Meteor

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Ronald Neame

Drehbuch

  • Edmund H. North

Kamera

  • Paul Lohmann

Schnitt

  • Carl Kress

Produzent

  • Run Run Shaw

Musik

  • Laurence Rosenthal

Erscheinungsjahr

1979

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Meteor

Länge

107 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Meteor ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1979. Die Regie führte Ronald Neame, das Drehbuch schrieben Stanley Mann und Edmund H. North. Die Hauptrolle spielte Sean Connery.

Handlung

Dr. Paul Bradley, ein Wissenschaftler und ehemaliger Mitarbeiter der NASA, wird während einer Segelregatta von seinem Segelboot geholt und zum NASA-Hauptquartier gebracht. Dort wird er von Harry Sherwood erwartet, der ihm erzählt, dass ein neu entdeckter in den Asteroidengürtel eingedrungen ist und den Asteroiden Orpheus in tausend Teile zerfetzt hat. Eines der Bruchstücke ist mit der bemannten Raumfähre Challenger 2 kollidiert, wodurch die gesamte Crew getötet wurde. Die Raumfähre befand sich auf einer Mission zum Mars und Sherwood hatte das Flugprogramm geändert, weil die Raumfähre zum Asteroidengürtel fliegen sollte, um dort den Kometen zu beobachten. Er fühlt sich jetzt für den Tod der Crew verantwortlich. Nachdem Dr. Bradley sich das alles angehört hat, fragt er, warum er nach fünf Jahren zur NASA zurückgeholt wird. Sherwood erklärt ihm, dass ein ziemlich großes Reststück von Orpheus auf die Erde zusteuert und in sechs Tagen auf der Erde einschlagen wird. Es steuern auch noch ein paar kleinere Reststücke auf die Erde zu, die aber zum größten Teil in der Atmosphäre verglühen werden.

Dr. Bradley reagiert ziemlich verärgert. Er hatte einst den mit Atomraketen bewaffneten Satelliten Hercules konstruiert, der dafür vorgesehen war, solche Gefahren aus dem All abzuwehren. Stattdessen aber wurde der Satellit für militärische Zwecke umfunktioniert, so dass seine Raketen nicht ins All gerichtet sind, sondern auf Angriffsziele in der VR China und in der Sowjetunion. Dr. Bradley zeigt sich zunächst stur, ist aber dann doch bereit zu helfen. Er nimmt zusammen mit Sherwood an einem Gespräch teil, bei dem der Berater des US-Präsidenten und hochrangige Vertreter des Militärs anwesend sind, darunter Major General Adlon, der zur Zeit die Leitung über das Projekt Hercules hat. Dr. Bradley erklärt den Anwesenden, was passieren wird, wenn der Meteor einschlägt. Er erklärt, dass dabei mehrere Milliarden Tonnen Staubpartikel in die Atmosphäre geschleudert würden, was die Sonneneinstrahlung über viele Jahre hinweg stark reduziere, so dass es zu einer neuen Eiszeit kommen könne.

Zwischen Sherwood und Adlon kommt es zu einer heftigen Streitdiskussion. Adlon ist gegen den Einsatz von Hercules, weil der Satellit offiziell gar nicht existiert und seine atomare Bewaffnung allen internationalen Abkommen widerspricht, die man eingegangen ist. Sherwood hingegen sieht den Einsatz von Hercules als einzige Möglichkeit und weist darauf hin, dass man schließlich den Menschen erklären müsse, was man gegen die bevorstehende zu tun gedenke. Dr. Bradley hat schließlich keine Lust mehr, sich die Streitereien länger anzuhören. Er sagt den Anwesenden, wo er zu finden ist, falls man sich geeinigt hat, und verlässt den Raum. Der Berater des US-Präsidenten beendet schließlich die Sitzung und sagt, dass er die Sache mit dem Präsidenten besprechen wird.

Dr. Bradley stellt durch Berechnungen fest, dass die Zerstörungskraft von Hercules nicht ausreichen wird, um den Meteor zu zertrümmern. Sherwood lässt sich vom US-Präsidenten bestätigen, dass die Sowjetunion ebenfalls über einen mit Atomraketen bewaffneten Satelliten verfügt, der Peter der Große genannt wird. Der US-Präsident genehmigt den Einsatz von Hercules und will mit den Sowjets in Kontakt treten. Außerdem überträgt er Dr. Bradley vorläufig die Leitung über das Projekt Hercules, was Adlon überhaupt nicht in den Kram passt. In der Sowjetunion weiß man inzwischen auch über den Meteor Bescheid, nachdem in Sibirien eine seismische Erschütterung registriert wurde, die durch den Einschlag eines Meteoritensplitters verursacht wurde. Erste Gerüchte über die Bedrohung durch den Meteor sind inzwischen auch an die Öffentlichkeit gelangt.

In einer Verlautbarung, die im Fernsehen übertragen wird, klärt der US-Präsident die Öffentlichkeit über die Bedrohung durch den Meteor auf und gibt die Existenz von Hercules zu. Über die Ausrichtung der Raketen sagt er aber nicht die Wahrheit. Er erklärt, dass Hercules allein nicht ausreicht, um die Gefahr abzuwenden, und er die Sowjetunion um Hilfe bitten wird, da sie ebenfalls über einen solchen Satelliten verfügt. Die Sowjetunion schickt den Wissenschaftler Dr. Alexei Dubov zusammen mit seiner Assistentin und Dolmetscherin Tatiana Nikolaevna Donskaya in die USA. Entgegen der Bedenken Adlons gewährt Dr. Bradley den Beiden Zugang zum geheimen , von dem aus Hercules gesteuert und überwacht wird, welches sich in einem Raum unterhalb einer Telekommunikationszentrale in New York befindet. Als Dr. Dubov dort ein Modell von Hercules sieht, fragt er, wie man mit den Raketen einer Gefahr aus dem All begegnen kann, wenn sie auf Ziele in China und in der Sowjetunion ausgerichtet sind. Dr. Bradley gibt ihm daraufhin zu verstehen, dass man in der USA über den sowjetischen Satelliten Peter der Große Bescheid weiß, dessen Raketen auf die USA gerichtet sind. Dr. Dubov gibt die Existenz von Peter der Große nicht direkt zu, erteilt aber theoretische Auskünfte über die mögliche Bewaffnung eines solchen Satelliten.

Zwischen Dr. Bradley und Dr. Dubovs Assistentin entwickelt sich eine Sympathie, so dass die Beiden auch Privatgespräche miteinander führen. Adlon nimmt nur widerwillig die Zusammenarbeit zwischen Dr. Bradley und Dr. Dubov in Kauf. Nachdem ein Meteoritenhagel über Italien niedergegangen ist, der keinen Schaden angerichtet hat, weil alle Meteoritensplitter in der Atmosphäre verglüht sind, streitet er sich mit Bradley und Sherwood. Er wirft ihnen vor, die Welt unnötig in Aufruhr zu versetzen. Er verlässt wutentbrannt das Kontrollzentrum und sagt, dass er erst wiederkomme, wenn der US-Präsident ihm wieder die Leitung über das Projekt Hercules übertragen habe. Daraufhin gerät Dr. Dubov in Rage und verlangt sofort telefonischen Kontakt zur sowjetischen Botschaft, offenbar um seine Regierung dazu zu bewegen, eine offizielle Erklärung abzugeben, dass Peter der Große existiert und man dazu bereit ist, mit den USA zu kooperieren, was dann auch geschieht.

Die Systeme der beiden Satelliten werden nun miteinander gekoppelt und die Ausrichtung der Raketen wird geändert. Die ganze Sache ist aber nicht so einfach. Die Raketen müssen in einer genau berechneten Entfernung vom Meteor zur Explosion gebracht werden und müssen zu unterschiedlichen Zeiten gestartet werden, um gemeinsam das Ziel zu erreichen, da sich die Satelliten in unterschiedlichen Umlaufbahnen befinden. Da die Raketen nach dem Start vom Boden aus nicht mehr gesteuert werden können, muss man sich darauf verlassen, dass die automatischen Steuerungen der Raketen einwandfrei funktionieren.

Inzwischen schlagen zwei weitere Meteoriten auf der Erde ein. Einer löst in einem Skigebiet in der Schweiz eine schwere Lawine aus und ein weiterer Einschlag führt zu einem Tsunami, der Hongkong überschwemmt. Adlon muss jetzt einsehen, dass er sich geirrt hat. Er erscheint im Kontrollzentrum und entschuldigt sich bei Dr. Bradley, Dr. Dubov und Sherwood. Kurz nach dem Start der Raketen schlägt ein weiterer Meteorit in New York ein. Es entstehen dort schlimme Zerstörungen und die Anwesenden im Kontrollzentrum werden verschüttet. Einige von ihnen werden durch herunterfallende Trümmer getötet, darunter auch Adlon. Andere kommen mit Verletzungen davon oder bleiben unversehrt. Schließlich gelangen die Überlebenden über eine U-Bahn-Station ins Freie und erfahren über Radio, dass die Raketen den großen Meteor in eine andere Flugbahn gelenkt haben, so dass er der Erde nicht mehr gefährlich werden kann. Das NASA-Kontrollzentrum in Houston hatte die weitere Überwachung der Raketen übernommen.

Kritiken

Janet Maslin schrieb in der New York Times vom 19. Oktober 1979, dass die im Film gezeigte internationale Zusammenarbeit „herzerwärmend“ sei. Die mögliche Affäre zwischen Bradley und Donskaya hätte dem Film „Schwung“ geben können, was aber verstrichen würde. Lediglich die Szene der Zerstörung Manhattans sei interessant. Die Darstellungen von Sean Connery und Natalie Wood seien „angenehm“, aber nicht bemerkenswert. Maslin kritisierte die „absolut verstörte“ Darstellung von Martin Landau und lobte die „geniale“ Darstellung von Brian Keith sowie die Routine, mit der Henry Fonda den US-Präsidenten spiele. Filmkritik von Janet Maslin

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 1980 für den Oscar in der Kategorie Bester Ton nominiert.

Hintergründe

Die Produktionskosten des Films werden auf ca. 16 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Einspielergebnis in den Kinos der USA betrug 8,4 Millionen US-Dollar.

Quellen



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Meteor (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.