Papermoon
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Randy Quaid
als Leroy
- 12 Uhr nachts – Midnight Express
- Brokeback Mountain
- Bye Bye, Love
- Caddyshack II
- Carolina – Auf der Suche nach Mr. Perfect
- Category 6 – Der Tag des Tornado
- Category 7 – Das Ende der Welt
- Das letzte Kommando
- Der Mann ohne Nerven
- Die Abenteuer von Rocky & Bullwinkle
- Die Kühe sind los
- Die letzte Vorstellung
- Die schrillen Vier auf Achse
- Die schrillen Vier in Las Vegas
- Dieses Land ist mein Land
- Duell am Missouri
- Ein verrückt genialer Coup
- Elvis (2005)
- Fünf Freunde in geheimer Mission
- Fool for Love
- Goyas Geister
- Hard Rain
- Independence Day
- Interceptor
- Is’ was, Doc?
- Jeanies Clique
- Kampf der Kobolde
- Kingpin
- Last Dance
- Long Riders
- Moving – Rückwärts ins Chaos
- Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia
- Schöne Bescherung
- Schlagzeilen
- Tage des Donners
- The Day the World Ended – Tod aus dem All
- Jessie Lee Fulton als Miss Ollie
- P.J. Johnson als Imogene
- John Hillerman als Jess Hardin
- Madeline Kahn als Trixie Delight
- Tatum O’Neal als Addie Loggins
- Ryan O’Neal als Moses Pray
Anzeige:
Regie
- Peter Bogdanovich
Kamera
- László Kovács
Schnitt
- Verna Fields
Produzent
- Peter Bogdanovich
Musik
- Les Fresholtz
Erscheinungsjahr
1973Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
Paper MoonLänge
102 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
1. Akt
während der [[Great Depression|Großen Depression]] 1935: Auf der Beerdigung einer Frau wird der junge Moses Pray von den anwesenden Gästen überredet, die neunjährige Tochter der Verstorbenen, Addie Loggins, zu Verwandten in [[St. Joseph (Missouri)|St. Joseph]] zu bringen, ist er doch in Begriff, nach [[Missouri]] zu fahren. Moses übernimmt die ihm aufgedrängte Aufgabe nur widerwillig, erklärt sich jedoch dazu bereit. Er tritt die Fahrt in seinem Automobil zusammen mit der ihm unbekannten Addie an und erpresst bei einem Onkel des Mädchens 200 Dollar für ein Nichtgeltenmachen dessen Verpflichtungen Addie gegenüber. Das Mädchen lauscht bei dem Gespräch an der Tür und fordert kurz darauf das eigentlich ihr zustehende Geld von Moses zurück. Dieser hat mit einem Teil des Geldes jedoch bereits sein Fahrzeug verschönern lassen. Als Addie beharrlich auf dem Geld besteht, beginnt er, seiner gewöhnlichen Tätigkeit nachzugehen. Er erweist sich als Trickbetrüger, der an [[Witwe]]n kurz zuvor verstorbener Männer [[Bibel]]n mit einer [[Gravur]] ihres Namens als angebliche „letzte“ Bestellung des Ehemanns verkauft. Er begeht auch noch andere Betrügereien, um an Geld zu kommen. Schnell beteiligt sich auch Addie an seinen Geschäften, so dass beide als Team auftreten. Aus der Zwangsgemeinschaft wird eine Zweckgemeinschaft, obwohl zunächst zahlreiche Probleme das Zusammenleben dominieren: Addie raucht trotz ihres Alters und ist ungewöhnlich eigensinnig; Moses hat nur sein eigenes Wohlergehen im Sinn. Trotzdem entsteht allmählich eine Freundschaft zwischen den beiden und das eigentliche Ziel der gemeinsame Reise – Addie zu ihrer Tante und ihrem Onkel zu bringen – wird aufgeschoben.
2. Akt
Schon bald lernt Moses auf einem Jahrmarkt die Tänzer Trixie Delight kennen, die für fünf Dollar in zwielichten Tanzshows auftritt. Er bietet ihr und ihrer 15-jährigen Dienerin Imogene eine Mitfahrgelegenheit in die nächste Ortschaft an, weil er sich in Trixie verliebt hat. Obwohl Addie sich mit Imogene anfreundet, ist sie eifersüchtig, nicht mehr Moses’ einzige Gefährtin zu sein und schmiedet mit Imogene einen Plan: Sie arrangieren geschickt ein Rendezvous der Tänzerin mit dem Rezeptionist ihres Hotels und lassen Moses, scheinbar zufällig, Zeuge der Szenerie werden, was diesen dazu veranlasst, sofort mit Addie abzureisen und Trixie zurückzulassen. Addie schenkt Imogene 30 Dollar, damit sie zu ihren Eltern zurückkehren kann.3. Akt
Als Moses und Addie einige Tage später in einem anderen Gasthof nahe der bundesstaatlichen Grenze zu Missouri kampieren, fällt ihnen das merkwürdige Verhalten eines Gastes auf, der nachts des Öfteren die Empfangshalle des Hotels verlässt. Sie finden heraus, dass er geschmuggelte Whiskey-Flaschen verkauft und finden seinen geheimen Vorrat. Ohne das Wissen des Schwarzhändlers stehlen sie den gesamten Bestand und bieten dem Schmuggler die Lieferung neuer Flaschen am nächsten Morgen an. Am ausgemachten Treffpunkt verkaufen sie ihm folglich seinen eigenen Whiskey und verdienen dabei über 600 Dollar. Erfreut über das gute Geschäft, wollen Moses und Addie weiterreisen, doch schon bald werden sie von einer Polizeistreife angehalten. Die Polizisten behaupten, einen anonymen Tipp erhalten zu haben, der sie von dem Schmuggelgeschäft in Kenntnis gesetzt habe. Moses streitet vehement ab, in solch eine Sache verwickelt zu sein, muss aber mit Addie auf das Polizeirevier kommen. Dort werden beide verhört und ihr Besitz nach den 600 Dollar Vergütung durchsucht. Addie hat das Geld geistesgegenwärtig in ihrem Hut versteckt, wo es die Beamten nicht entdecken können. In einer Minute derer Unachtsamkeit, türmen Moses und Addie mit dem Auto. Die Polizisten nehmen die Verfolgung auf, erwischen die beiden jedoch nicht.Bald darauf tauscht Moses sein Auto gegen das Lieferfahrzeug eines Landwirts und erreicht mit Addie Missouri, wo er keine weitere Belästigung durch die Polizei zu erwarten hat. In St. Joseph angekommen, planen Addie und er einen letzten gemeinsamen Coup, bei dem sie zu unterschiedlichen Zeiten an einem Treffpunkt mit einem Dritten zusammentreffen wollen. Als Moses auf die Straße tritt, stellen sich ihm der Sheriff aus Kansas und dessen Handlanger in den Weg. Es stellt sich heraus, dass der Whiskey-Schmuggler der Bruder des Sheriffs ist, und die Polizisten trotz ihrer in Missouri nicht gültigen Berechtigung zur Bestrafung den Betrug rächen wollen. Sie schlagen brutal auf Moses ein, rauben all sein Geld und lassen den Verletzten auf der Straße liegen, wo Addie ihn findet.
Wenige Stunden später setzt Mose das Mädchen bei dessen Verwandten ab und verabschiedet sich knapp von ihr. Er selbst verlässt die Stadt. Addie wird freundlich von ihrer Tante in Empfang genommen und umsorgt, doch Addie fühlt sich in der neuen Situation nicht wohl. Als Moses auf der Landstraße, die aus St. Joseph herausführt, zum Rauchen anhält, sieht er im Rückspiegel Addie auf ihn zu kommen, die aus ihrem neuen Heim ausgerissen ist. Er weist sie forsch zurück, worauf Addie erwidert, dass er ihr immer noch 200 Dollar schulde. Plötzlich rollt Moses’ Fahrzeug den Hügel hinab und die beiden müssen sich beeilen, aufzuspringen und weiterzufahren. Kurz entschlossen setzen die beiden ihre Reise gemeinsam fort.
Hintergrund
Adaption
Die Filmhandlung umfasst lediglich die erste Hälfte des Romans Addie Pray. Der zweite Teil, der Addies Geschichte bei ihrer Tante und ihrem Onkel erzählt, wurde im Drehbuch nicht berücksichtigt. Einer Fortsetzung von Papermoon widersetzte sich Peter Bogdanovich. Es entstand allerdings eine auf dem Film basierende Fernsehserie, für deren Besetzung Bogdanovich sich verantwortlich zeigte. Dass sie es während der Ausstrahlungszeit von September 1974 bis Januar 1975 lediglich auf 13 Folgen brachte, lag seiner Meinung nach daran, dass die Geschichten in Farbe zu sehen waren. Dies habe laut ihm den Eindruck der Authentizität zerstört. Die Rolle der Addie Loggins übernahm dort mit Jodie Foster ein damaliger .Joe David Browns literarische Vorlage für Papermoon war bereits vor der Verfilmung über 100.000 Mal verkauft worden. Bogdanovich lehnte es ab, den Romantitel auch für seinen Film zu verwenden und bezog den neuen einerseits auf ein gleichnamiges zeitgenössisches Lied (It’s Only a Paper Moon), das im Vorspann des Films läuft, sowie auf eine im Film gezeigte Jahrmarktattraktion, bei der man sich vor dem Hintergrund einer Mondsichel aus Papier fotografieren lassen kann. Nach dem Erfolg des Films erschienen weitere Auflagen von Addie Pray unter dem Filmtitel.
Besetzung
Nachdem Paramount Pictures grünes Licht für eine Verfilmung von Addie Pray gegeben hatte, waren zunächst Paul Newman und seine Tochter Nell Potts als Moses und Addie im Gespräch; John Huston sollte Regie führen. tcm.com: Paper Moon Nachdem diese Konstellation nicht zustande kam, wurde Bogdanovich engagiert, dessen damalige Ehefrau Polly Platt Tatum O’Neal als Besetzung für die weibliche Hauptrolle ins Gespräch brachte. Daraufhin wollte Filmproduzent Robert Evans eigentlich Jack Nicholson oder Warren Beatty filmstarts.de: Paper Moon als Moses auftreten lassen; Evans verließ kurz darauf das Projekt und Bogdanovich entschloss sich dazu, den Film mit Frank Marshall selbst zu produzieren. Erst kurz vor Drehbeginn erhielt Tatums Vater, Ryan O’Neal, der mit Bogdanovich bereits 1972 bei Is’ was, Doc? zusammengearbeitet hatte, den Zuschlag. Madeline Kahn hatte ebenfalls in diesem Film mitgespielt und war daher mit Bogdanovich bekannt. Ohne sie für die Rolle der Trixie Delight vorsprechen zu lassen, wurde sie von ihm verpflichtet.Randy Quaid, der im Film nur eine kleine Rolle (fast ein Cameo-Auftritt) innehat, war damals bereits sehr bekannt, jedoch aus Freundschaft zum Regisseur trotzdem bereit, zu spielen. Auch er hatte vorher bereits an zwei Filmen Bogdanovichs mitgewirkt, ebenso wie John Hillerman. In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist schließlich noch das Auftreten Hillermans in zwei Rollen: Er spielte zu Beginn nur den Sheriff in St. Joseph, nach zwei Wochen Diät und geringer optischer Verwandlung drehte er dann auch die Szenen als Schmuggler, welcher in der Handlung der Bruder des Sheriffs ist.
Dreharbeiten
Der Film wurde von Bogdanovich – wie zuvor schon sein hochgelobter Durchbruchsfilm Die letzte Vorstellung (1971) – in Schwarzweiß gedreht. Er beabsichtigte, dadurch visuelle Echtheit hervorzurufen, da der Film in den 1930er Jahren spielt, als Filme noch nicht in Farbe gedreht wurden. Schwarzweiß stellt symbolisch auch die zu dieser Zeit wichtigen Themen wie Armut, Prohibition und Franklin D. Roosevelts These vom New Deal in den Vordergrund. Zur durchweg scharfen Aufzeichnung der Bilder wählte László Kovács auf Anraten von Orson Welles einen roten Farbfilter, womit er starke Kontraste zwischen beispielsweise Himmel und den Gesichtern der dargestellten Personen erzielte.Viele Szenen wurden ohne Schnitt gedreht, was sehr lange und aufwändige Drehmomente zur Voraussetzung hat, bei denen die Schauspieler über lange Zeitraume hochkonzentriert ihre Rolle spielen müssen. Folglich musste Tatum O’Neal in ihrem ersten Film auch eine beeindruckende darstellerische Leistung abliefern, um glaubwürdig zu sein, da die Wirkung kaum durch Schnitteffekte erzielt werden konnte bzw. die Möglichkeiten zur Kaschierung kleiner Fehler nur unwesentlich waren. Außerdem nimmt der Film konsequent die Position ihrer Rolle ein. Sie ist bis auf eine Szene den ganzen Film über zu sehen.
Namen
Der Name des Hauptprotagonisten Moses Pray ist eine Anspielung auf dessen betrügerisches Gewerbe. Als Angestellter der „Kansas Bible Company“ verkauft er Bibeln und stellt sich besonders fromm dar. Sein Vorname Moses, in der englischen Originalfassung Moze, bezieht sich auf die gleichnamige biblische Figur; „Pray“ ist der englische Begriff für Beten. Trixies Nachname, Delight, bedeutet übersetzt Lust und Entzücken, was den Charakter der Figur widerspiegelt.Auszeichnungen
Oscar 1973
- Beste Nebendarstellerin (Tatum O'Neal)
- Beste Nebendarstellerin (Madeline Kahn)
- Musik (Richard Portman, Les Fresholtz)
- Drehbuch (Alvin Sargent)
Golden Globe 1973
- Beste Nachwuchsdarstellerin (Tatum O'Neal)
- Bester Film
- Bester Hauptdarsteller (Ryan O'Neal)
- Beste Hauptdarstellerin (Tatum O'Neal)
- Beste Nebendarstellerin (Madeline Kahn)
- Beste Regie (Peter Bogdanovich)
Literatur
- Joe David Brown: Die Geschichte von Addie und Long Boy und wie sie beide fröhlichen Herzens auf anderer Leute Kosten lebten (OT: Addie Pray). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1972, ISBN 3-498-00438-7
Weblinks
Quellen
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Papermoon (Film)" (Stand:
Sat, May 10th 2008, 12:10)
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