Lola rennt
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Monica Bleibtreu als Die blinde Frau
- Heino Ferch
als Ronnie
- Benutzer:Ignazwrobel/Auf ewig und einen Tag
- Benutzer:Ignazwrobel/Die Luftbrücke
- Comedian Harmonists
- Das Leben ist eine Baustelle
- Das Wunder von Berlin
- Das Wunder von Lengede (2003)
- Der geheimnisvolle Schatz von Troja
- Der Tunnel
- Der Unhold
- Der Untergang
- Die drei Musketiere (2005)
- Die drei Musketiere (2005)
- Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei
- Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei
- Die Mauer – Berlin ’61
- Extreme Ops
- Marlene
- Meine schöne Bescherung
- Napoleon (2002)
- Straight Shooter
- Vom Suchen und Finden der Liebe
- Beate Finkh als Casino-Kassiererin
- Julia Lindig als Doris
- Suzanne von Borsody als Frau Jäger
- Ludger Pistor als Herr Meier
- Joachim Król als Norbert von Au
- Armin Rohde
als Herr Schuster
- 666 – Traue keinem, mit dem du schläfst!
- A Sound of Thunder
- Das Leben ist eine Baustelle
- Das Sams
- Das Wunder von Lengede (2003)
- Der bewegte Mann
- Der Räuber Hotzenplotz (2006)
- Der Räuber Hotzenplotz (2006)
- Die Bluthochzeit
- Hera Linds Das Superweib
- Herr Bello
- Königskinder (2003)
- Keinohrhasen
- Kleine Haie
- Marlene
- Mord in bester Gesellschaft
- Sams in Gefahr
- Taking Sides – Der Fall Furtwängler
- Nina Petri als Frau Hansen
- Herbert Knaup
als Vater
- 15 Minuten Wahrheit
- Agnes und seine Brüder
- Anatomie 2
- Benutzer:Tintenherz12/Archiv
- Bergkristall
- Bergkristall
- Das Leben der Anderen
- Der alte Affe Angst
- Der Untergang der Pamir
- Die Geschichte vom Brandner Kaspar
- Die Sieger
- Du bist nicht allein
- Elementarteilchen
- Irren ist männlich
- Klassentreffen – Mordfall unter Freunden
- Kreuzzug in Jeans
- Lichter
- Marlene
- Mein erster Freund, Mutter und ich
- Moritz Bleibtreu
als Manni
- Agnes und seine Brüder
- Basta – Rotwein oder Totsein
- C(r)ook
- Chiko
- Das Haus der Lerchen
- Deadly Shadows
- Der Fakir
- Der kalte Finger
- Elementarteilchen
- Free Rainer – Dein Fernseher lügt
- Germanikus
- Im Juli
- Knockin’ on Heaven’s Door
- Lammbock – Alles in Handarbeit
- Luna Papa
- München
- Mit meinen heißen Tränen
- Solino
- Speed Racer
- Stadtgespräch
- Taking Sides – Der Fall Furtwängler
- Vom Suchen und Finden der Liebe
- Franka Potente als Lola
Anzeige:
Regie
- Tom Tykwer
Drehbuch
- Tom Tykwer
Kamera
- Frank Griebe
Schnitt
- Mathilde Bonnefoy
Produzent
- Stefan Arndt
Musik
- Reinhold Heil
Erscheinungsjahr
1998Produktionsland
DeutschlandOriginalsprache
DeutschLänge
81 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 (auf der Laser Paradise-DVD fälschlicherweise FSK 16 angegeben) JahreHandlung
thumb|left|Das Haus in der Albrechtstraße Berlin, in dem die drei Episoden beginnen.Die Geschichte spielt in Berlin. Manni, Lolas Freund, der als für einen Drogendealer arbeitet, lässt eine Plastiktüte mit 100.000 Mark in der U-Bahn liegen. Nun hat er noch 20 Minuten Zeit, bis sein Auftraggeber kommt, um das Geld abzuholen. 20 Minuten für Lola, um ihrem Freund aus der Patsche zu helfen. In atemberaubendem Tempo verfolgt der Zuschauer, wie Lola versucht, das Geld zu beschaffen. Sie hetzt durch die Straßen zur Bank, deren Direktor ihr Vater ist, um ihn um Geld zu bitten. Als der ablehnt, überfallen Manni und Lola einen Supermarkt, und auf der Flucht wird Lola von einem Polizisten versehentlich erschossen.Während sie stirbt, fängt der Film von vorne an: Er springt zurück zum Ende ihres Telefonats mit Manni, und sie versucht wieder, das Geld von ihrem Vater zu bekommen. Ein Detail ist allerdings anders und führt zu einem völlig anderen Handlungsverlauf, der damit endet, dass sie mit Waffengewalt die Bank ihres Vaters beraubt. Sie bringt Manni das Geld; er wird jedoch von einem Rettungswagen überfahren, als er die Straße überquert.
Der Film beginnt zum dritten Mal. Lola kommt zur Bank, sieht ihren Vater jedoch gerade wegfahren. Sie läuft durch die Stadt und bittet Gott um Hilfe. In einem Spielcasino setzt sie ihre letzten 100 Mark beim Roulette zweimal hintereinander auf die 20, gewinnt und läuft zu Manni. Der hat unterdessen sein Geld von dem Obdachlosen zurückbekommen, der es aus der U-Bahn mitgenommen hat. Die Situation ist gerettet. Der Film endet damit, dass Manni Lola fragt, ob sie gerannt sei und was sie in ihrer Tasche habe.
Den ganzen Film über stößt Lola mit Leuten zusammen, spricht kurz mit ihnen oder läuft einfach an ihnen vorbei, aber deren Leben ändert sich daraufhin grundsätzlich, was in einer Abfolge von Schnappschüssen kurz gezeigt wird (In einem Szenario gewinnt eine Frau im Lotto und wird reich, in einem anderen Szenario bleibt sie arm, und Sozialarbeiter nehmen ihr das eigene Kind weg).
Hintergrund
thumb|250px|Diese ehemalige |Bolle-Filiale in Berlin-Charlottenburg diente als Drehort für Mannis und Lolas Überfall.]- Mit seinen drei Abwandlungen ein und derselben Geschichte variiert der Film die Grundidee des 1981 von gedrehten und wegen der polnischen Zensur erst 1987 gezeigten Films Der Zufall möglicherweise , wobei die Version von Kieślowski mit ihren 120 Minuten Spiellänge dem Zuschauer weitaus mehr philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Zufall und Schicksal bietet. Tom Tykwer benutzte als bekannter Verehrer von Kieślowski die narrative Grundstruktur des im realsozialistischen Polen viele Jahre verbotenen Films als Vorlage.
- Das Drehbuch folgt einer spiralförmigen Struktur. Das Bild der Spirale (zum Beispiel in einem Treppenhaus) taucht mehrmals im Film auf. Im Casino hängt ein Portrait einer Frau mit einer spiralförmigen Frisur an der Wand – eine Hommage an eine Szene aus Hitchcocks Film Vertigo – Aus dem Reich der Toten.
- Das Roulettespiel im Casino ist eine Hommage an den Filmklassiker Casablanca.
- Die Erzählerstimme vom Anfang des Films stammt von Hans Paetsch, der auch als Märchenonkel bekannt ist.
- Die Aussagen „Der Ball ist rund“ und „Das Spiel dauert 90 Minuten“ sind berühmte Zitate von Sepp Herberger.
- Man brauchte fünf Wochen, um einen Supermarkt zu finden, in dem man die Raubszene drehen konnte.
- Sämtliche Stadtteile, durch die Lola während des Films rennt, liegen nicht auf einer Route, sondern in unterschiedlichen Gebieten Berlins.
- Der Saalchef, der den eigentlich über Maximum liegenden Einsatz der zudem unpassend gekleideten Lola am Roulette-Tisch absegnet, ist der heutige Technische Direktor der Spielbank Berlin.
- Das Musikvideo zur Single It's My Life, zu finden auf dem Album Crush von Bon Jovi, wurde durch den Film inspiriert. Vgl. Alex Gernandt: Bon Jovi, 2. Auflage, Goldmann, München 2001, ISBN 3442428513, Seite 261. Dort rennt ein junger Mann durch Los Angeles, um seine Freundin auf einem Konzert der Band zu treffen.
- Die Simpsons-Episode „Trilogy Of Error“ (dt. "Trilogie derselben Geschichte") ist eine Hommage an den Film. In dieser Folge gibt es drei Handlungsstränge, die jeweils miteinander verstrickt sind. Jeder Handlungsstrang erzählt die Geschichte eines Tages aus der Sicht von Homer, Bart und Lisa, jedoch ist die Geschichte gleich. In Lisas Segment läuft sie zur Filmmusik von Lola rennt durch Springfield.
- Die Episode Run, Gary, Run aus der Serie Allein gegen die Zukunft hat ebenso eine ähnliche Handlung.
- In der Episode Run Johnny Run von Johnny Bravo werden ebenfalls drei Zeitstränge verwendet und Bilder der möglichen Zukunft von Menschen gezeigt.
- In der Episode Meine clevere Idee von Scrubs wird das Titellied aus "Lola rennt" gespielt, als der Hausmeister einen Hundertmeter-Hindernislauf auf JD zuläuft
Kritiken
Auszeichnungen
„Lola rennt“ wurde 1999 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.- deutscher Filmpreis in Gold (bester Film)
- bester Regisseur (Tom Tykwer)
- Kameraführung (Frank Griebe)
- Schnitt (Mathilde Bonnefoy)
- beste Nebendarstellerin (Nina Petri)
- bester Nebendarsteller (Herbert Knaup)
- Kinofilm des Jahres (Publikumspreis)
- Franka Potente als beste Darstellerin (Publikumspreis)
Weiterhin gab es diese Preise und Auszeichnungen:
- Sundance Film Festival 1999 - Bester ausländischer Film (amerikanischer Titel: Run Lola Run)
- Ernst-Lubitsch-Preis 1999
- Bayrischer Filmpreis 1998
- Großer Preis der Stadt Genf 1999
- Bambi 1998
- Hongkong Critics Choise 1998
- Goldene Schaltplatte 1999
- MTV Select Award 1999
Außerdem wurde der Film oft nominiert, u. a. für:
- Europäischer Filmpreis 1998
- Goldener Löwe 1999
Der Film war Deutschlands Kandidat auf eine Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film bei der Oscarverleihung 1999, wurde aber weder nominiert noch ausgezeichnet.
Literatur
- Anders, Petra; Rüsel, Manfred: Rund um Lola rennt. Kopiervorlagen für den Deutschunterricht. Berlin: Cornelsen 2006. ISBN 3464603938
Musik
Neben der Musik von Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil wurde u.a. auch The Unanswered Question von Charles Ives verarbeitet.Weblinks
- Lola rennt bei Filmportal.de
- Rezension von Andreas Thomas in der Filmzentrale
- www.lola-rennt.de – eine private Homepage zum Film (mit englischer Kurzrezension)
- Landesinstitut für Schule und Weiterbildung NRW: Film als Gegenstand (PDF). Enthält vollständigen Sequenzplan zu Lola rennt.
Quellen
Lola běží o život
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Lola rennt" (Stand:
Wed, May 7th 2008, 08:47)
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