Menschenjagd (Stephen King)

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Paul Michael Glaser

Drehbuch

  • Steven E. de Souza

Kamera

  • Thomas Del Ruth

Schnitt

  • Mark Warner

Produzent

  • Tim Zinnemann

Musik

  • Harold Faltermeyer

Erscheinungsjahr

1987

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

The Running Man

Länge

100, gekürzt 90 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

18 Jahre
Menschenjagd (im Original: The Running Man) ist ein Roman des US-amerikanischen Autors Stephen King, der als vierter Roman unter Kings Pseudonym „Richard Bachman“ herausgegeben wurde. Veröffentlicht wurde er durch den NAL-Verlag im Jahre 1982. Die deutsche Übersetzung von Nora Jensen veröffentlichte der Heyne-Verlag im selben Jahr. 1987 wurde das Buch unter dem gleichnamigen Titel mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle verfilmt.

Inhalt

Der Roman spielt in einer nahen Zukunft – dem Jahre 2025 – und handelt von dem arbeitslosen Familienvater Benjamin Stuart Richards, der mit seiner Frau Sheila Catherine und seiner schwerkranken Tochter Catherine Sarah in der sogenannten Cop-op-City, einer Slum-ähnlichen Wohnsiedlung, wohnt. Die Regierung und die öffentlichen Fernsehanstalten haben sich zu großen Allianzen zusammengefunden, Demokratie findet faktisch nicht mehr statt, und die Großstädte sind infolge der jahrelangen Misswirtschaft total verseucht.

Im Fernsehen des Jahres 2025 finden makabere Gameshows statt. Mit Spielen wie „Tretmühle zum Glück“, an denen nur chronisch Herz-, Leber-, oder Lungenkranke teilnehmen können, werden die Zuschauer unterhalten. Populärste Show des Jahres 2025 ist die Spielshow „Running Man“, in der Zuschauer und enähnliche Jäger einen jeweiligen Kandidaten jagen und möglichst medienwirksam zu töten versuchen. Hierbei kommen oft nichtbeteiligte Personen zu Schaden.

Um die benötigten Medikamente für seine Tochter Cathy kaufen zu können, entschließt sich Ben Richards, sich zum Wolkenkratzer der Fernsehanstalt zu begeben und für die Gameshow „Running Man“ zu bewerben, was schließlich auch klappt. Nach einem ausführlichen Auswahlprozedere, bei dem er mit jeder Prüfung ein Stockwerk des Hochhauses höher kam, findet sich Ben Richards mitten im Spiel und auf der Flucht wieder. Für jede überlebte Stunde sind ihm bzw. seiner ihn beerbenden Frau 100 Dollar versprochen; sollte er es schaffen, einen gesamten Monat zu überleben, würde Ben den Jackpot (und sein Leben) gewinnen. Mithilfe einiger Tricks, der nötigen Prise Glück und eines Freundes und Passfälschers in der Co-op-City gelingt es Ben, den Jägern mehrfach zu entwischen; meist jedoch nur knapp.

Schließlich spüren die Jäger den schwerverletzten Ben Richards doch noch vor Ablauf der Zeit auf. Dieser schafft es jedoch, mit Hilfe einer Geisel ein Flugzeug zu entführen. An Bord der Maschine macht ihm der Leiter der Fernsehanstalt per Videokonferenz ein Angebot: Ben solle fortan selbst als Jäger in dem Spiel „Running Man“ arbeiten. Gleichzeitig erfährt Ben, dass seine Frau und sein Kind bei einem Überfall gestorben sind. Sinnentleert und physisch wie psychisch am Ende, steuert Ben die noch zu einem Viertel befüllte Maschine in das obere Drittel des Wolkenkratzers der Fernsehanstalt.

Verfilmung

Der Roman wurde 1987 unter Regie von Paul Michael Glaser mit Arnold Schwarzenegger in der Rolle des Ben Richards verfilmt, unterscheidet sich aber wesentlich vom Roman, was von Stephen-King-Fans häufig kritisiert wurde. Der Roman diente trotz Übernahme der Grundidee und der Namen der Protagonisten eher als lose Vorlage für die Verfilmung, in der auch die gesellschaftskritische Haltung des Romans keine Rolle spielte.

Die Handlung des Films spielt im Jahre 2017, Ben Richards ist Pilot eines Helikopters. Eine Wirtschaftskrise hat stattgefunden, und insoweit wird die depressive Grundstimmung des Romans in den Film übernommen. Statt der Menschenjagd aller Bürger des Landes, werden die Wettkämpfe in speziell errichteten gladiatorenähnlichen Arenen ausgetragen.

Literatur

  • Stephen King: Menschenjagd, Ullstein Tb, ISBN 3548263305


siehe auch

„Das Millionenspiel“ – themengleiche deutschsprachige Verfilmung nach Wolfgang Menge

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Menschenjagd (Stephen King)" (Stand: Mon, Nov 6th 2006, 21:37) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.