in den USA bzw. 20th Century Fox in Europa.

Handlung

Der Herr der Finsternis, der den „Trost der Schatten“ sucht, möchte alleiniger Herrscher über die Welt werden. Doch dies kann er nur, wenn er die letzten noch verbliebenen Einhörner töten kann, die durch ihre Zauberkraft das Gute in der Welt beschützen. Wenn das Horn des letzten Einhorns zerbricht, wird die Welt von Dunkelheit und Kälte heimgesucht und ist dem Untergang geweiht.

Er schickt daher seine trolligen Helfer (e) mit dem Auftrag los, die scheuen weißen Tiere, die sich in dem stets unergründlichen und geheimnisvollen Märchen-Wald verstecken, mit Hilfe einer List zu vernichten. Er will sich der Arglosigkeit der Unschuld bedienen, die im reinen Herzen der jungen Prinzessin Lily wohnt.

Auch der Einsiedler Jack, einer der mit den Tieren tanzt, lebt in diesem Wald. Durch einen Verstoß seiner heimlichen Liebe Prinzessin Lily gegen die Gesetze des Waldes geraten diese und das letzte noch lebende Einhorn in die Fänge der bösen Kobolde. Damit wird es nun für den satanischen Herr der Finsternis möglich, die Welt in Dunkelheit und Grauen zu verwandeln. Zuvor möchte er jedoch Jacks große Liebe Lily zu seiner Braut machen, um den Triumph des Verderbens auszukosten.

Doch er hat die Rechnung nicht mit Jack gemacht, der sich mit Hilfe des Naturmagiers Gump, einiger Zwerge und einer Elfe auf den Weg zum „Großen Baum der Finsternis“ macht, um den Herrn der Finsternis aufzuhalten. Er muss nun verhindern, dass das letzte Einhorn getötet wird. Mit seinen Freunden gerät er auch bald in das unterirdische Reich des Herrn der Finsternis. Nach zahlreichen Schrecken gelingt es der Gruppe, mit Hilfe blank polierter Schilde das Licht der Sonne in das Schloss zu leiten und so den Herrn der Finsternis zu überwinden, der schließlich in die Tiefe des Weltall-Abgrunds stürzt. Das Einhorn und Prinzessin Lily werden gerettet.

Handlungsinfo

  • Ein wichtiger Aspekt des Films ist die Versuchung Lilys und die Erfahrung starker erotischer Motive, die von der dunklen Seite, dem Fürsten der Finsternis, auf sie ausgehen. Sie verfällt zeitweise der Versuchung der Eitelkeit und nimmt eine dunkle, lustorientierte Gestalt an. Sie bleibt allerdings geistig selbstbestimmt, täuscht den dunklen Fürsten und wendet sich im entscheidenden Augenblick gegen ihn. Die Liebe Jacks, der ihr den Beweis in Form eines wieder gefundenen Rings erbringt, erlöst sie aus der befangenen und ohnmächtigen Situation.


  • Der Film handelt des weiteren vom klassischen Ringen dunkler und lichterfüllter Kräfte in einer fantastischen Märchenwelt voller Kreaturen wie Elfen, Zwerg, Einhörner und Dämonen, die in einer für Scott typischen visuell hochrangigen Weise gezeigt werden. Der Film gilt - ähnlich wie „Alien“ und „Blade Runner“ für die Science-Fiction - in Fantasy-Kreisen als Grundlagenwerk und darf - trotz gelegentlicher Unterschätzung - zu den ästhetisch anspruchsvollsten Werken Ridley Scotts zählen. Tom Cruise und Mia Sara in ihren ersten Hauptrollen und Tim Curry als Teufel stellen Scotts großes Talent im Einsatz von Schauspielern unter Beweis.


Editionsgeschichte

Filmfassungen

Die ursprüngliche Fassung des Regisseurs wurde aufgrund schlechter Preview-Ergebnisse um 18 Minuten gekürzt (auf 94 min.) und präsentiert ein wenig plausibles Ende. Erst im Jahre 2002 erschien in den USA ein Director's Cut (englische Sprache), der die ursprüngliche Fassung wiederherstellt (113 min). Es existieren insgesamt 3 veröffentlichte Versionen des Films, von denen der 2002 herausgegebene Director's Cut als endgültige Referenz gilt (derzeit nur in Englisch).

  • Version „DC“ (Director's Cut) Länge 113 Minuten: Geschnitten von Terry Rawlings und von Ridley Scott im Jahre 1985 als endgültige Fassung seiner Intention bestätigt. Die Filmmusik ist von Jerry Goldsmith.


  • Version „EV“ (Europäische Version) Länge 94 Minuten: Geschnitten von Terry Rawlings und Ridley Scott im Jahre 1985 als Reaktion auf die schlechte Resonanz des Preview-Publikums. Bei dieser Version wurde versucht, den Gehalt des DC soweit wie möglich zu bewahren und lediglich eine kürzere Laufzeit zu erzielen. Auch bei dieser Version ist die Filmmusik von Jerry Goldsmith.


  • Version „AV“ (Amerikanische Version) Länge 89 Minuten: Geschnitten von Terry Rawlings und Ridley Scott im Jahre 1985/86 für den amerikanischen Markt. Diese Version zeigt bedeutende inhaltliche Änderungen gegenüber der EV. Es handelt sich um gravierende Kürzungen sowie Hinzufügungen. Die Vorgaben zu den Änderungen wurden vom damaligen Präsidenten der Universal Studios, Sidney Sheinberg, gegeben. Die Filmmusik wurde komplett ersetzt durch eine andere Komposition, um ein jugendliches Publikum anzusprechen. Für diese amerikanische Version der Filmmusik wurde die zur damaligen Zeit in den USA sehr erfolgreiche Elektronik-Rock-Gruppe Tangerine Dream engagiert, die unter anderem neben ihrer instrumentalen Musik einen Song mit Jon Anderson von der Gruppe Yes aufnahmen. Ein weiterer Song im Film wurde von Brian Ferry beigesteuert.


Ausgaben (Erstausgaben)

Englische Ausgaben

  • 1985 (Twentieth Century Fox) Großbritannien; Version EV


  • 1986 (Universal Studios) USA; Version AV


  • 2002 (Universal Studios) USA; Version DC (ausverkauft, sehr seltenes Sammlerstück)


Deutsche Ausgaben

  • 1985 (Twentieth Century Fox); die deutsche Ausgabe basiert auf der Version EV


Hintergrundinformationen

  • Der Film kam wegen der Umgestaltungen erst am 18. April 1986 in die amerikanischen Kinos.


  • Der Film war (trotz oder wegen der von Sheinberg veranlassten Änderungen) ein finanzieller Flop an den US-amerikanischen Kinokassen. Mit einem Budget von 25 Millionen US-Dollar spielte er nur 16 Millionen US-Dollar wieder ein. Erst mit Beginn der weltweiten Vermarktung spielte er seine für die damalige Zeit hohen Kosten ein.


  • Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Decatur, Georgia, USA; Pinewood Studios, Iver Heath, Buckinghamshire, England und Silver Springs Boulevard, Ocala, Florida, USA statt.


  • Die Bühnenbauten in den Pinewood Studios (die berühmte „007-Bühne“) brannten während der Dreharbeiten vollständig ab. Dies erzwang die Fertigstellung des Films auf teilweise hastig improvisierten Einrichtungen.


Kritiken

Die Kritiken für den Film fielen ziemlich bescheiden aus, und er kam bei Kritikern, wie auch beim Publikum, nicht sehr gut an. Erst durch Wiederveröffentlichungen auf Video und DVD in späteren Jahren entwickelte er sich in der Fantasy-Szene zum Geheimtipp.

  • (...) Der Film kann nie wirklich die Beschränkungen überwinden, die ihm die Filmbühne als Drehort auferlegte (...); alles sieht ziemlich nach Plastik aus (...)“ - Christopher Null, ( filmcritic.com), 2002


  • (...) Schockeffekte an der Grenze zwischen Kitsch und Gruselkino.“ (Wertung: 2 Sterne = durchschnittlich) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 488


Verarbeitungen

  • Das Thema des Filmes wurde von der dänischen/amerikanischen melodischen Band im gleichnamigen Lied "Legend" des 2004 erschienenen Albums aufgenommen.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Legende (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.