Schließe meine Augen, begehre oder töte mich

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Stephen Poliakoff

Drehbuch

  • Stephen Poliakoff

Kamera

  • Witold Stok

Schnitt

  • Michael Parkinson

Produzent

  • Thérèse Pickard

Musik

  • Michael Gibbs

Erscheinungsjahr

1991

Produktionsland

Großbritannien

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Close My Eyes

Länge

104 Minuten
Schließe meine Augen, begehre oder töte mich (Close My Eyes) ist ein englisches Inzestdrama.

Handlung

Natalie und ihr jüngerer Bruder Richard haben seit dem Tod ihrer Eltern mangels anderer Verwandten oder Freunde nur noch einander, um sich die Dinge zu erzählen, die ihnen wirklich auf dem Herzen liegen.

Während Richard das Leben nicht so ernst nimmt, ein turbulentes Liebesleben hat und auch beruflich erfolgreich ist, sucht Natalie nach „Mr. Right", der sie glücklich machen soll und scheitert daran lange genauso immer wieder wie an ihrer beruflichen Erfüllung. Die Beziehung der Geschwister zueinander wird über viele Jahre hin verfolgt.

Zum Zeitpunkt als Richard beruflich und auch privat etwas zur Ruhe kommt, findet auch Natalie scheinbar endlich, was sie gesucht hat.

Der exzentrische, ununterbrochen redende, alles besser wissende und zu allem einen Kommentar abgebende, äußerst wissbegierige und ständig essende, um nicht zu sagen schlingende und obendrein steinreiche Sinclair (Alan Rickman) scheint die Erfüllung aller ihrer Wünsche zu sein. Er bietet ihr ein bildschönes Heim, finanzielle Freiheit und Liebe. Richard fehlt bei der Hochzeit, erscheint aber an Natalies Geburtstag, mit großer Verspätung und es passiert, was nicht passieren dürfte: Natalie und Richard beginnen eine Affaire, obwohl Natalie ihren Mann eigentlich liebt.
Sie hat sich im Laufe der Zeit sogar seine Sprechweise angewohnt, was ihrem Bruder sofort auffällt. Als er sie daraufhin anspricht, meint sie lächelnd, ob sie denn nicht immer so gesprochen habe. Gegen die sexuelle Anziehung versucht sich speziell Natalie massiv zu wehren. Jeder Kuss wird als „der letzte" bezeichnet, jede Berührung als „nur noch dieses eine Mal". Als die beiden schließlich miteinander im Bett landen, sagen sie, dass es „nie wieder geschehen wird". Doch sie scheinen machtlos gegen ihr sexuelles Verlangen. Als sie unvorsichtig werden und Natalie ihrem Gatten eine Geschäftsreise vortäuscht, auf der er sie im angegebenen Hotel jedoch nicht erreichen kann, wird Sinclair misstrauisch - nachdem er sämtliche anderen Hotels in diesem Ort ebenfalls angerufen hatte. Erst durchsucht er ihre Sachen, stoppt aber dann und zieht sich zurück. Als sie von ihrer sogenannten Geschäftsreise zurückkommt (in Wirklichkeit war sie mit ihrem Liebhaber in derselben Stadt in einer Wohnung seiner Eltern, die zurzeit auf Urlaub waren), fragt er auch nur vorsichtig nach, ohne wirklich näher nachzubohren. Er entschließt sich, seine Augen vor den offensichtlichen Tatsachen zu verschließen.

Als Richard überraschend Natalie daheim besuchen will, trifft er nur Sinclair an, der ihn zu einem Picknick einlädt, das ersterer nur sehr zögernd annimmt, da er von Natalie weiß, dass ihr Ehemann misstrauisch geworden zu sein scheint. Er kann die Bootsfahrt mit dem anschließenden Picknick nicht genießen, noch weniger, als Sinclair ihn schließlich anspricht, dass er ihm den Namen des Liebhabers seiner Frau bekanntgeben soll. Richard behauptet, von nichts zu wissen und beteuert, dass Natalie sicher keinen Geliebten habe. Sinclair glaubt ihm dieses jedoch nicht.

Die ganze Situation eskaliert, als Sinclair beschließt, mit seiner Frau für einige Zeit in die Staaten zu ziehen, er bemerkt Richard gegenüber, dass sie da abgelenkt wäre durch all die neuen Endrücke. Richard will, dass sie sich hingegen von ihrem Mann trennt und mit ihm gemeinsam fortzieht.
Bei der großen Abschiedsparty, die Sinclair und Natalie geben, zerrt Richard seine Schwester in einem unbeobachteten Moment weg und scheint sie ermorden zu wollen, da er erkannt haben will, dass sie ihn scheinbar die ganze Zeit über nur benutzt und manipuliert hat, um zu sich selber zu finden. Sinclair, dem ihre gemeinsame Abwesenheit auffällt, wird unruhig. Als die beiden leicht lädiert und verstört zurückkehren, erklärt er die Party für beendet.

Richard äußert sich den beiden gegenüber verwundert, dass Sinclair so ruhig bleibt, trotz allem. In der Schlussszene wird deutlich, dass der betrogene Ehemann einfach nicht wahrhaben wollte und will, was tatsächlich geschehen ist - zu furchtbar ist die Erkenntnis für ihn.

Auszeichnung (Auswahl)

  • 1991: London Evening Standard Awards - für den Besten Film und besten Schauspieler (Alan Rickman)


Literatur

  • Stephen Poliakoff: Close my eyes. - London : Methuen, 1991. - ISBN 0-413-64920-2


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Schließe meine Augen, begehre oder töte mich" (Stand: Tue, Apr 1st 2008, 23:19) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.