Miller’s Crossing

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Joel Coen

Drehbuch

  • Brüder Coen

Kamera

  • Barry Sonnenfeld

Produzent

  • Ethan Coen

Musik

  • Carter Burwell

Erscheinungsjahr

1990

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Miller’s Crossing

Länge

115 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

ab 18 Jahre
Miller’s Crossing ist ein Spielfilm der Coen-Brüder aus dem Jahr 1990. Bei ihrem dritten Film handelt es sich um einen Gangsterfilm, der zu Zeiten der Prohibition in der USA spielt.

Handlung

Johnny Caspar, ein aufstrebender Ganove, bittet den Gangsterboss Leo um die Genehmigung, den Kleinganoven Bernie Bernbaum töten zu dürfen, da dieser sich in Caspars Wettgeschäft mit manipulierten Boxwettkämpfen einmischt. Gegen die Empfehlung seines Beraters Tom genehmigt Leo diesen Mord nicht. Tom glaubt, das Caspar mehr Ärger machen könnte als Bernie wert ist, aber Leo ist in Bernies Schwester Verna verliebt und will sie heiraten. Tom jedoch weiß, was von dieser Liebe zu halten ist: Er hat selbst insgeheim ein Verhältnis mit Verna.

Die Lage eskaliert, als Leo, besorgt wegen Caspars Drohungen, Verna beschatten lässt. Als Vernas Aufpasser ermordet gefunden wird, hält Leo Caspar für den Schuldigen und lässt die korrupte Polizei Caspars Läden hochnehmen. Tom versucht verzweifelt zu beschwichtigen: Er weiß, dass Verna ein Motiv hatte, ihren Bewacher selbst zu töten – sie war in jener Nacht bei Tom. Um den Bandenkrieg zu stoppen, beichtet Tom Leo seine Beziehung zu Verna. Wutentbrannt verprügelt Leo seinen Berater und beendet die Zusammenarbeit.

Daraufhin tritt Tom in die Dienste von Caspar, dessen Position gegenüber Leo immer stärker wird. Selbst der Bürgermeister und die Polizei laufen zu ihm über. Als Vertrauensbeweis liefert Tom Bernie, dessen Adresse ihm Verna nichtsahnend verraten hat, an Caspar aus. Caspar will einen weiteren Vertrauensbeweis: Tom soll mit Bernie zur "Miller's Crossing" fahren und ihn töten. Aber anstatt ihn zu töten, lässt er diesen unter der Bedingung, für immer zu verschwinden, laufen.

Bernie gehorcht und verschwindet, jedoch nur kurz. Ohne Geld und Freunde in der Fremde beschließt er, zurückzukehren – schließlich müsste Tom selbst für seine Sicherheit sorgen, um das Geheimnis seines Ungehorsams gegenüber Caspar zu wahren. Tom fädelt nun einen Plan ein, bei dem sowohl Caspar als auch Bernie zum gleichen Treffpunkt bestellt werden, ohne voneinander zu wissen. Bernie erschießt Caspar, als dieser am Treffpunkt eintrifft, woraufhin Tom nun Bernie erschießt – seine wahre Loyalität, so stellt sich nun heraus, galt immer Leo.

Auf der Beerdigung von Bernie auf dem Friedhof von Miller’s Crossing macht Leo Tom ein neues Angebot der Zusammenarbeit; Tom lehnt jedoch ab.

Auszeichnungen

Joel Coen gewann im Jahr 1990 den Silver Seashell des San Sebastián International Film Festivals und wurde für den Golden Seashell nominiert. Er gewann außerdem 1991 den Kritikerpreis des Yubari International Fantastic Film Festivals. Donna Isaacson und John S. Lyons wurden 1991 für den Preis Artios der Casting Society of America nominiert.

Hintergrund

Trotz starker Kritiken floppte das Werk der Coen-Brüder, da der Film in den USA nur etwa fünf Millionen Dollar einspielte. Einer der Gründe für den Misserfolg war, dass mit Good Fellas, Dick Tracy und des Coppola-Sequels Der Pate III schon drei Gangsterfilme im Jahre 1990 in den Kinos präsentiert wurden. Bei dem Budget des Filmes herrscht Uneinigkeit: Während die Film-Magazine von 14 Millionen Euro Filmkosten sprachen, behaupteten die Regisseure, dass der Streifen nur für 10 Millionen Euro produziert wurde.

Der Name des Filmtitels Miller’s Crossing steht für den Friedhof, in dem einige Protagonisten des Filmes begraben werden.

Die Handlung ist, auch wenn kein Credit darauf hinweist, in weiten Teilen Dashiell Hammetts Roman "Der gläserne Schlüssel".

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Miller’s Crossing" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:25) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.