Red Planet

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Antony Hoffman

Drehbuch

  • Jonathan Lemkin

Kamera

  • Peter Suschitzky

Schnitt

  • Dallas Puett

Produzent

  • Jorge Saralegui

Musik

  • Graeme Revell

Erscheinungsjahr

2000

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Red Planet

Länge

106 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

ab 12 Jahre
Red Planet (2000) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, in dem eine kleine Gruppe von Astronauten aufbricht, die Besiedlung des Mars vorzubereiten. Hauptdarsteller sind Carrie-Anne Moss und Val Kilmer.

Handlung

2050: Nachdem die Erde aufgrund zunehmender Verschmutzung unbewohnbar zu werden droht, richtet sich alle Hoffnung auf den Mars. Mit Sonden versucht man, Algen auszusetzen, die Sauerstoff produzieren sollen. Für eine gewisse Zeit scheint das Projekt zu funktionieren, bis plötzlich der Sauerstoffpegel wieder zu sinken beginnt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Führung der Offizierin Kate Bowman bricht mit dem Raumschiff Mars-1 auf, um das Problem zu untersuchen.

Schon bei ihrer Ankunft geraten die Astronauten in Schwierigkeiten, ihr Schiff gerät in eine Sonneneruption. Bowman bleibt an Bord und versucht, alles wieder in Ordnung zu bringen. Die übrige Crew - Pilot Ted Santen, Mechaniker Rob Gallagher, die Wissenschaftler Burchenal, Chantilas und Pettengill sowie der vierbeinige Navigations-und Kampfroboter A.M.E.E. - verlässt das Schiff mit einer Landekapsel, die jedoch vom Kurs abkommt. Nach einer verpatzten Landung verlassen die Männer die Kapsel, Chantilas ist jedoch so schwer verletzt, dass er sich nur noch an einen Felsen lehnt und zum Sterben zurückbleibt. Derweil kann Bowman ein an Bord des Raumschiffs ausgebrochenes Feuer löschen, indem sie alle Atmosphäre in den Weltraum ablässt. Schließlich kann sie Mars-1 in einer Kreisbahn um den Mars stabilisieren.

Auf der Oberfläche machen die Männer sich auf die Suche nach ihrem Habitat, um ihre Luftvorräte aufzufrischen. Sie müssen jedoch feststellen, dass dieses zerstört worden ist. So bereiten sie sich aufs Sterben vor. In einem einsamen Augenblick kommt es zwischen Pettengill und Santen zum Streit, wobei letzterer in eine Felsschlucht stürzt und stirbt. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Atmosphäre atembar ist und die übrigen drei sind gerettet. Sie machen ein Lagerfeuer und treffen auf A.M.E.E., deren Prozessor beim Absturz beschädigt wurde: sie betrachtet jeden als Feind und hindert die Astronauten mit Gewalt daran, sie zu deaktivieren. Burchenal wird dabei verletzt.

Nach A.M.E.E.s Rückzug suchen die Männer nach der US-amerikanischen Mars-Sonde Pathfinder, die 1997 auf dem Mars gelandet ist. Deren Rover Sojourner enthält eine Kommunikationseinheit, mit deren Hilfe sie wieder mit Bowman in Kontakt treten wollen. Nachdem die Funkverbindung mit Bowman wieder hergestellt ist, erfahren sie, dass ihre einzige Chance, den Planeten zu verlassen, eine alte russische Mars-Sonde ist, die nicht, wie ursprünglich geplant, zur Erde zurückgekehrt ist. Von ihrem außer Kontrolle geratenen Roboter verfolgt, machen sie sich auf den Weg, geraten jedoch in einen Sturm und müssen sich in einer Höhle verstecken. Dort offenbart Gallagher den anderen, dass nur zwei von ihnen in der Sonde Platz haben werden. Er selbst erklärt, zurückbleiben zu wollen.

Gallagher und Burchenal erwachen aus einem kurzen Schlaf und stellen fest, dass Pettengill verschwunden ist: er will ohne sie abfliegen, wird aber von A.M.E.E. überfallen und getötet. Als die beiden Überlebenden ihn finden, stoßen sie auf die verloren geglaubten Algen, und stellen fest, dass diese einer Spezies allesfressender marsianischer Insekten als Nahrung dienen, deren Verdauungsprozess genug Sauerstoff für eine ganze Atmosphäre produziert und die Tiere sehr leicht entflammbar macht. Burchenal wird von den Insekten angegriffen und sprengt sich mit ihnen in die Luft. Gallagher gelingt es in einem letzten Duell mit A.M.E.E., diesen zu überlisten und seine Energiezelle sicherzustellen. Mit der Energiezelle kann er nun die Sonde starten und somit zu Mars-1 zurückkehren. Mit einigen Exemplaren der Käfer in der Tasche und damit einem Mittel zur Erneuerung der Erdatmosphäre brechen er und Bowman zur Heimreise auf, wobei sie sich bald näherkommen.

Hintergrund

  • Die „Mars-Szenen“ wurden größtenteils in Jordanien gedreht.
  • In einigen Szenen des Films wird mit Schleichwerbung agiert, beispielsweise bei den Aufnähern auf den Raumanzügen.
  • Der Film war ein kommerzieller Flop und spielte bei Kosten von 75 Millionen Dollar weltweit nur ca. 30 Millionen Dollar ein.


Vergleich mit Mission to Mars

Brian de Palma brachte im selben Jahr wie Antony Hoffman einen weiteren Film über die erste bemannte Marsmission in die Kinos. Mission to Mars wählte dabei einen um einiges utopischeren Ansatz, dennoch konkurrierten die Filme um die Zuschauer. Ironischerweise war keiner von beiden ein Erfolg an den Kinokassen, wodurch der Mars (später auch bestätigt durch die Horror-Produktion Ghosts of Mars) in Hollywood als abgestempelt wurde.

In beiden Filmen heißt das Raumschiff „Mars One“.

Kritik

Lexikon des Internationalen Films: Science-Fiction-Film, der es vor allem mit den technischen Details genau nimmt, während er sich in den Dialogen darum bemüht, dem rationalen Fortschritts- und Technologie-Glauben der Menschen mit Fragen nach der Existenz Gottes sowie der Bedeutung der Kategorie "Gottvertrauen" zu begegnen. Da er weder interessante Figuren entwirft noch seine Geschichte spannend zu erzählen vermag, bleibt nicht mehr als ein papierner, blutarmer filmischer Entwurf. Filmlexikon FILME von A-Z - Red Planet

TV Spielfilm: Furioser Trip ins All mit schönen Tricks - Der 75 Millionen Dollar teure, geschickt erzählte Überlebenskampf besticht durch stilvolle Ausstattung und ausgefeilte Tricks. Und der durchgeknallte Roboter ist echt phänomenal! TV Spielfilm Ausgabe 03/08, S.201

Quellen



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Red Planet" (Stand: Sun, May 11th 2008, 22:36) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.