Marie Antoinette (2006)
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Steve Coogan als Botschafter Mercy
- Molly Shannon als Tante Victoire
- Clementine Poidatz als Comtesse de Provence
- Guillaume Gallienne als Comte Vergennes
- Aurore Clément als Herzogin von Chartres
- Marianne Faithfull als Maria Theresia
- Asia Argento als Madame Dubarry
- Judy Davis als Comtesse de Noailles
- Rip Torn
als Ludwig XV.
- Ausgelöscht
- Beastmaster – Der Befreier
- Cincinnati Kid
- City Heat – Der Bulle und der Schnüffler
- Coma
- Condition Red
- Der Mann, der vom Himmel fiel
- Die WonderBoys
- Ein amerikanischer Quilt
- Eulogy – letzte Worte
- Hercules (1997)
- König der Könige (1961)
- Men in Black
- Men in Black II
- Mission: Rohr frei!
- Nadine – Eine kugelsichere Liebe
- Noch dümmer
- Rendezvous im Jenseits
- Senseless
- Turn the River
- Unsere feindlichen Nachbarn
- Voll auf die Nüsse
- Willkommen in Mooseport
- Jason Schwartzman als Ludwig XVI.
- Kirsten Dunst
als Marie Antoinette
- Absturz in der Wildnis
- Anastasia (1997)
- Betty und ihre Schwestern
- Deeply
- Des Teufels Rechnung
- Eine Nervensäge
- Elizabethtown
- Girls United
- Gnadenlos schön
- Greedy
- Ich liebe Dick
- Interview mit einem Vampir
- Jumanji
- Kaena: The Prophecy
- Levity
- Lucky Town
- Mona Lisas Lächeln
- New Yorker Geschichten
- Ran an die Braut
- Small Soldiers
- Spider Man 3
- Spider-Man
- Spider-Man 2
- Spider-Man 3
- Spider-Man 3
- Strike! – Mädchen an die Macht!
- The Cat’s Meow
- The Crow III – Tödliche Erlösung
- The Virgin Suicides
- Vergiss mein nicht!
- Verrückt/Schön
- Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt
- Wimbledon
Regie
- Sofia Coppola
Drehbuch
- Antonia Fraser
Kamera
- Lance Acord
Schnitt
- Sarah Flack
Produzent
- Matthew Tolmach
Musik
- New Order
Erscheinungsjahr
2006Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
Marie AntoinetteLänge
123 MinutenAltersfreigabe (FSK)
o. A. JahreHandlung
Marie Antoinette, 14 Jahre junge österreichische Erzherzogin, soll den französischen Dauphin, den Thronfolger, heiraten. Vor ihrer Abreise an den französischen Hof wird sie von ihrer Mutter, Kaiserin Maria Theresia, über ihre künftige Rolle belehrt. Beim Betreten französischen Bodens muss sie alles Österreichische – von der Kleidung bis hin zu ihrem Mops – abgeben und wird vollkommen neu eingekleidet. In Versailles heiratet sie den Thronfolger Ludwig, der gerne auf die Jagd geht, seine ehelichen Pflichten hingegen vernachlässigt. Ein Vollzug der Ehe lässt zunächst auf sich warten, Ludwig ist oft müde und scheint desinteressiert an seiner Frau zu sein. Aus Wien wird Marie Antoinette von ihrer Mutter Maria Theresia brieflich mehrmals aufgefordert, endlich schwanger zu werden: Dadurch sollen einerseits die Stellung Marie Antoinettes in der französischen Gesellschaft gefestigt und eine Annullierung der Ehe verhindert, andererseits die durch die Aufteilung Polens gefährdeten Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich verbessert werden. Gelangweilt von ihrer Ehe und der strengen Etikette ergibt sich die Dauphine ausgelassenen Feiern in einer vom Rest der Gesellschaft abgeschotteten, luxuriösen Atmosphäre.Zudem zeichnet sich ein diplomatischer Konflikt zwischen Frankreich und Österreich ab, weil Marie Antoinette sich weigert, die Gräfin du Barry, die offizielle Mätresse König Ludwigs XV., anzusprechen. Erst auf die Ermahnungen des österreichischen Gesandten und ihrer Mutter hin spricht sie beiläufig einen belanglosen Satz, der als Anrede an die Gräfin verstanden werden kann.
Nachdem der Thronfolger von seinem Schwager Kaiser Joseph II. über die Vorzüge der körperlichen Liebe aufgeklärt worden ist, wird Marie-Antoinette doch noch Mutter. Sie findet zu einem ruhigeren Leben und sucht Erholung auf ihrem Schloss Petit Trianon. Es wird ihr bevorzugter Aufenthalt. Im Schlossgarten besitzt sie ein Miniturdorf, das Hameau, wohin sie sich mit Freunden zurückzieht und ländliches Leben spielt. Mit dem Tod Ludwigs XV. wird ihr Mann als Ludwig XVI. König von Frankreich und Navarra, Marie Antoinette ist nun Königin. Sie begegnet dem schwedischen Adeligen Hans Axel von Fersen und beginnt ein Liebesverhältnis mit ihm.
Marie-Antoinette nimmt kaum wahr, dass sie wegen ihres Rückzugs aus der Öffentlichkeit kritisiert wird und ihre Gegner über sie Skandalgeschichten verbreiten. Erst spät bemerkt sie den Widerstand der unteren sozialen Schichten. Die Anfänge der Französischen Revolution machen sich gegen Ende des Films bemerkbar. Man erfährt von der Erstürmung der Bastille. Vor Versailles versammelt sich eine aufgebrachte Menge. Marie Antoinette lehnt es jedoch ab zu fliehen und bleibt bei ihrem Mann. Schließlich müssen die beiden im Morgengrauen mit der Kutsche das Schloss verlassen. Marie Antoinette blickt durch die Fenster der Kutsche in den Park, ihr scheint bewusst, dass dies ein Abschied für immer ist. Das Schlussbild des Films zeigt das verwüstete Schlafzimmer der Königin.
Entstehungsgeschichte
Marie Antoinette wurde an Schauplätzen in Frankreich gedreht, beispielsweise im Schloss Versailles und der Domäne der Marie-Antoinette bei dem erst kürzlich wiedereröffneten Petit Trianon, aber auch im Palais Garnier, das rund 100 Jahre nach Marie Antoinettes Zeit erbaut wurde.Die Rolle Ludwigs XV. war von Coppola angeblich Alain Delon angeboten worden; dieser habe sie jedoch barsch mit dem Argument abgelehnt, eine amerikanische Regisseurin könne keinen Film über die französische Geschichte machen. Die Rolle wurde stattdessen von Rip Torn übernommen.
Die Marie-Antoinette-Biografie des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig wurde von Coppola gelesen, doch nicht als Basis für den Film herangezogen. Coppola begründete dies damit, dass Zweigs Buch zu streng mit Marie Antoinette umgehe. Lieber stütze sie sich auf Fraser, die ein Mädchen zeige, das sich zur falschen Zeit am falschen Ort befinde, obwohl Marie Antoinette selbst von wohlgesinnten Zeitgenossen bisweilen als Intrigantin beschrieben wurde, eine eigene Politik betrieben haben und etwa am Sturz des vielversprechenden Finanzministers Turgot beteiligt, an der Halsbandaffäre zumindest nicht unbeteiligt gewesen sein soll, was ihre Person im Film selbstverständlich in einem völlig anderen Licht hätte erscheinen lassen.
Das Szenenbild gestaltete im Rokoko-Stil, der bereits bei Being John Malkovich und bei Coppolas vorherigem Film Lost in Translation als Szenenbildner fungierte. Die Schuhe wurden vom Designer Manolo Blahnik entworfen. Coppola sagte, sie wolle keinen historischen Film im strengen Sinne machen. So sind im Film beispielsweise eine Tüte Chips und Chucks (53:35min) zum sehen.
Rezeption
Marie Antoinette wurde am 24. Mai 2006 beim Filmfestival in Cannes uraufgeführt, wo er im Wettbewerb lief. Bei der zuvor veranstalteten Pressevorführung am selben Tag traf der Film auf verhaltene Reaktionen, es gab zahlreiche Buhrufe. Erste Pressestimmen sahen ein aufwendiges Kostümdrama, in dem Marie Antoinette wie ein ewig lächelndes Partygirl agiert. Stilmäßig sah man eine Nähe zu Videoclips, wozu auch die Musik beitrug, die zu einem geringen Teil historisch war (Jean-Philippe Rameau, gespielt auf Originalinstrumenten von Les Arts florissants unter William Christie), hauptsächlich jedoch modern (unter anderem von Air, New Order). Regisseurin Coppola reagierte bei der nachfolgenden Pressekonferenz kurz angebunden, enttäuscht und beleidigt. Die mitwirkenden Schauspieler und Steve Coogan lobten den Film. Ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend waren Jason Schwartzman, Aurore Clément, Marianne Faithfull, der Produzent Ross Katz und die Kostümdesignerin Milena Canonero. Canonero sagte, Coppola habe nicht die aus Filmen oder Gemälden bekannte Rokoko-Welt erstehen lassen wollen, sondern eine moderne Sicht, in Übereinstimmung mit dem Soundtrack, liefern wollen.Kritiken
Auszeichnungen
Bei den Filmfestspielen von Cannes 2006 lief Marie Antoinette im Wettbewerb, konnte jedoch keinen Preis erringen. Von einer von Frédéric Mitterrand geleiteten Jury aus sechs Lehrern, zwei Kinoexperten und zwei Filmstudenten wurde Marie Antoinette mit dem Nationalen Bildungspreis augezeichnet.Bei der Oscarverleihung 2007 erhielt Milena Canonero für ihre Arbeit an Marie Antoinette den Oscar für das beste Kostümdesign.
Bei den Gotham Awards 2006 war Marie Antoinette als Bester Film nominiert, konnte sich aber nicht gegen Ryan Flecks Half Nelson durchsetzen.
Buchvorlage zum Film
- Antonia Fraser: Marie Antoinette. DVA Sachbuch, München 2006, ISBN 3-421-04267-5
Weblinks
- Marie Antoinette in Cannes; Informationen, Szenenfotos und Fotos von der Pressekonferenz etc. (engl.)
- Presseschau auf film-zeit.de
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Marie Antoinette (2006)" (Stand:
Thu, May 8th 2008, 21:26)
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