Mit dem Wind nach Westen

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Delbert Mann

Drehbuch

  • John McGreevey

Kamera

  • Tony Imi

Schnitt

  • Gordon D. Brenner

Produzent

  • Ron Miller

Musik

  • Jerry Goldsmith

Erscheinungsjahr

1981

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Night Crossing

Länge

107 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

6 Jahre
Mit dem Wind nach Westen (Originaltitel: Night Crossing) ist ein Spielfilm des Regisseurs Delbert Mann aus dem Jahr 1981. Die Disney-Produktion beschreibt eine wahre Geschichte, und zwar die wohl spektakulärste Flucht aus der DDR.

Handlung

Der Film zeigt, wie zwei Familienväter, der damals 37-jährige Peter Strelzyk, gespielt von John Hurt, und Günter Wetzel, gespielt von Beau Bridges, in der Nacht zum 16. September 1979 mit einem selbstgebauten Heißluftballon über die Grenze in den Westen flohen.

Sie bauten den mit 28 m Höhe und 20 m Breite bis dahin größten Heißluftballon Europas. Das größte Problem war die Materialbeschaffung. Nicht nur, dass es in der DDR Engpässe bei Ballonseide gab, man wäre auch stutzig geworden, wenn sie alles auf einmal gekauft hätten. Der erste Versuch schlug fehl, und sie mussten den Ballon kurz vor der Grenze zurücklassen. Nun war Eile geboten, denn man suchte natürlich nach ihnen. Aber in Tag- und Nachtarbeit gelang es ihnen, einen zweiten Ballon zu bauen.

Um 2.40 Uhr nachts stiegen sie dann auf, und nach einer Fahrt von 28 Minuten, bei der sie bis zu 2600 Metern Höhe erreichten, landeten sie nach einer Strecke von etwa 30 km auf einem Feld bei Naila im Landkreis Hof im Westen.

Die Flucht rief ein riesiges Medienecho hervor. Aber auch die Mitarbeiter der Stasi in der DDR blieben nicht untätig, sondern versuchten den Flüchtlingen mit allen Mitteln zu schaden. Ein ehemaliger Freund der Familie Strelzyk wurde gekauft, um sie zu bespitzeln. Auch die Verwandten der zwei Familien kamen nicht ungeschoren davon, sondern wurden belästigt und zeitweise eingesperrt, weil man davon ausging, dass sie von den umfangreichen Vorbereitungen Kenntnis gehabt haben mussten.

Heute wohnen Strelzyk und seine Frau wieder in ihrer früheren Wohnung zu DDR-Zeiten, in ihrem Reihenhaus in Pößneck.

In dem Film treten auch deutsche Schauspieler auf, darunter als finsterer, schnüffelnder Stasimann, und Sky du Mont.

Auszeichnungen

Doug McKeon sowie der Film als Bester Familienfilm wurden im Jahr 1983 für den Young Artist Award nominiert.

Kritiken

  • "Nach einem tatsächlichen Ereignis (1979) als aufwendige internationale Produktion gedrehter Abenteuerfilm, der zwar stellenweise spannende Unterhaltung garantiert, aber zu wenig über den politischen Hintergrund mitteilt und das Leben in der DDR und die Befindlichkeit ihrer Bürger viel zu klischeehaft abbildet." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997


  • „Wie Mick, Tick und Trick sich die Ostzone vorstellen...“ (Der Spiegel)


Sonstiges

Die US-amerikanischen Produzenten hatten im Herbst 1981 dem Festivalleiter der Berlinale Moritz de Hadeln die deutsche Premiere des Films für die Berlinale 1982 angeboten. De Hadeln lehnte den Film jedoch ab. Die Springer-Presse in Deutschland witterte Anbiederung an die DDR, da die Berlinale immer auch ein Forum für den DDR-Film war. Axel Cäsar Springer organisierte dann für den Eröffnungstag der Berlinale eine Deutschland-Premiere des Films als Gegenveranstaltung zur Berlinale.

DVD-Veröffentlichung

  • Mit dem Wind nach Westen, Buena Vista Home Video 2003


Soundtrack

  • Jerry Goldsmith: Night Crossing. Original Motion Picture Soundtrack. (Extended Version.) Intrada / Walt Disney, San Francisco 1994, Nr. VJF 5004D


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Mit dem Wind nach Westen" (Stand: Tue, Apr 1st 2008, 23:19) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.